MDT · KNX-Bedienung
Kapazitive KNX-Taster für Licht, Jalousien und Szenen — von der Light-Serie ohne Display bis zum Glastaster II Smart mit Farbdisplay.

Ein Glastaster ist die Bedieneinheit an der Wand, über die du Licht, Beschattung, Szenen oder die Heizung im KNX-System steuerst. Statt mechanischer Wippen besitzt er Sensorflächen hinter einer Glasoberfläche, die auf sanfte Berührung reagieren. Jede Fläche löst abhängig von ihrer Parametrierung ein KNX-Telegramm aus, das über den Bus an die zuständigen Aktoren geht. MDT bietet die Serien BE-GTL Light, BE-GT20/GT2T Smart II sowie BE-GT0x/GTT Plus in verschiedenen Ausbaustufen an.
Wichtig ist die Abgrenzung zur Aktorik: Ein Taster oder Melder löst nur aus – er sendet ein Telegramm, schaltet aber selbst keine Last. Das eigentliche Schalten übernimmt der Aktor, etwa ein Schalt- oder Heizungsaktor im Verteiler. Der Glastaster ist damit die Schnittstelle zwischen Mensch und Bus, während die tatsächliche Leistung im Feld beim Aktor liegt. Diese Trennung ist typisch für KNX und macht die Planung flexibel.
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Prinzip: Der Glastaster sendet ein Telegramm auf den Bus, der Aktor schaltet die Last.
Glastaster werden in KNX ausschließlich als Unterputz-Geräte (UP) montiert und sitzen in einer Standard-Gerätedose hinter der Glasfront. Sie unterscheiden sich vor allem im Anzeigeumfang: Die BE-GTL Light kommt mit 1, 2 oder 4 Tastfunktionen und RGBW-Status-LEDs, hat aber kein Display. Die Smart II (BE-GT20/GT2T) bietet ein Farbdisplay, auf dem Werte, Icons und Zustände dargestellt werden – deutlich mehr Bedienkomfort bei höherem Preis.
Bei der Belegung nutzt die Smart II ihre 6 Sensorflächen flexibel als 4-, 6-, 8- oder 12-fach-Taster und erreicht so bis zu 12 Funktionen auf 3 Ebenen. Modelle mit T-Suffix wie die BE-GT2TW.02 oder BE-GT2TS.02S bringen zusätzlich einen integrierten Temperatursensor mit, der zusammen mit dem Heizungsaktor AKH die Raumtemperaturregelung übernimmt. Für reine Visualisierung gibt es das separate Bedientableau BE-GTS/GTSP mit Farb-Touch.
Typischer Einsatzort ist die Wand neben der Tür oder am Bett: Licht dimmen, Jalousien fahren, Szenen abrufen oder die Raumtemperatur einstellen. Die BE-GTL Light eignet sich für einfache, günstige Bedienstellen mit klarer Statusanzeige über die RGBW-LEDs. Wo du mehr Funktionen bündeln oder Werte und Icons ablesen willst – etwa im Wohnbereich oder am zentralen Eingang – spielt die Smart II mit Farbdisplay ihre Stärken aus. T-Varianten übernehmen zusätzlich die Einzelraumregelung der Heizung.
Die BE-GTL Light zeigt Zustände nur über RGBW-Status-LEDs und ist deutlich günstiger. Die Smart II bietet ein Farbdisplay, auf dem sich Messwerte, Icons und Funktionsbezeichnungen darstellen lassen. Entscheide nach Bedienkomfort: Für einfaches Schalten und Dimmen reicht die Light, für ablesbare Werte und viele Funktionen lohnt die Smart II.
Die Smart II nutzt ihre 6 Sensorflächen wahlweise als 4-, 6-, 8- oder 12-fach-Taster und erreicht bis zu 12 Funktionen auf 3 Ebenen. Mehr Funktionen bedeuten aber auch mehr Erklärungsbedarf. Wähle die Ausbaustufe so, dass die wichtigsten Bedienungen ohne Nachdenken erreichbar bleiben.
Das T-Suffix, etwa bei der BE-GT2TW.02, kennzeichnet einen integrierten Temperatursensor. Zusammen mit dem Heizungsaktor AKH arbeitet der Taster dann als Raumtemperaturregler. Wenn du im Raum ohnehin die Heizung regeln willst, sparst du dir mit der T-Variante einen separaten Regler.
Die MDT-Serien unterscheiden sich vor allem entlang weniger Achsen: Anzeige (nur Status-LEDs bei der Light gegenüber Farbdisplay bei der Smart II und Plus), Anzahl der nutzbaren Tastfunktionen, das Vorhandensein eines Temperatursensors (T-Suffix), die Gehäusefarbe weiß oder schwarz sowie die Rahmengröße 55 oder 63 mm. Die folgende Tabelle stellt die Ausbaustufen gegenüber, damit du die passende Serie für deine Bedienstelle findest.
1/2/4-fach mit RGBW-Status-LEDs, kein Display — günstiger Einstieg.
Farbdisplay, 6 Flächen als 4/6/8/12-fach, GT2T mit Temperatursensor.
4/8-fach, GTT mit Temperatursensor — mehr Tasten ohne Display.
| Modell (MPN) | Tier | Tasten | Display | Temp.-Sensor | Farbe | Preis | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BE-GT2TW.02 ★ | Smart II | 4/6/8/12 | Farbdisplay | ja | weiß | – | |
| BE-GT2TS.02S | Smart II | 4/6/8/12 | Farbdisplay | ja | schwarz | – |
Preise brutto, tagesaktuell aus dem Shop.
Der häufigste Fehler ist eine Überladung des Tasters: Zu viele Funktionen auf zu vielen Ebenen wirken für den Planer logisch, überfordern aber Gäste, Kinder und ältere Nutzer. Wer erst durch drei Ebenen blättern muss, um das Deckenlicht einzuschalten, empfindet das Smart Home als kompliziert statt komfortabel.
Die Lösung liegt in der Planung: Lege Belegung und Beschriftung vorab fest und halte die Standardtasten intuitiv – etwa Licht und Beschattung auf der ersten Ebene, Sonderfunktionen tiefer. Nutze die 12 Funktionen der Smart II bewusst dosiert, statt sie nur auszureizen, weil sie verfügbar sind.
Die Inbetriebnahme erfolgt in der ETS über die produktspezifische Applikation von MDT. Nach dem Import des Katalogeintrags parametrierst du die Sensorflächen, legst die Ebenen und Funktionen fest und ordnest Gruppenadressen zu. Bei den T-Varianten aktivierst du zusätzlich den Temperatursensor und die Reglerfunktion für das Zusammenspiel mit dem Heizungsaktor AKH. Alle Details zu den Parametern findest du im zugehörigen Datenblatt und Handbuch. Das Datenblatt findest du im MDT-Handbuch (PDF).
Video: Dein ganzes Gebäude auf einem KNX-Panel! | MDT Technologies · Kanal: MDT technologies
Ein Glastaster ist ein vollwertiges Busgerät mit eigener Applikation, Status-LEDs oder Display. Eine Tasterschnittstelle bindet dagegen konventionelle Taster an KNX an – günstiger, aber ohne Anzeige und Komfort. Für neue, hochwertige Bedienstellen ist der Glastaster erste Wahl, die Schnittstelle eher für Bestandstaster.
Die BE-GTL Light zeigt Zustände nur über RGBW-Status-LEDs und ist preiswert. Die Smart II bietet ein Farbdisplay mit Werten und Icons. Reicht dir das Schalten und eine einfache Statusanzeige, nimm die Light. Willst du Temperaturen, Szenen oder Symbole ablesen, lohnt sich die Smart II.
Die Smart II kann bis zu 12 Funktionen auf 3 Ebenen abbilden. Technisch möglich heißt aber nicht sinnvoll: Für gute Bedienbarkeit sollten die wichtigsten Funktionen ohne Ebenenwechsel erreichbar sein. Plane die ersten Tasten für Alltagsfunktionen und verlege Sonderfälle auf tiefere Ebenen.
Das T-Suffix, etwa bei der BE-GT2TW.02, bedeutet einen integrierten Temperatursensor. In Kombination mit dem Heizungsaktor AKH wird der Taster zum Raumtemperaturregler. Willst du im Raum die Heizung regeln, ist die T-Variante praktisch und spart einen separaten Regler. Ohne Heizungsregelung genügt das Standardmodell.
MDT-Glastaster gibt es in weiß (W) und schwarz (S) sowie in den Rahmengrößen 55 und 63 mm. Achte darauf, dass Größe und Farbe zum vorhandenen Schalterdesign passen. Die 55-mm-Variante orientiert sich am gängigen Standardmaß vieler Schalterprogramme.
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