Ratgeber · Schutz & Verteilung
Mit einem Stromstoßschalter schaltest du Licht bequem von beliebig vielen Stellen – ganz ohne aufwändige Wechsel- oder Kreuzschaltung. Wir zeigen dir, welches Eltako-Modell (ES, ESR, TLZ, EGS oder die kompakte S-Reihe) zu deiner Installation passt.

Die Auswahl läuft im Kern über vier Fragen: Wo wird eingebaut (Hutschiene oder Unterputz)? Mit welcher Steuerspannung wird getastet (fest oder gemischt)? Soll das Licht dauerhaft an bleiben oder nach einer Zeit ausgehen? Und wie viele Kreise sollen gleichzeitig schalten? Die folgende Tabelle stellt die wichtigsten Modelle gegenüber.
| Modell | Bauform / Reihe | Steuerspannung | Kontakte | Strom | Einsatz | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| ES61-UC | Reihe 61 (UP / Verteiler) | 8–230 V UC | 1S | 16 A | Flexibel, kompakt | 31,14 € |
| ES12DX-UC | Reihe 12 (Hutschiene) | UC | 1S | 16 A | Zentral im Verteiler | 30,59 € |
| ESR12NP-230V+UC | Reihe 12 (Hutschiene) | 230 V + UC | 1S | 16 A | nicht potentialfrei | 32,18 € |
| ESR61NP-230V+UC | Reihe 61 (UP / Verteiler) | 230 V + UC | 1S | 10 A | kleinere Kreise | 31,26 € |
| TLZ61NP-230V+UC | Reihe 61 (UP / Verteiler) | 8–230 V UC | 1S | 16 A | Treppenlicht mit Nachlauf | 31,80 € |
| EGS12Z2-UC | Reihe 12 (Hutschiene) | UC | – | – | Gruppen-/Zentralschaltung | 52,50 € |
| S09-230V | S-Reihe | 230 V | 1S | 16 A | feste Spannung, günstig | 19,96 € |
| S09-12V | S-Reihe | 12 V | 1S | 16 A | feste Spannung, günstig | 18,30 € |
| S12-100-24V DC | S-Reihe | 24 V DC | 1S | 16 A | DC-Steuerung | 18,37 € |
| S12-400-230V | S-Reihe | 230 V | 4S | 16 A | vier Kreise gleichzeitig | 31,37 € |
Als Faustregel: Bist du dir bei der Steuerspannung unsicher oder mischt du im Bestand, nimm ein UC-Modell. Steht die Spannung fest und zählt der Preis, ist die S-Reihe die sparsame Alternative. Für den Verteiler wählst du Reihe 12, für die enge Dose Reihe 61. Und wo Licht von selbst ausgehen soll, führt am Zeitschalter TLZ61 kein Weg vorbei.
Ein Stromstoßschalter – oft auch Impuls- oder Fernschalter genannt – ist ein bistabiles Relais: Es behält seinen Schaltzustand bei, bis der nächste Impuls kommt. Statt eines Schalters, der dauerhaft „hält", drückst du nur kurz einen Taster. Der erste Impuls schaltet ein, der nächste wieder aus. Weil dazu jeweils nur ein kurzer Tastimpuls nötig ist, kannst du beliebig viele Taster einfach parallel anklemmen.
Genau das ist der große Vorteil gegenüber der klassischen Wechsel- oder Kreuzschaltung: Willst du eine Leuchte von drei, vier oder mehr Stellen aus bedienen – etwa im Flur, im Treppenhaus oder in einem großen Raum – wird eine reine Schalterverdrahtung schnell aufwendig. Mit einem Stromstoßschalter reicht eine gemeinsame Steuerleitung zu allen Tastern. Das Bauteil selbst sitzt zentral im Verteiler oder in einer Unterputzdose, während an den Bedienstellen nur einfache Taster hängen.
Der Zusatz UC steht bei Eltako für Universalspannung. Ein UC-Gerät akzeptiert seine Steuerspannung sowohl als Wechsel- (AC) als auch als Gleichspannung (DC) und deckt dabei einen weiten Bereich von 8 bis 230 V ab. Das macht diese Modelle sehr flexibel: Ob deine Taster mit 230 V, 24 V oder 12 V versorgt werden – ein UC-Schalter wie der ES61-UC spielt in allen Fällen mit.
Demgegenüber stehen die spannungsspezifischen Geräte der S-Reihe, die auf eine feste Steuerspannung ausgelegt sind: Der S09-230V erwartet 230 V, der S09-12V arbeitet mit 12 V und der S12-100-24V DC mit 24 V Gleichspannung. Diese Varianten sind meist etwas günstiger und eine gute Wahl, wenn die Steuerspannung in deiner Anlage ohnehin feststeht. Wer sich nicht festlegen will oder eine gemischte Installation hat, fährt mit den UC-Modellen auf der sicheren Seite.
Eltako unterscheidet seine Installationsrelais grob in zwei Baureihen, und die Wahl hängt schlicht vom Einbauort ab. Die Reihe 12 sind klassische Reiheneinbaugeräte für die Hutschiene (DIN-Schiene) im Verteiler – dazu zählen der ES12DX-UC und der ESR12NP-230V+UC. Sie sind die richtige Wahl, wenn du zentral im Sicherungskasten schaltest und dort Platz auf der Schiene hast.
Die Reihe 61 ist dagegen besonders kompakt gebaut. Diese Mini-Schalter passen nicht nur in den Verteiler, sondern auch in eine tiefe Unterputzdose – etwa direkt hinter einen Taster oder eine Leuchte. Der ES61-UC und der ESR61NP-230V+UC sind so die pragmatische Lösung für den Bestand, wenn kein Platz im Verteiler frei ist oder die Steuerleitung ohnehin an einer Dezentrale zusammenläuft.
Ein weiteres Detail steckt im Kürzel NP: Diese Ausführungen sind „nicht potentialfrei", der Schaltkontakt liegt also auf einer Seite bereits an einem Bezugspotential. Für normale Beleuchtungskreise ist das der Standardfall. Brauchst du einen frei verfügbaren, unabhängigen Kontakt, achte gezielt auf eine potentialfreie Variante.
In der Praxis sortierst du die reinen Ein-/Aus-Stromstoßschalter nach Steuerspannung, Bauform und Kontaktzahl. Während die 16-A-Standardmodelle für typische Lichtkreise locker reichen, ist der ESR61NP-230V+UC mit seinen 10 A für kleinere Kreise gedacht. Willst du dagegen mit einem Impuls mehrere getrennte Stromkreise gleichzeitig schalten – etwa eine ganze Deckenlichtreihe in einem Rutsch –, greifst du zum S12-400-230V mit vier Schließern (4S).
Soll das Licht nicht dauerhaft brennen, sondern nach einer eingestellten Zeit von selbst wieder ausgehen, brauchst du keinen reinen Stromstoßschalter, sondern einen Treppenlicht-Zeitschalter. Der TLZ61NP-230V+UC ist genau dafür gebaut: Ein Tastendruck schaltet ein, nach Ablauf der Nachlaufzeit fällt das Licht automatisch ab – niemand soll (oder muss) ans Ausschalten denken. Dank Universalspannung lässt er sich zudem mit denselben Tastern ansteuern wie die übrigen UC-Modelle.
Wenn du nicht nur eine Leuchte, sondern mehrere Kreise gemeinsam als Gruppe steuern möchtest, kommt der Stromstoß-Gruppenschalter EGS12Z2-UC ins Spiel. Er steuert mehrere Stromstoßschalter koordiniert an, statt dass du jeden Kreis einzeln bedienst – die saubere Lösung, wenn eine Zentral-Aus-Funktion oder das gebündelte Schalten mehrerer Räume gefragt ist.
Ein normaler Schalter hält seinen Zustand mechanisch – du musst ihn wieder umlegen, um auszuschalten. Ein Stromstoßschalter wird über kurze Tasterimpulse umgeschaltet und merkt sich den Zustand elektrisch. Dadurch kannst du beliebig viele Taster parallel anschließen und dieselbe Leuchte von vielen Stellen bedienen.
UC steht für Universalspannung. Solche Geräte akzeptieren ihre Steuerspannung sowohl als Wechsel- als auch als Gleichspannung und decken einen weiten Bereich von 8 bis 230 V ab. Ein UC-Modell wie der ES61-UC lässt sich damit an nahezu jede vorhandene Tasterspannung anschließen.
Die Reihe 12 sind Reiheneinbaugeräte für die Hutschiene im Verteiler. Die Reihe 61 ist kompakter und passt zusätzlich in eine tiefe Unterputzdose, etwa hinter einen Taster. Hast du Platz im Sicherungskasten, nimm Reihe 12; im Bestand ohne freien Platz ist Reihe 61 oft praktischer.
Immer dann, wenn das Licht nach einer bestimmten Zeit automatisch wieder ausgehen soll. Der TLZ61NP-230V+UC schaltet auf Tastendruck ein und fällt nach der eingestellten Nachlaufzeit selbstständig ab – ideal für Treppenhaus, Keller und Flur.
NP heißt „nicht potentialfrei": Der Schaltkontakt liegt auf einer Seite bereits an einem Bezugspotential. Für gewöhnliche Beleuchtungskreise ist das der Normalfall. Brauchst du einen unabhängigen, frei belegbaren Kontakt, solltest du gezielt eine potentialfreie Ausführung wählen.
Ja. Modelle mit mehreren Schließern wie der S12-400-230V (4S) schalten mit einem Impuls vier Kreise zugleich. Sollen ganze Gruppen koordiniert geschaltet werden, übernimmt das der Gruppenschalter EGS12Z2-UC.
Die S-Reihe (z. B. S09-230V, S09-12V, S12-100-24V DC) ist auf eine feste Steuerspannung ausgelegt und dadurch einfacher aufgebaut. Wenn die Spannung in deiner Anlage feststeht, sparst du damit gegenüber den flexiblen UC-Universalmodellen. Bei gemischten oder unklaren Spannungen sind die UC-Geräte die sichere Wahl.
Die meisten Modelle schalten einen Schließer mit 16 A, was für typische Beleuchtungslasten ausreicht. Der ESR61NP-230V+UC ist auf 10 A ausgelegt und damit für kleinere Kreise gedacht. Bei größeren oder besonderen Lasten lohnt immer ein Blick in das jeweilige Herstellerdatenblatt.
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