Ratgeber · Beleuchtung
Geht im Gebäude plötzlich das Licht aus, müssen Mitarbeiter, Kunden und Besucher trotzdem sicher nach draußen finden. Genau dafür gibt es Notbeleuchtung: Rettungszeichenleuchten zeigen die Richtung zum Ausgang, Sicherheitsleuchten machen den Weg dorthin sichtbar. Hier erfährst du, wie sich die beiden Leuchtentypen unterscheiden, was hinter dem Begriff Einzelbatterie steckt und welche Leuchten und Komponenten von Legrand und ESYLUX du bei uns findest – als Vorbereitung auf das Gespräch mit deinem Fachplaner.

Vierzehn Positionen, drei Aufgabenfelder: Rettungszeichenleuchten von ESYLUX für die Fluchtwegkennzeichnung, Sicherheitsleuchten von Legrand – die URA-ONE-Reihe und eine BTicino-LivingNow-Leuchte – für die Beleuchtung, dazu Überwachungskomponenten und Ersatzteile für den laufenden Betrieb. Alle Zahlenangaben in der Tabelle stammen direkt aus den Produktbezeichnungen.
Stell dir eine nächtliche Evakuierung vor: Ohne Kennzeichnung weißt du nicht, in welche Richtung du laufen sollst – und ohne Licht siehst du Treppenstufen, Türen und Hindernisse nicht. Die Rettungszeichenleuchte löst das erste Problem: Sie macht das grüne Rettungszeichen sichtbar und weist die Richtung, auch wenn die Allgemeinbeleuchtung ausgefallen ist. Die Sicherheitsleuchte löst das zweite Problem: Sie spendet dem Weg selbst Licht, damit niemand stürzt oder stehen bleibt.
In der Praxis werden beide Typen kombiniert: An Abzweigungen, Türen und Richtungswechseln hängen Rettungszeichenleuchten wie die ESYLUX ELX oder SLX, entlang der Wege sorgen Sicherheitsleuchten wie die Legrand URA ONE für Helligkeit. Wo genau welche Leuchte sitzt und wie viele es sein müssen, ist Planungsarbeit – dafür ist der Fachplaner da.
Wenn du nach einer Sicherheitsleuchte mit Einzelbatterie suchst, meinst du damit ein Versorgungskonzept: Die Leuchte hat ihren Energiespeicher direkt an Bord und schaltet bei Stromausfall auf Batteriebetrieb um. Der Charme dieses Ansatzes liegt in der Unabhängigkeit – fällt irgendwo eine Komponente aus, betrifft das nur die eine Leuchte, nicht das ganze System. Bei zentral versorgten Anlagen sitzt der Energiespeicher dagegen an einer Stelle im Gebäude und versorgt viele Leuchten gemeinsam, was wiederum Wartung und Prüfung bündelt.
Dass viele Sicherheitsleuchten ihre Energieversorgung im Gehäuse tragen, zeigt schon ein Blick auf das Ersatzteilsortiment: Für Legrand-Sicherheitsleuchten gibt es Ersatzakkus, die den gealterten Energiespeicher der Leuchte ersetzen. Ob ein konkretes Modell als Einzelbatterie-Leuchte ausgeführt ist, entnimmst du der jeweiligen Produktseite – und welches Versorgungskonzept für dein Objekt insgesamt sinnvoll ist, gehört ins Planungsgespräch.
Für die Beleuchtung von Fluchtwegen in Gewerbeobjekten steht die URA-ONE-Reihe von Legrand bereit – als Standard-Sicherheitsleuchten in vier Varianten: die URA ONE 661622 mit 160lm/1h (70,08 €), die URA ONE 661632 mit 160lm/1h (100,59 €), die URA ONE 661634 mit 350lm/1h (116,45 €) und die URA ONE 661640 mit 100lm/3h (125,41 €). Die Stundenangabe im Namen nennt die Betriebsdauer im Notbetrieb, die Lumen-Angabe den Lichtstrom – beides Werte, die der Fachplaner deinem Fluchtwegkonzept zuordnet. Du musst also nicht raten, welche Variante die richtige ist: Die Leuchtenliste kommt aus der Planung, die Bestellung machst du dann bei uns.
Auf der Kennzeichnungsseite hat ESYLUX zwei Rettungszeichenleuchten im Sortiment: die ELX-Variante (69,86 €) und die SLX-Variante (76,66 €), beide laut Produktbezeichnung mit 3/8h-Angabe. Und wenn du einzelne Bereiche mit einem Licht ergänzen willst, das bei Stromausfall anspringt, ist die BTicino K4381 LivingNow LED-Sicherheitsleuchte (75,40 €) einen Blick wert – ob und wo sie in dein Konzept passt, klärst du mit deinem Planer.
In einem kleinen Laden mit einer Handvoll Leuchten ist der Kontrollgang schnell erledigt. In einem Bürogebäude, einer Produktionshalle oder einem Hotel sieht das anders aus: Dutzende oder Hunderte Leuchten verteilen sich über Flure, Treppenhäuser und Nebenräume – und jede einzelne muss im Ernstfall funktionieren. Hier setzt die zentrale Überwachung an: Statt jede Leuchte einzeln abzulaufen, läuft der Status an einer Stelle zusammen.
Legrand hat dafür mehrere Bausteine im Programm: die klassische Überwachungszentrale, eine Variante mit Touchscreen und eine Software-Lösung. Für wachsende Objekte gibt es das Erweiterungsmodul, das die Überwachung laut Produktbezeichnung um 250 weitere Sicherheitsleuchten ergänzt. Welche Kombination zu deinem Bestand passt und welche Leuchten sich einbinden lassen, ist ein Fall fürs Planungsgespräch – die Investition lohnt sich dort, wo regelmäßige Kontrollen sonst viel Arbeitszeit kosten.
Eine Notleuchte, deren Akku schlappmacht, ist im Ernstfall wertlos – und genau deshalb gehört der Blick auf die Energiespeicher zum laufenden Betrieb dazu. Die gute Nachricht: Du musst nicht bei jedem Kapazitätsverlust die komplette Leuchte entsorgen. Für Legrand-Sicherheitsleuchten gibt es Ersatzakkus und eine Ersatzlampe als einzelne Positionen, sodass der Techniker gezielt das tauscht, was verschlissen ist.
Für den Einkauf heißt das: Notiere dir bei der Erstbestellung die Typbezeichnungen deiner Leuchten. Wenn Jahre später ein Akku fällig wird, findest du das passende Ersatzteil dann in wenigen Minuten in der Kategorie Sicherheitsleuchten – statt erst die Altanlage detektivisch bestimmen zu müssen.
Die Rettungszeichenleuchte macht das grüne Rettungszeichen sichtbar und zeigt die Richtung zum Ausgang – sie ist der Wegweiser. Die Sicherheitsleuchte beleuchtet den Fluchtweg selbst, damit er bei Stromausfall begehbar bleibt. Beide Typen ergänzen sich und werden in der Planung kombiniert.
Der Begriff beschreibt ein Versorgungskonzept: Die Leuchte trägt ihren Energiespeicher direkt im Gehäuse und schaltet bei Netzausfall auf Batteriebetrieb um – im Gegensatz zu zentral versorgten Anlagen, bei denen ein gemeinsamer Energiespeicher mehrere Leuchten speist. Ob ein konkretes Modell so ausgeführt ist, steht auf der jeweiligen Produktseite.
Ein Fachplaner für Sicherheitsbeleuchtung. Er ermittelt anhand von Gebäude, Nutzung und baurechtlichen Vorgaben, wie viele Leuchten welchen Typs wohin gehören, und erstellt eine konkrete Leuchtenliste. Mit dieser Liste bestellst du dann gezielt – und die Elektrofachkraft übernimmt den Anschluss an die feste Installation.
Diese Werte stammen direkt aus den Produktbezeichnungen: Die Lumen-Angabe nennt den Lichtstrom der Leuchte, die Stundenangabe die Betriebsdauer im Notbetrieb. Welche Kombination an welcher Stelle deines Objekts gebraucht wird, ergibt sich aus der Planung – nicht aus dem Bauchgefühl.
Sie bündelt den Status vieler Notleuchten an einer Stelle, statt dass jede Leuchte einzeln kontrolliert werden muss. Legrand bietet dazu eine Überwachungszentrale, eine Touchscreen-Ausführung und eine Überwachungssoftware an; das Erweiterungsmodul ergänzt die Überwachung laut Produktbezeichnung um 250 weitere Sicherheitsleuchten. Interessant ist das vor allem für größere Objekte mit vielen Leuchten.
Meist ist der gealterte Akku die Ursache, denn Energiespeicher verlieren im Dauerbetrieb Kapazität. Für Legrand-Sicherheitsleuchten gibt es Ersatzakkus und eine Ersatzlampe als einzelne Ersatzteile – so tauscht der Techniker gezielt die verschlissene Komponente, statt die komplette Leuchte zu ersetzen. Welches Ersatzteil passt, prüfst du anhand der Typbezeichnung deiner Leuchte.
Nein. Notbeleuchtung ist sicherheitsrelevant und wird an die feste Elektroinstallation angeschlossen – das gehört in die Hand einer qualifizierten Elektrofachkraft. Und schon davor gilt: Die Auslegung des Gesamtkonzepts übernimmt der Fachplaner. Eine falsch platzierte oder falsch angeschlossene Notleuchte schützt im Ernstfall niemanden.
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