Die Shelly-Modellnamen wirken kryptisch – dabei folgen sie einer klaren Logik: Die Ziffer sagt, wie viele Kanäle geschaltet werden, „PM" steht für Leistungsmessung, „EM" für reines Energie-Monitoring, „Mini" für die kompakte Bauform und „Gen4" für die aktuelle Generation mit Matter und Zigbee. Diese Kaufberatung führt Sie vom Use-Case direkt zum passenden Modell – inklusive Entscheidungsmatrix und der Frage, was Sie selbst planen und was in die Hände einer Elektrofachkraft gehört.
Wer die Namenslogik einmal verstanden hat, findet das richtige Modell in Sekunden. Die Bausteine sind immer gleich:
Zusätzlich tauchen bei Shelly die Familienbezeichnungen Plus, Pro und Plug auf. Vereinfacht gesagt: Plus war die Vorgänger-Ausbaustufe der heutigen Module, Pro bezeichnet Geräte für die Hutschiene im Verteiler (REG-Bauform), und Plug steht für steckerfertige Zwischenstecker, die ohne Elektroinstallation zwischen Steckdose und Gerät gesteckt werden. Die Unterputz-Module dieser Kaufberatung sind dagegen die kompakten Relais, die hinter Schalter, Steckdose oder Leuchte verbaut werden.
Fehlt in Ihrem Fall ein steckerfertiges Plug- oder ein Hutschienen-Pro-Modell? Dann greifen Sie gezielt zur passenden Bauform, statt auf ein Unterputz-Relais auszuweichen, das anders eingebaut wird.
Starten Sie bei Ihrer Aufgabe – die Matrix führt Sie zum passenden Shelly. Alle genannten Modelle sind Gen4 mit WLAN und Bluetooth; die meisten bieten zusätzlich Matter und Zigbee als Option.
| Ihr Use-Case | Empfohlenes Modell | Warum |
|---|---|---|
| Licht oder Gerät schalten, Verbrauch egal | Shelly 1 Mini Gen4 (26,19 €) | Reines Schaltrelais, 1 Kanal bis 8 A, kompakt für enge Dosen |
| Mehrere Räume auf einmal ausstatten | 1 Mini Gen4 im 2er-Pack (45,34 €) | Gleiches Relais, günstiger je Stück im Doppelpack |
| Schalten und Verbrauch messen | 1PM Mini Gen4 (28,19 €) | Mini-Bauform mit Leistungsmessung, 1 Kanal bis 8 A |
| Stärkere Last mit Messung, mehr Reserve | 1PM Gen4 (2er-Pack) (49,24 €) | Standardgröße mit Messung, 1 Kanal bis 16 A |
| Rollladen/Jalousie oder zwei getrennte Verbraucher | 2PM Gen4 (4er-Pack) (121,13 €) | Doppelrelais mit 2 Kanälen und Messung, ideal fürs ganze Haus |
| Reines Energie-Monitoring | EM Mini Gen4 (26,19 €) | Mess- und Monitoring-Modul der Mini-Reihe |
| Dimmbares Licht (LED) | Dimmer Gen4 (46,12 €) | Unterputz-Dimmer mit LED-Ansteuerung und Messfunktion |
Faustregel zur Belastbarkeit: 8 A entsprechen bei 230 V grob rund 1.800 W, 16 A rund 3.600 W – das ist eine Orientierung, maßgeblich sind Typenschild und die geplante Absicherung. Bei größeren oder mehreren Lasten gibt die Standardgröße (bis 16 A) mehr Reserve als die Mini-Variante (bis 8 A).
Die häufigste Frage beim Kauf: Brauche ich die Messfunktion? Drei Fälle helfen bei der Entscheidung.
Nur schalten – ohne „PM". Wenn Sie eine Lampe oder ein Gerät einfach nur per App, Zeitplan oder Sprachbefehl ein- und ausschalten wollen, reicht der Shelly 1 Mini Gen4 (26,19 €). Das spart gegenüber der Mess-Variante ein paar Euro und ist die richtige Wahl, wenn Sie den Stromverbrauch nicht auswerten möchten.
Schalten und messen – „PM". Wollen Sie zusätzlich sehen, wie viel Watt gerade fließen und wie viel Energie über die Zeit zusammenkommt, greifen Sie zum 1PM Mini Gen4 (28,19 €). Der Aufpreis ist klein, der Mehrwert groß: Verbrauch pro Verbraucher erkennen, Standby-Fresser aufspüren oder Geräte über Verbrauchsschwellen automatisieren. In den Warenkorb
Nur messen – „EM". Steht das Erfassen und Monitoring im Vordergrund, ist das EM Mini Gen4 (26,19 €) der Spezialist der Mini-Reihe. Es liefert die Datenbasis, wenn Sie Verbräuche transparent machen möchten, ohne primär einen Schaltvorgang zu benötigen.
Für dimmbares Licht gilt eine eigene Regel: Ein normales Schaltrelais schaltet nur ein/aus. Wollen Sie die Helligkeit stufenlos regeln, brauchen Sie den Dimmer Gen4 (46,12 €), der auf LED-Lasten ausgelegt ist und ebenfalls eine Messfunktion mitbringt.
„Gen4" ist die aktuelle Gerätegeneration. Für Sie entscheidend ist vor allem die Funkanbindung: Die Gen4-Module sprechen WLAN und Bluetooth und bieten zusätzlich Matter und Zigbee als Option. Damit lassen sie sich flexibel in verschiedene Smart-Home-Umgebungen einbinden – über den herstellerübergreifenden Standard Matter oder in ein bestehendes Zigbee-Netz.
Wer heute neu plant, ist mit Gen4 gut aufgestellt, weil die Modelle mehr Anbindungswege offenhalten als frühere Ausbaustufen. Bestehende Geräte einer älteren Generation lassen sich in der Regel weiter in derselben Shelly-App-Welt verwalten – ein kompletter Austausch nur wegen der Generation ist also nicht nötig. Achten Sie beim Kauf trotzdem auf die für Ihr Ökosystem passende Anbindung: Setzen Sie auf Matter, prüfen Sie, dass Ihre Steuerzentrale Matter unterstützt; für Zigbee brauchen Sie ein passendes Gateway in Ihrem Netz.
Die Bauform ist der zweite Hebel: Mini-Module sind für beengte Unterputzdosen gedacht, die Standardvarianten bieten mehr Leistungsreserve. Für das ganze Haus rechnet sich ein Mehrfachpack – etwa der 2PM Gen4 im 4er-Pack (121,13 €), wenn mehrere Rollläden oder Doppel-Verbraucher anstehen. In den Warenkorb
Auswahl, Verständnis und Planung liegen bei Ihnen – und dabei hilft diese Kaufberatung. Beim Einbau gilt eine klare Grenze:
Vor jedem Arbeiten an der festen Installation gilt das Freischalten nach den fünf Sicherheitsregeln (u. a. Freischalten und Spannungsfreiheit feststellen). Eine Schritt-für-Schritt-Klemmanleitung finden Sie hier bewusst nicht – die korrekte Verdrahtung, die Beachtung der einschlägigen Normen (etwa der Reihe DIN VDE 0100) sowie die Prüfung von Absicherung und Belastbarkeit übernimmt die Fachkraft. Ihre Vorarbeit ist die richtige Modellwahl: Kanalzahl, Messbedarf (PM/EM), Belastbarkeit (8 A vs. 16 A) und Bauform (Mini vs. Standard) klären Sie vorab mit dieser Übersicht und geben sie an Ihren Elektrobetrieb weiter.
Im Zweifel gilt: Lieber einmal mehr Rücksprache mit der Fachkraft halten, gerade wenn Lasttyp (etwa dimmbare LED) oder Platzverhältnisse in der Dose unklar sind.
PM steht für Power Metering, also die integrierte Leistungs- und Verbrauchsmessung des geschalteten Kanals. Ein Modell mit PM schaltet nicht nur, sondern zeigt Ihnen auch, wie viel Strom gerade fließt und über die Zeit verbraucht wird.
Mini-Module sind besonders kompakt und passen auch in enge Unterputzdosen. Die Standardvarianten sind etwas größer und bieten mehr Leistungsreserve – die Mini-Relais dieser Übersicht sind auf bis zu 8 A ausgelegt, die Standardvariante 1PM auf bis zu 16 A.
Für Rollladen und Jalousie brauchen Sie zwei Kanäle (auf und ab). Das leistet das 2PM Gen4, das als Doppelrelais mit Messfunktion ausgelegt ist – im 4er-Pack praktisch, wenn mehrere Rollläden ausgestattet werden sollen.
EM steht für Energy Monitoring. Das EM Mini Gen4 ist der Mess- und Monitoring-Spezialist der Mini-Reihe. Es ist die richtige Wahl, wenn es Ihnen vor allem darum geht, Energie transparent zu erfassen und auszuwerten.
Die Gen4-Module binden sich direkt per WLAN ins Heimnetz ein – dafür ist kein zusätzlicher Hub nötig. Wollen Sie stattdessen Matter oder Zigbee nutzen, brauchen Sie eine passende Steuerzentrale beziehungsweise ein Zigbee-Gateway in Ihrem Ökosystem.
Das hängt von der Last ab. Als grobe Orientierung entsprechen 8 A bei 230 V rund 1.800 W, 16 A rund 3.600 W. Für stärkere oder mehrere Verbraucher gibt die Standardvariante (bis 16 A) mehr Reserve. Maßgeblich sind das Typenschild des Geräts und die Absicherung – das klärt die Elektrofachkraft mit.
Auswahl und Planung übernehmen Sie selbst. Der elektrische Anschluss eines Unterputz-Moduls an die feste 230-V-Installation gehört jedoch in die Hände einer eingetragenen Elektrofachkraft. Steckerfertige Plug-Geräte dürfen Sie dagegen selbst in Betrieb nehmen.
In der Regel lassen sich Geräte verschiedener Generationen gemeinsam in derselben Shelly-App-Umgebung verwalten. Ein kompletter Austausch nur wegen der neuen Generation ist also nicht nötig. Beim Neukauf bietet Gen4 mit Matter und Zigbee aber mehr Anbindungswege.
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