
Kurz gefasst: Ein LED-Leuchtmittel wird in dieser Reihenfolge ausgewählt: Sockel, Bauform, Lichtstrom in Lumen, Lichtfarbe in Kelvin, Abstrahlwinkel und zuletzt die Frage nach der Dimmbarkeit. Watt sagt bei LED nur noch etwas über den Verbrauch aus, nicht mehr über die Helligkeit. Der Ledvance-Bestand bei uns deckt E27, E14, GU10, GU4, GU5.3 und G9 ab, mit Kolbenform, Reflektoren und Stiftsockel.
Der Sockel entscheidet, ob die Lampe überhaupt in die Fassung geht — deshalb steht er am Anfang jeder Auswahl. Unser Ledvance-Bestand deckt sechs Sockel ab: E27, E14, GU10, GU4, GU5.3 und G9. Zwei davon sind ausdrücklich als Niedervolt-Typen ausgewiesen: Die MR11 an GU4 trägt den Zusatz „Niedervolt“ im Titel, die MR16 an GU5.3 den Zusatz „NV“. Für diese beiden ist zusätzlich der vorhandene Trafo beziehungsweise Konverter zu berücksichtigen — dazu mehr im letzten Abschnitt.
Wer eine bestehende Leuchte umrüstet, schaut zuerst auf den Sockel des ausgebauten Leuchtmittels. Der zweite Blick geht auf den Bauraum: Einbauring, Schirm oder Gehäuse müssen die gewählte Bauform aufnehmen können. Der direkte Vergleich mit dem alten Leuchtmittel ist hier verlässlicher als jede Faustregel.
| Sockel | Bauformen im Bestand | Lichtfarben im Bestand | Beispiel |
|---|---|---|---|
| E27 | Kolben (CLASSIC A), Reflektor R63, R80, PAR20, PAR38, HQL LED | 827, 840, 927 | CLASSIC A P 10W 827 FR E27 () |
| E14 | Reflektor R50, PAR16 | 827 | LED R50 40 36° P 2.6W 827 E14 () |
| GU10 | Reflektor PAR16 | 827, 830, 840 | LED PAR16 35 36° P 2.6W 827 GU10 () |
| GU4 | Reflektor MR11, laut Titel Niedervolt | 827 | LED MR11 P 1.8W 827 GU4 () |
| GU5.3 | Reflektor MR16, laut Titel NV | 827 | LED MR16 20 36° P 2.6W 827 GU5.3 () |
| G9 | Stiftsockel LED PIN, klar | 827 | LED PIN G9 P 2.6W 827 Clear () |
Die Typbezeichnung ordnet die Bauform ein. Bei den R-Typen steht die Zahl nach der Normbezeichnung für den Kolbendurchmesser in Millimetern; R50 ist damit die kleinste, R80 die größte der drei geführten Reflektorgrößen. Bei den PAR-Typen folgt die Größenangabe einer eigenen Normreihe, die konkreten Maße stehen im Datenblatt des jeweiligen Typs. MR11 und MR16 sind die beiden Niedervolt-Spiegelreflektoren im Bestand.
Für die Auswahl zählen ohnehin die Angaben weiter hinten im Titel: die Wattzahl für den Verbrauch, der Lumenwert für die Helligkeit und der dreistellige Code für die Lichtfarbe.
Kolbenform (CLASSIC A) streut das Licht rundum und passt in Pendel-, Wand- und Deckenleuchten mit Schirm. Reflektoren bündeln nach vorn und gehören in Strahler, Einbauringe und Schienensysteme. Eine Kerzenform führen wir in diesem Ledvance-Bestand derzeit nicht.
Der Lichtstrom in Lumen steht bei den meisten Artikeln direkt im Titel und ist die belastbare Größe für die Frage „wie hell“. Zwei Beispiele am gleichen Sockel und in gleicher Bauform: die LED R63 40 36° P 2.9W 827 E27 () liefert 210 lm, die LED R63 60 36° P 4.8W 827 E27 () 350 lm. Wer schlicht „heller“ braucht, bleibt bei Sockel und Bauform und geht eine Lumenstufe hoch.
Für allgemeines Raumlicht an E27 ist die CLASSIC A P 10W 827 FR E27 mit 1055 lm die naheliegende Wahl (, In den Warenkorb). Daneben führen wir weitere CLASSIC-A-Varianten mit 8.5 W und 4.9 W; bei diesen beiden nennt der Titel keinen Lumenwert — den Lichtstrom entnehmen Sie dem Datenblatt des jeweiligen Typs.
Größere Lichtmengen an E27 deckt die HQL-LED-Reihe ab, laut Titel gedacht als Ersatz von HQL für Außen. Sie reicht von 1800 lm bei der HQL LED FIL V 1800LM 13W 827 E27 (19,79 EUR) bis 6000 lm bei der HQL LED P 6000LM 41W 840 E27 (90,61 EUR). Ob und wie ein vorhandenes Vorschaltgerät der Altanlage zu behandeln ist, klärt das Datenblatt des jeweiligen Typs; je nach Typ ist dafür ein Eingriff in die Leuchte nötig, und der gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
Die dreistellige Zahl im Typnamen ist der Lichtfarbcode. Nach der üblichen Normbezeichnung benennt die erste Ziffer die Farbwiedergabe-Klasse, die beiden folgenden Ziffern die Farbtemperatur in Hundert Kelvin. 827 entspricht 2700 K und damit warmweißem Licht, 830 sind 3000 K, 840 sind 4000 K und wirken neutral bis kühl. Die Kelvin-Angabe steht bei den meisten Artikeln zusätzlich ausgeschrieben im Titel.
Praktisch heißt das: Wohnräume und Schlafzimmer fahren fast immer 827 oder 830. Arbeitsflächen, Werkstatt, Hauswirtschaftsraum und Außenanlagen vertragen 840. Innerhalb eines Raumes sollte die Lichtfarbe einheitlich bleiben, sonst fällt der Unterschied an Wand und Decke sofort auf.
Die gleiche PAR16 35 36° gibt es deshalb in drei Lichtfarben bei sonst gleichen Eckdaten: 827 / 2700K (), 830 / 3000K () und 840 / 4000K ().
Der zweite Hebel ist der Abstrahlwinkel: Er entscheidet, wie eng der Lichtkegel ausfällt. Bei gleichem Lumenwert wirkt ein enger Kegel auf der beleuchteten Fläche heller, deckt dafür weniger Fläche ab. 36° ist der Standardwinkel im Reflektorbereich und passt für Akzente, Regale, Bilder und Arbeitszonen. 30° wie bei der LED PAR38 120 30° P 12W 827 E27 () bündelt noch etwas stärker und überbrückt größere Abstände, etwa bei hohen Decken.
120° ist die flächige Variante. Die LED PAR16 50 120° P 4.3W 827 GU10 () ist die richtige Wahl, wenn mehrere Einbaustrahler eine Decke gleichmäßig ausleuchten sollen, statt einzelne Lichtinseln zu setzen (In den Warenkorb). Merksatz für die Planung: enge Winkel setzen Akzente, weite Winkel machen Grundlicht.
Dimmbar ist nur, was im Titel ausdrücklich als dimmbar ausgewiesen ist. In diesem Bestand sind das die LED R80 60 36° DIM P 4.9W 927 E27 () und die LED PAR20 50 36° DIM P 6.4 927 E27 (). Beide tragen den Lichtfarbcode 927, also 2700 K in der höheren Farbwiedergabe-Klasse. Alle übrigen Typen auf dieser Seite sind nicht als dimmbar gekennzeichnet und sollten auch nicht so eingeplant werden.
Zweite Stolperstelle: Der vorhandene Dimmer muss zur LED-Last passen. LED-Lampen ziehen wenige Watt, viele ältere Dimmer haben eine Mindestlast deutlich darüber. Ähnlich bei Niedervolt: elektronische Konverter für GU4- und GU5.3-Systeme haben oft eine Mindestlast, die eine 1.8-W- oder 2.6-W-LED allein nicht erreicht. Ob der vorhandene Trafo mitspielt, muss im Einzelfall geprüft werden.
Das Wechseln eines Leuchtmittels in einer vorhandenen Fassung erfolgt im ausgeschalteten Zustand und am abgekühlten Leuchtmittel; ein Eingriff in die Installation ist dafür nicht nötig. Sobald jedoch an der festen Elektroinstallation gearbeitet wird — Dimmer tauschen, Trafo ersetzen, Vorschaltgeräte einer Altanlage umbauen — ist das Sache einer Elektrofachkraft. Wir unterstützen bei Auswahl und Planung, die Ausführung gehört in Fachhand.


Orientieren Sie sich am Lumenwert, nicht an der Wattzahl. Die CLASSIC A P 10W 827 FR E27 liefert 1055 lm und deckt den klassischen Wohnraumbedarf an einer E27-Fassung ab. Bei Reflektoren gilt dasselbe Prinzip: gleiche Bauform behalten, Lumenstufe passend wählen.
Das ist der Lichtfarbcode. Nach der üblichen Normbezeichnung steht die erste Ziffer für die Farbwiedergabe-Klasse, die beiden folgenden für die Farbtemperatur in Hundert Kelvin. 827 sind 2700 K, 830 sind 3000 K, 840 sind 4000 K. 927 sind ebenfalls 2700 K, jedoch in der höheren Farbwiedergabe-Klasse.
Nein. GU10 und GU5.3 sind unterschiedliche Sockel und nicht gegeneinander austauschbar; die MR16-Reihe für GU5.3 ist im Titel zusätzlich als NV gekennzeichnet, die MR11-Reihe für GU4 als Niedervolt. Für GU5.3 kommt also die MR16-Reihe infrage, für GU4 die MR11-Reihe.
Nein. Nur die Typen mit DIM in der Bezeichnung sind als dimmbar ausgewiesen, hier die LED R80 60 36° DIM und die LED PAR20 50 36° DIM. Zusätzlich muss der Dimmer zur geringen LED-Last passen; der Tausch eines Dimmers ist Arbeit an der festen Installation und gehört zur Elektrofachkraft.
Für gleichmäßiges Grundlicht über mehrere Spots eignet sich der weite 120°-Typ, etwa die LED PAR16 50 120° P 4.3W 827 GU10. Sollen einzelne Objekte, Nischen oder eine Arbeitsplatte betont werden, ist 36° die passende Wahl. Bei hohen Decken kann ein engerer Winkel wie 30° sinnvoll sein.
