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MDT KNX-Tastsensoren und Glastaster - Bedienung planen

Kurz gefasst: Die Bedienebene entscheidet darüber, ob eine KNX-Installation im Alltag überzeugt – nicht der Verteiler. MDT deckt sie mit drei Familien ab: dem Taster Light 55 als Grundausstattung, dessen Ausführungen laut Artikeldaten eine RGBW- beziehungsweise RGB-W-Anzeige mitbringen, den Tastern Smart 55 und Smart 86 mit Farbdisplay sowie dem Glastaster II Smart mit Farbdisplay, wahlweise mit Temperatursensor. Geplant wird nach Bedienpunkten je Stelle und nach Raumnutzung, nicht nach Stückpreis.

Drei Baureihen, drei Ansprüche

Die Baureihen unterscheiden sich weniger in der Bustechnik als in dem, was der Nutzer vor sich sieht. Der Taster Light 55 ist die klassische Tastenlösung ohne Display: Für die Ausführungen mit 1, 2 und 4 Bedienpunkten führen die Artikeldaten das Merkmal RGBW beziehungsweise RGB-W. Was die Farbanzeige im Einzelnen signalisiert, wird bei der Projektierung festgelegt – die Artikeldaten selbst sagen dazu nichts. Das ist die Baureihe für die Fläche – Flure, Nebenräume, jeder Raum, in dem drei bis vier Funktionen genügen.

Die Smart-Modelle ergänzen ein Farbdisplay. Damit lassen sich Zustände, Werte oder Bezeichnungen darstellen, statt sie über Farbcodes zu erraten. Der Taster Smart 55 4-fach mit Farbdisplay (103,41 EUR) gehört zur Reihe 55, der Taster Smart 86 mit Farbdisplay (148,90 EUR) zur Reihe 86.

Der Glastaster II Smart ist die Ausbaustufe für Stellen, die sichtbar sind: Eingang, Wohnraum, Elternschlafzimmer. Er kombiniert Glasoberfläche und Farbdisplay. Welcher Rahmen und welches Schalterprogramm konkret zu welchem Typ passen, gehört vor der Bestellung mit der Herstellerdokumentation abgeglichen.

Modell Bedienpunkte Anzeige Ausführung / Besonderheit Preis
Taster Light 55 Basic (BE-TAL55B1.01) n. a. n. a. reinweiß glänzend, neutral 51,41 EUR
Taster Light 55 1-fach (BE-TAL5501.01) 1-fach RGBW reinweiß glänzend, neutral 57,31 EUR
Taster Light 55 1-fach (BE-TAL55T1.01) 1-fach RGBW reinweiß glänzend, neutral 60,27 EUR
Taster Light 55 2-fach (BE-TAL55T2.01) 2-fach RGB-W neutral, ohne Symbole 66,18 EUR
Taster Light 55 2-fach (BE-TAL55T2.D1) 2-fach RGB-W Symbole I/O und Auf/Ab 66,18 EUR
Taster Light 55 4-fach (BE-TAL5504.01) 4-fach RGBW reinweiß glänzend, neutral 63,22 EUR
Taster Light 55 4-fach (BE-TAL55T4.01) 4-fach RGBW reinweiß glänzend, neutral 66,18 EUR
Taster Smart 55 (BE-TAS55T4.01) 4-fach Farbdisplay reinweiß glänzend 103,41 EUR
Taster Smart 86 (BE-TAS86T.02) n. a. Farbdisplay reinweiß glänzend 148,90 EUR
Glastaster II Smart (BE-GT20W.02) n. a. Farbdisplay weiß, Serie 02 141,22 EUR
Tastsensor UP (BE-GT2TS.02S) 6-fach n. a. schwarz glänzend, Unterputz 158,95 EUR
Glastaster II Smart (BE-GT2TW.02) n. a. Farbdisplay weiß, mit Temperatursensor 158,95 EUR

n. a. = in den vorliegenden Artikeldaten nicht ausgewiesen. Die genaue Kanalzahl, die Anzeigefunktionen und den Funktionsumfang entnehmen Sie der Applikationsbeschreibung des jeweiligen Typs.

Wie viele Bedienpunkte braucht die Stelle wirklich?

Der häufigste Planungsfehler ist die Gleichmacherei: überall dieselbe Kanalzahl. Sinnvoller ist es, jede Bedienstelle einzeln durchzugehen und aufzuschreiben, was von dort aus tatsächlich erreichbar sein muss.

Der entscheidende Punkt dabei: Bei KNX legt nicht die Verdrahtung des Tasters fest, was er tut, sondern die Parametrierung in der ETS. Derselbe 4-fach-Taster kann links zwei Lichtkreise schalten und rechts eine Jalousie fahren – oder morgen umgekehrt. Die Bedienstelle bleibt, die Funktion zieht um.

Praktisch heißt das für die Planung: Zählen Sie je Raum die Funktionen, nicht die Geräte. Schalten braucht einen Bedienpunkt, Dimmen in der Regel ebenfalls einen (kurz und lang unterschieden), Jalousie oder Rollladen eine Wippe für auf und ab, Szenen einen Aufrufpunkt je Szene. Vier Funktionen im Wohnzimmer sind schnell erreicht.

1-fach genügt für Stellen mit genau einer Aufgabe – Kellerabgang, Abstellraum, Hauswirtschaftsraum. Der Taster Light 55 1-fach (57,31 EUR) deckt das ab.

2-fach ist die typische Kombination aus Licht und Beschattung in einem Raum – etwa ein Kreis schalten oder dimmen plus Jalousie auf/ab. Der Taster Light 55 2-fach neutral (66,18 EUR) bleibt dabei schlicht.

4-fach deckt Wohnräume mit mehreren Lichtkreisen, Beschattung und einer Szene ab. Der Taster Light 55 4-fach (63,22 EUR) ist die günstigere der beiden 4-fach-Ausführungen dieser Reihe. In den Warenkorb

6-fach lohnt an zentralen Stellen: Eingangsbereich mit Zentral-Aus, Anwesenheitssimulation oder Szenenaufruf. Der Tastsensor UP 6-fach in Schwarz glänzend (158,95 EUR) bietet sechs Bedienpunkte an einem Gerät.

Szenen sind dabei der Hebel, mit dem sich Bedienpunkte sparen lassen: Statt drei Lichtkreise einzeln zu bedienen, ruft ein Punkt „Abend" alles gemeinsam auf. Wer konsequent mit Szenen plant, kommt in vielen Räumen mit 2-fach statt 4-fach aus – und investiert das Ersparte lieber in ein Display an der zentralen Stelle.

Zwei Hinweise zur Artikelauswahl: Innerhalb der Light-55-Familie existieren zu 1-fach und 4-fach jeweils zwei Typbezeichnungen mit leicht unterschiedlichem Preis (BE-TAL5501.01 gegen BE-TAL55T1.01, BE-TAL5504.01 gegen BE-TAL55T4.01). Welche Variante zum Projekt passt, klärt das Datenblatt der jeweiligen Typnummer – raten Sie hier nicht, sondern gleichen Sie ab. Und bei den 2-fach-Ausführungen entscheidet nur die Beschriftung: die Ausführung mit Symbolen I/O und Auf/Ab (66,18 EUR) ist selbsterklärend, die neutrale Variante zum gleichen Preis passt besser, wenn die Belegung später noch wandern soll.

Welche dieser Funktionen ein konkreter Typ unterstützt und in welchem Umfang, steht in der zugehörigen Applikationsbeschreibung. Diese Datenblätter gehören vor die Bestellung, nicht danach.

Mit Display oder ohne – wo der Aufpreis sich rechnet

Der Aufpreis für ein Farbdisplay ist eine bewusste Entscheidung, keine Ausstattungsroutine: 63,22 EUR für einen 4-fach-Taster Light 55 gegenüber 103,41 EUR für den Taster Smart 55 – rund das 1,6-fache.

Aus Planersicht heißt das: Ohne Display bleibt die Rückmeldung auf die Farbanzeige beschränkt, ihre Bedeutung muss der Nutzer kennen. Das funktioniert dort hervorragend, wo täglich dieselben zwei bis vier Dinge geschaltet werden. In einem Flur will niemand ablesen, er will drücken.

Mit Display wird die Bedienstelle zur Anzeige: Bezeichnungen statt Farbcodes, Werte statt Vermutungen. Das rechnet sich an Stellen, an denen sich Belegungen ändern, an denen Gäste bedienen, oder wo mehr Informationen als reines Ein und Aus sichtbar sein sollen. Der Glastaster II Smart mit Farbdisplay in Weiß (141,22 EUR) ist dafür die repräsentative Variante.

Eine Sonderrolle spielt der Glastaster II Smart mit Temperatursensor und Farbdisplay (158,95 EUR): Er bringt die Raumtemperaturerfassung an die Bedienstelle. Wer Einzelraumregelung plant, spart damit ein separates Gerät und eine zusätzliche Dose pro Raum. In den Warenkorb

Raum für Raum: die Bedienebene durchgehen

Eingang und Diele: Hier lohnt die stärkste Bedienstelle im Haus – Zentralfunktionen, Szenen beim Kommen und Gehen, Statusübersicht. Ein 6-fach-Tastsensor oder ein Glastaster II Smart mit Display sind hier richtig platziert.

Wohnen und Essen: Mehrere Lichtkreise, Beschattung, Szenen. 4-fach ist das sinnvolle Minimum; ein Display an der Hauptbedienstelle macht den Unterschied, wenn mehrere Personen bedienen.

Schlafen: Am Eingang eine 2-fach- oder 4-fach-Stelle, am Bett eine kleine Stelle für Licht aus und Beschattung. Der Taster Light 55 1-fach (60,27 EUR) reicht dort oft aus.

Flur, Bad, Nebenräume: Grundausstattung, unauffällig. Der Taster Light 55 Basic (51,41 EUR) ist der günstigste Artikel dieser Auswahl.

Büro und Arbeitszimmer: Licht, Beschattung und eine Szene für Videokonferenz oder konzentriertes Arbeiten – der Taster Light 55 4-fach (66,18 EUR) deckt das ab.

Ausführung, Rahmen und wer montiert

Die meisten hier gelisteten Artikel sind in reinweiß glänzend beziehungsweise weiß ausgeführt; der 6-fach-Tastsensor BE-GT2TS.02S ist in schwarz glänzend gelistet. Wer im Bestand nachrüstet, prüft vor der Bestellung die Rahmenkompatibilität mit dem vorhandenen Schalterprogramm – welcher Rahmen zu welchem Typ passt, steht in der Herstellerdokumentation, und ein passender Taster im falschen Format nützt niemandem.

Planen Sie außerdem die Dosen mit: Bedienstellen sitzen dort, wo Menschen den Raum betreten, nicht dort, wo die Leitung gerade liegt. Diese Entscheidung fällt im Rohbau und lässt sich später nur mit Aufwand korrigieren.

Zur Klarstellung: Die Montage und der Anschluss an die feste elektrische Installation gehören ausschließlich in die Hand einer Elektrofachkraft. Auswahl, Funktionsplanung und die Vorüberlegung, welche Bedienstelle was können soll, können und sollen Sie selbst treffen – die Ausführung und die Inbetriebnahme über die ETS übernimmt der Fachbetrieb.

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Häufige Fragen

Kann ich Taster Light und Smart-Modelle im selben Projekt mischen?

Ja, und in der Praxis ist genau das die wirtschaftlichste Planung: Displays an den zentralen Stellen, einfache Taster in der Fläche. Achten Sie beim Mischen auf ein einheitliches Design der Ausführung, damit die Bedienebene ruhig wirkt.

Was ist der Unterschied zwischen der neutralen 2-fach-Variante und der mit Symbolen?

Beide kosten 66,18 EUR und unterscheiden sich in der Beschriftung: Die Ausführung BE-TAL55T2.D1 trägt die Symbole I/O und Auf/Ab und ist damit selbsterklärend, BE-TAL55T2.01 ist neutral und bleibt flexibel, falls sich die Belegung später ändert.

Brauche ich den Temperatursensor im Glastaster?

Wenn Sie eine Einzelraumregelung planen, ja – dann erfassen Sie die Raumtemperatur dort, wo ohnehin ein Gerät sitzt, und sparen einen zusätzlichen Sensor samt Dose. Ohne Heizungsregelung über KNX ist die Variante ohne Temperatursensor für 141,22 EUR die günstigere Wahl.

Kann ich die Funktionen später ändern?

Ja. Was ein Tastsensor tut, legt die Parametrierung in der ETS fest, nicht die Installation. Eine Bedienstelle lässt sich also neu belegen, ohne dass etwas an der Wand geändert werden muss. Die Anpassung führt der Fachbetrieb aus, der Ihr Projekt betreut.

Kann ich die Taster selbst montieren?

Nein. Montage und Anschluss an die feste elektrische Installation sind Sache einer Elektrofachkraft. Auswahl, Funktionsplanung und die Festlegung, welche Bedienstelle wohin gehört, treffen Sie dagegen sinnvollerweise selbst und geben sie an den Fachbetrieb weiter.

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