Der richtige Eltako Dimmer hängt nicht am Leuchten-Design, sondern an der Last: Leuchtmittel-Typ, angeschlossene Leistung und das passende Dimmprinzip entscheiden über flimmerfreies Licht. Ein Phasendimmer für ohmsche, induktive und kapazitive Lasten (R/L/C) deckt gemischte 230-V-Leuchtmittel ab, während für Niedervolt-LED und Motoren jeweils ein eigenes Gerät gehört. Diese Auswahl treffen Sie selbst – der Einbau in die feste Installation gehört in die Hände einer Elektrofachkraft.
Ein Dimmer regelt die Helligkeit, indem er die Sinuswelle der Netzspannung in jeder Halbwelle beschneidet. Dafür gibt es zwei grundsätzliche Verfahren, und sie passen zu unterschiedlichen Lastarten.
Phasenanschnittsteuerung (leading edge) eignet sich für ohmsche (R) und induktive (L) Lasten – also klassische Glühlampen, Hochvolt-Halogen und Niedervolt-Halogen mit konventionellem, gewickeltem Trafo.
Phasenabschnittsteuerung (trailing edge) ist für kapazitive (C) Lasten gedacht – etwa elektronische Trafos und viele dimmbare LED-Retrofits.
Wird das falsche Verfahren gewählt, sind Brummen des Trafos, Flackern der Leuchte oder im ungünstigen Fall eine Beschädigung von Vorschaltgerät oder Dimmer die Folge. Genau deshalb ist die Lastart der entscheidende Auswahlparameter – nicht der Leuchtentyp allein.
Wer nicht für jeden Leuchtmittel-Typ einen eigenen Dimmer vorhalten will, greift zu einem Phasendimmer, der laut Typbezeichnung für ohmsche, induktive und kapazitive Lasten (R/L/C) ausgelegt ist. Ein Beispiel im Unterputz-Format ist der Eltako Phasendimmer DL-PD-300W-RLC (143,45 €): ein RLC-fähiger Phasendimmer mit 300 W, der über einen DALI-Steuereingang in eine gebäudeweite Lichtsteuerung eingebunden werden kann.
Zwei Punkte bleiben trotzdem in Ihrer Verantwortung: Erstens dürfen nur als dimmbar gekennzeichnete Leuchtmittel angeschlossen werden – ein nicht dimmbares LED-Netzteil wird auch am besten Dimmer nicht sauber laufen. Zweitens sollten pro Kanal möglichst gleichartige Lasten hängen; eine unnötige Mischung aus stark kapazitiven und induktiven Lasten an einem Kanal führt schneller zu Flackern oder Brummen.
Jeder Dimmer hat ein Lastfenster mit zwei Grenzen. Beide müssen eingehalten werden, sonst gibt es Ärger:
Die LED-Falle: LED-Leuchtmittel ziehen nur einen Bruchteil der Wirkleistung einer Glühlampe, belasten den Dimmer durch Einschaltströme und Blindanteile aber überproportional. Deshalb gibt der Hersteller für LED eine eigene, deutlich niedrigere zulässige Leistung an als die Nennleistung für Glüh-/Halogenlast. Rechnen Sie nie mit der reinen Watt-Summe der LED, sondern mit der im Datenblatt genannten LED-Belastbarkeit. Im Zweifel gilt: weniger Leuchten pro Kanal einplanen.
Die folgende Tabelle ordnet die häufigsten Lasten dem passenden Dimmprinzip zu. Ein RLC-Phasendimmer deckt die 230-V-Zeilen ab; Niedervolt-LED und Motoren brauchen jeweils ein eigenes Gerät.
| Leuchtmittel / Last | Charakter | Dimmprinzip | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Glühlampe, Hochvolt-Halogen 230 V | ohmsch (R) | Phasenanschnitt | unkritisch, klassischer Fall |
| NV-Halogen mit gewickeltem Trafo | induktiv (L) | Phasenanschnitt | Trafo-Grundlast beachten |
| Halogen/LED mit elektronischem Trafo | kapazitiv (C) | Phasenabschnitt | Trafo muss dimmbar sein |
| Dimmbare LED-Retrofit 230 V | meist kapazitiv | meist Phasenabschnitt | nur „dimmbar", LED-Belastbarkeit + Mindestlast prüfen |
| LED-Streifen 12/24 V DC (Konstantspannung) | Niedervolt | eigener LED-/DALI-Dimmer | nicht am 230-V-Phasendimmer |
| Motor / Lüfter | Antrieb | Motordimmer | kein Leuchtmittel-Dimmer verwenden |
Für gemischte 230-V-Lasten (R/L/C) mit Systemanbindung: Der Eltako Phasendimmer DL-PD-300W-RLC (143,45 €) dimmt ohmsche, induktive und kapazitive Lasten und lässt sich per DALI-Steuereingang in eine übergeordnete Lichtsteuerung einbinden. Er ist zusätzlich als Variante DL-PD-300W-RLC-HS (143,45 €) erhältlich. In den Warenkorb
Für Niedervolt-LED (Streifen, Konstantspannung): Hier gehört kein 230-V-Phasendimmer, sondern ein dedizierter LED-Dimmer auf die Kleinspannungsseite. Einkanalig für eine Farbe: Eltako 1-Kanal DALI-LED-Dimmer 8A DL-1CH-8A-DC12+ (75,51 €) oder die stärkere Ausführung 1-Kanal 16A DL-1CH-16A-DC12+ (89,10 €). Für mehrfarbige oder tunable-white Streifen die dreikanaligen Varianten 3-Kanal 8A DL-3CH-8A-DC12+ (86,07 €) und 3-Kanal 16A DL-3CH-16A-DC12+ (98,16 €). In den Warenkorb
Für Motoren und Lüfter ist ein Leuchtmittel-Dimmer die falsche Wahl – dafür gibt es den digital einstellbaren Eltako Motordimmer MOD12D-UC (46,43 €). In den Warenkorb
Die Auswahl, die Lastberechnung und die Planung – etwa ob am Einbauort ein Neutralleiter (N) zur Verfügung steht – können Sie selbst erledigen. Der Anschluss an die feste 230-V-Installation ist jedoch der Elektrofachkraft vorbehalten.
Vor jeder Arbeit an der Installation gelten die fünf Sicherheitsregeln: Freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, Erden und Kurzschließen sowie benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken. Diese Schritte und die normgerechte Ausführung nach DIN VDE 0100 setzt eine eingetragene Elektrofachkraft um.
Reichen Sie ihr am besten die Datenblätter der geplanten Leuchtmittel und die Summe der LED-Belastbarkeit mit – so lässt sich der passende Dimmer sauber dimensionieren und Flackern von vornherein vermeiden.
Nur Leuchtmittel mit ausdrücklichem Hinweis „dimmbar" auf Verpackung oder im Datenblatt sind für den Dimmer geeignet. Nicht dimmbare LED können am Dimmer flackern, brummen oder gar nicht erst zünden – und im ungünstigen Fall das Vorschaltgerät belasten.
Häufigste Ursachen: falsches Dimmprinzip (Anschnitt statt Abschnitt), Unterschreiten der Mindestlast durch zu wenige Leuchten oder ein nicht dimmbares Leuchtmittel. Ein RLC-Phasendimmer ist für verschiedene Lastarten ausgelegt; Mindestlast und LED-Belastbarkeit müssen Sie aber weiterhin einhalten.
Die Mindestlast ist die kleinste Leistung, die angeschlossen sein muss, damit der Dimmer sicher arbeitet. Wird sie durch wenige, sehr sparsame LED-Spots unterschritten, kann das Licht im unteren Dimmbereich flackern oder nicht sauber starten.
Ohmsche und induktive Lasten (Glühlampe, gewickelter Trafo) verlangen Phasenanschnitt, kapazitive Lasten (elektronischer Trafo, viele LED) Phasenabschnitt. Ein Phasendimmer, der laut Typbezeichnung für R/L/C-Lasten ausgelegt ist (etwa der DL-PD-300W-RLC), deckt ohmsche, induktive und kapazitive 230-V-Lasten ab.
Nein. Niedervolt-LED-Streifen (12/24 V Konstantspannung) werden auf der Kleinspannungsseite mit einem eigenen LED- bzw. DALI-Dimmer geregelt, zum Beispiel den einkanaligen oder dreikanaligen DALI-LED-Dimmern. Ein 230-V-Phasendimmer ist dafür nicht geeignet.
Nicht über die reine Watt-Summe: Maßgeblich ist die im Datenblatt genannte LED-Belastbarkeit des Dimmers, die deutlich unter der Glühlampen-Nennleistung liegt. Planen Sie im Zweifel weniger Leuchten pro Kanal ein und lassen Sie die Dimensionierung von der Elektrofachkraft prüfen.
Auswahl, Lastberechnung und Planung dürfen Sie selbst übernehmen. Der Anschluss an die feste 230-V-Installation ist einer eingetragenen Elektrofachkraft vorbehalten, die freischaltet, die fünf Sicherheitsregeln anwendet und normgerecht nach DIN VDE 0100 arbeitet.
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