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Busch-free@home

Busch-free@home: das Smart-Home-System von Busch-Jaeger (inkl. free@home vs. KNX)

Busch-free@home ist das Smart-Home-System von Busch-Jaeger (ABB): Licht, Jalousien, Heizung, Szenen und Türkommunikation laufen über eine Zentrale, den System Access Point. Diese Seite erklärt Aufbau, Bedienwege, verdrahtete und wireless Installation sowie den ehrlichen Vergleich free@home vs. KNX.

1879Busch-Jaeger, Lüdenscheid, heute Teil von ABB
1x SAPSystem Access Point als Zentrale fürs ganze System
2 Wegeverdrahtet (2-Draht Bus) oder wireless per Funk
ohne ETSEinrichtung per Browser/App statt KNX-Projektierung

Busch-free@home ist die hauseigene Smart-Home-Lösung von Busch-Jaeger, dem 1879 in Lüdenscheid gegründeten Elektroinstallations-Spezialisten und heutigen Teil des ABB-Konzerns. Das System bündelt Licht, Jalousie und Beschattung, Heizung und Klima, Szenen sowie die Türkommunikation (über die Anbindung an Busch-Welcome) in einer durchgängigen Bedienung, vom Taster an der Wand bis zur App auf dem Smartphone.

Der große Reiz: free@home lässt sich ohne die KNX-Projektierungssoftware ETS in Betrieb nehmen. Die Zentrale, der System Access Point, wird einfach per Browser oder App eingerichtet. Wer im Bestand nachrüsten will, nutzt die wireless (Funk-)Variante; im Neubau oder bei der Sanierung wird verdrahtet über den 2-Draht-Bus installiert. Beide Wege lassen sich am selben System Access Point betreiben und sogar mischen.

Kurz & knapp

  • Busch-free@home ist das hauseigene Smart-Home-System von Busch-Jaeger (ABB) für Licht, Beschattung, Heizung/Klima, Szenen und Türkommunikation.
  • Herzstück ist der System Access Point (SAP): Zentrale und Gateway, eingerichtet per Browser/App, ganz ohne ETS.
  • Bedient wird per Busch-free@home App, per SmartTouch-Panel oder klassisch am Sensor/Taster an der Wand.
  • Zwei Installationswege am selben SAP: verdrahtet (2-Draht Bus) für Neubau/Sanierung, wireless (Funk) zum Nachrüsten im Bestand.
  • free@home vs. KNX: free@home ist einfacher und herstellergebunden (ideal EFH/Wohnung); KNX ist offener Standard mit 500+ Herstellern, ETS und maximaler Tiefe für große Objekte.
  • free@home ist per KNX-Gateway an KNX anbindbar, bleibt im Kern aber ein eigenständiges System.

1Was ist Busch-free@home?

Busch-free@home ist ein Komplettsystem für die Gebäudeautomation im Wohnbereich. Es steuert die zentralen Gewerke eines Smart Homes aus einer Hand:

  • Licht: Schalten, Dimmen und LED-Steuerung, einzeln oder in Gruppen.
  • Jalousie & Beschattung: Rollläden, Jalousien und Markisen zeit- oder sensorgesteuert.
  • Heizung & Klima: Einzelraumregelung mit Zeitprogrammen und Präsenzlogik.
  • Szenen: mehrere Funktionen auf einen Knopfdruck, etwa Kommen, Gehen oder TV.
  • Türkommunikation: Integration von Busch-Welcome, also Klingeln, Sprechen und Türöffnen direkt in der free@home App.

Wichtig für die Kaufentscheidung: free@home ist ein herstellergebundenes System von Busch-Jaeger/ABB. Das macht die Komponenten aufeinander abgestimmt und die Bedienung vergleichsweise einfach, anders als der offene Standard KNX, den wir weiter unten ehrlich gegenüberstellen. free@home richtet sich klar an Einfamilienhäuser und Wohnungen, in denen ein durchdachtes, wartungsarmes Smart Home ohne aufwändige Fachprojektierung gewünscht ist.

2System Access Point & Bedienwege: App, SmartTouch, Sensor

Das Herzstück jeder free@home-Installation ist der System Access Point (SAP). Er ist gleichzeitig Zentrale und Gateway: Er verwaltet alle Geräte, speichert die Konfiguration und stellt einen eigenen WLAN-Access-Point bereit, über den die Einrichtung läuft.

Die Inbetriebnahme erfolgt per Browser oder App, ohne KNX-ETS. Nach dem Verbinden mit dem System Access Point werden die erkannten Sensoren und Aktoren den Räumen zugeordnet, Funktionen verknüpft und Szenen angelegt. Genau dieser Punkt macht free@home für viele Bauherren attraktiv: keine spezielle Programmiersoftware, keine Lizenz.

Für die tägliche Bedienung gibt es drei Wege, die sich frei kombinieren lassen:

  • Busch-free@home App: volle Steuerung vom Smartphone oder Tablet, lokal und bei Freigabe auch aus der Ferne.
  • SmartTouch-Panel: fest installiertes Bedientableau mit Touchdisplay als zentrale Wandbedienung für Räume, Szenen und Türkommunikation.
  • Sensor/Taster an der Wand: klassische, haptische Bedienung über die Sensoreinheiten, ganz ohne Smartphone.
Praxis-Tipp: Planen Sie neben App und Panel bewusst genügend klassische Wandtaster ein. Gäste und Familienmitglieder erwarten an der Tür einen echten Taster, die App ist eine Komfort-Ergänzung, kein Ersatz.

3Verdrahtet oder wireless: 2-Draht-Bus vs. Funk nachrüsten

free@home kennt zwei Installationswege, die denselben System Access Point nutzen und damit dieselbe Bedienung teilen:

Merkmal Verdrahtet (free@home bus, 2-Draht) Wireless (free@home wireless / Funk)
Ideal für Neubau & Sanierung mit offener Wand Nachrüsten im Bestand ohne Stemmen
Verkabelung zusätzliche 2-Draht-Busleitung keine Busleitung nötig, Funkverbindung
Stabilität maximal robust, störungsarm abhängig von Funkreichweite und Baustruktur
Erweiterung bei Planung sehr flexibel einfach punktuell erweiterbar

Beim verdrahteten Weg wird zusätzlich zur 230-V-Installation eine 2-Draht-Busleitung verlegt. Das ist die erste Wahl im Neubau und bei der Kernsanierung, weil es maximal robust und zukunftssicher ist. Aktoren sitzen wahlweise als Reiheneinbaugeräte (REG) in der Verteilung oder als Unterputz-Einsätze in der Dose.

Beim wireless Weg (Stichwort free@home nachrüsten) kommunizieren die Geräte per Funk, ideal, wenn keine Busleitung nachträglich verlegt werden soll. Hier kommen die kompakten flex-Einsätze und Funk-Bedienelemente unter Putz zum Einsatz, etwa ein LED-Tastdimmer- oder ein Relais-Einsatz hinter dem vorhandenen Schalter.

Gut zu wissen: Verdrahtet und wireless lassen sich mischen. Im Altbau kann das Erdgeschoss saniert und verdrahtet werden, während einzelne Räume im Obergeschoss per Funk nachgerüstet werden, alles am selben System Access Point.

4free@home vs. KNX: der ehrliche Vergleich

Die wichtigste Frage vor dem Kauf lautet oft: free@home oder KNX? Beide sind im ABB-Umfeld zu Hause, verfolgen aber unterschiedliche Philosophien. Die ehrliche Gegenüberstellung:

Kriterium Busch-free@home KNX
Standard Herstellersystem von Busch-Jaeger/ABB offener, herstellerneutraler Weltstandard
Einrichtung / ETS per Browser/App über den SAP, ohne ETS Projektierung mit ETS-Software durch den Fachbetrieb
Herstellerbindung an Busch-Jaeger/ABB gebunden 500+ Hersteller frei kombinierbar
Skalierung EFH & Wohnung, überschaubare Projekte von der Wohnung bis zum Großobjekt
Zielobjekt Wohnbau, Nachrüstung, einfache Bedienung anspruchsvolle, große und tiefe Integrationen

Kurz gesagt: free@home punktet mit Einfachheit und schneller Inbetriebnahme ohne Spezialsoftware, perfekt für das eigene Haus oder die Wohnung. KNX spielt seine Stärken bei Offenheit, Herstellervielfalt und maximaler Tiefe aus, verlangt dafür aber ETS-Know-how und einen erfahrenen Fachbetrieb. free@home lässt sich über ein KNX-Gateway an KNX anbinden, bleibt im Kern jedoch ein eigenständiges System, es wird dadurch kein vollwertiges KNX.

Wer maximale Offenheit und einen herstellerübergreifenden Standard sucht, findet in unserer MDT-Markenwelt passende KNX-Komponenten. Wer das einfachere, abgestimmte System bevorzugt, ist bei free@home richtig.

5Komponenten & lieferbare Produkte

Ein free@home-System setzt sich aus wenigen Bausteinen zusammen. Hier die wichtigsten Komponenten samt real bei smartkram lieferbarer Produkte (Preise ca. netto):

  • System Access Point: die Zentrale, ohne ihn läuft nichts.
  • Sensoreinheiten (1-/2-/mehrfach): die Wandbedienung, z. B. Sensoreinheit 1-fach 6221/1.0 (~42 €) und Sensoreinheit 2-fach 6221/2.0 (~48 €).
  • flex-Einsätze (Unterputz): LED-Tastdimmer-Einsatz flex 64851 (~55 €) zum Dimmen und Relais-Einsatz flex 64811 (~45 €) zum Schalten, ideal zum Nachrüsten.
  • Funk-Bedienelemente: Bedienelement flex 1-fach wireless 62711 (~28 €) für die drahtlose Bedienung im Bestand.
  • SmartTouch-Bedientableau: Touch-Panel für die Wand als zentrale Bedienung (SmartTouch Unterputz, ~860 €).
Hinweis zum SmartTouch: Das SmartTouch-Bedientableau gibt es in Varianten für free@home und für KNX. Achten Sie beim Kauf auf die zu Ihrem System passende Ausführung, bei Fragen hilft unser Team weiter.

Alle verfügbaren Komponenten finden Sie in unserer Busch-Jaeger Produktkategorie. Aktoren gibt es sowohl als Reiheneinbaugeräte (REG) für die Verteilung als auch als Unterputz-flex-Einsätze für die Dose.

6Planung & Einstieg: Für wen lohnt sich free@home?

Ob sich free@home lohnt, hängt vom Objekt und den Ansprüchen ab. Eine ehrliche Orientierung:

  • Neubau/Sanierung, offene Wand: verdrahtet über den 2-Draht-Bus planen, robust und zukunftssicher.
  • Bestand ohne Stemmen: wireless nachrüsten mit flex-Einsätzen und Funk-Bedienelementen.
  • Einfache Bedienung gewünscht, ein Hersteller genügt: free@home ist die pragmatische Wahl.
  • Maximale Offenheit, große oder komplexe Objekte: KNX prüfen (siehe Vergleich oben).

Der typische Einstieg: System Access Point plus die Gewerke, die den größten Alltagsnutzen bringen, meist Licht und Beschattung, oft ergänzt um die Türkommunikation via Busch-Welcome. Das System lässt sich später Schritt für Schritt erweitern.

Für Planung und die passende Komponentenauswahl lohnt der Blick in die gesamte Busch-Jaeger Markenwelt. Die Installation selbst sollte, besonders beim verdrahteten Weg und bei Arbeiten an 230 V, ein Elektrofachbetrieb übernehmen.

Einsteiger-Tipp: Fangen Sie mit einem klar umrissenen Bereich an, etwa Wohnzimmer-Licht plus Beschattung. So sammeln Sie Erfahrung, bevor Sie das System aufs ganze Haus ausweiten.

7Häufige Fragen

Was ist Busch-free@home?
Busch-free@home ist das hauseigene Smart-Home-System von Busch-Jaeger (Teil von ABB). Es steuert Licht, Jalousie und Beschattung, Heizung und Klima, Szenen sowie die Türkommunikation (über Busch-Welcome) zentral über den System Access Point und wird per App, SmartTouch-Panel oder Wandtaster bedient.
Was ist der System Access Point (SAP)?
Der System Access Point ist Zentrale und Gateway von free@home. Er verwaltet alle Geräte, speichert die Konfiguration und stellt einen WLAN-Access-Point für die Einrichtung bereit. Die Inbetriebnahme läuft per Browser oder App, ganz ohne die KNX-Software ETS.
free@home oder KNX: was ist besser?
Das hängt vom Projekt ab. free@home ist einfacher, herstellergebunden (Busch-Jaeger/ABB) und ohne ETS einzurichten, ideal für Einfamilienhaus und Wohnung. KNX ist ein offener Standard mit über 500 Herstellern, ETS-Projektierung und maximaler Tiefe, die erste Wahl für große und anspruchsvolle Objekte.
Kann ich Busch-free@home nachrüsten?
Ja. Für den Bestand gibt es die wireless (Funk-)Variante. Mit flex-Einsätzen und Funk-Bedienelementen unter Putz lässt sich free@home nachrüsten, ohne eine Busleitung nachträglich verlegen zu müssen. Verdrahtete und wireless Komponenten laufen am selben System Access Point und lassen sich mischen.
Brauche ich für free@home die KNX-Software ETS?
Nein. free@home wird per Browser oder App über den System Access Point eingerichtet, ohne ETS und ohne Lizenz. Genau das ist der Unterschied zu KNX, das mit der ETS-Software projektiert wird.
Lässt sich free@home mit KNX verbinden?
Ja, über ein KNX-Gateway von ABB ist eine Anbindung an KNX möglich. free@home bleibt dabei aber im Kern ein eigenständiges System und wird nicht zu vollwertigem KNX. Wer von Anfang an einen offenen Standard braucht, sollte KNX prüfen.
Welche Bedienmöglichkeiten bietet free@home?
Drei Wege, frei kombinierbar: die Busch-free@home App auf Smartphone/Tablet, ein fest installiertes SmartTouch-Bedientableau an der Wand und klassische Sensoren/Taster. So lässt sich Komfort per App mit gewohnter Wandbedienung verbinden.

8Passende Busch-Jaeger-Produkte im Shop

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