
Kurz gefasst: Eine Kabelverschraubung muss zwei Dinge gleichzeitig treffen: das metrische Gewinde der Einführungsöffnung und den Außendurchmesser der Leitung. Bei OBO Bettermann deckt die Reihe V-TEC in dieser Auswahl die Gewinde M12 bis M63 ab, jeweils in gerader Ausführung. Die Gewindegröße gibt der Gehäuseausbruch vor, den zulässigen Klemmbereich nennt das Herstellerdatenblatt des jeweiligen Typs – erst wenn beides zusammenpasst, ist die Verschraubung die richtige.
Die Reihenfolge bei der Auswahl ist immer dieselbe. Zuerst steht fest, welches Gewinde das Gehäuse, der Verteiler oder die Leuchte vorgibt: M12, M16, M20, M25, M32, M40, M50 oder M63. Diese Größe ist nicht verhandelbar, sie ergibt sich aus dem vorhandenen Ausbruch beziehungsweise aus dem verwendeten Ausbruchwerkzeug.
Erst im zweiten Schritt kommt die Leitung ins Spiel. Entscheidend ist ihr Außendurchmesser – nicht der Querschnitt der Adern. Welchen Klemmbereich eine Größe abdeckt, gehört nicht zu den hier gelisteten Artikeldaten: Diese Angabe steht im Datenblatt des Herstellers zum jeweiligen Typ und ist dort vor der Bestellung nachzuschlagen. Die Leitung sollte darin möglichst mittig liegen und nicht am oberen oder unteren Rand des angegebenen Bereichs.
Der typische Konflikt: Das Gehäuse hat M20, die Leitung wäre aber in M25 besser aufgehoben. Dann führt der Weg über einen größeren Ausbruch, eine andere Leitungsführung oder eine von vornherein passend geplante Gehäusegröße – nicht über eine zu klein gewählte Verschraubung.
Die V-TEC-VM-Reihe ist hier durchgängig von der kleinsten bis zur größten Größe gelistet, jeweils aus Polyamid (PA) und in gerader Bauform:
Wer eine Verteilung oder einen Schaltschrank aufbaut, kauft die zwei bis drei benötigten Größen sinnvollerweise gleich in Menge – welche das sind, gibt die Planung der Einführungen vor.
Bei M50 stehen zwei Artikel nebeneinander: Die V-TEC VM50 LGR ist mit 12 mm gelistet, die V-TEC VM L50 LGR (4,13 EUR) mit 18 mm – bei identischem Gewinde M50. Worauf sich die Millimeterangabe im Artikeltitel bezieht und wofür das Kürzel L steht, geht aus den Artikeldaten nicht hervor; maßgeblich ist auch hier das Datenblatt des Herstellers. Wer zwischen beiden wählt, klärt diesen Punkt vor der Bestellung.
Alle hier gelisteten Artikel sind gerade Ausführungen; die Artikelbezeichnung führt dafür das Kürzel ger. Abgewinkelte Verschraubungen gehören nicht zu dieser Auswahl. Wo die Leitung unmittelbar hinter der Einführung umgelenkt werden muss, ist das über die Leitungsführung und einen ausreichenden Biegeradius zu planen.
Die drei hier gelisteten Reihen unterscheiden sich in der Schutzartangabe der Artikelbezeichnung und in der Größenspanne, die diese Auswahl abdeckt.
V-TEC VM trägt in der Bezeichnung die Schutzart IP68 und ist hier die Reihe mit der größten Spanne: von M12 bis M63, dazu als einzige mit Farbalternativen. Unter welchen Prüfbedingungen die IP68-Angabe gilt und für welche Einsatzorte der Hersteller die Reihe vorsieht, legt das Datenblatt fest.
V-TEC PUSH trägt laut Artikelbezeichnung IP44 und ist in dieser Auswahl auf zwei Größen beschränkt: V-TEC PUSH M20 (0,93 EUR) und V-TEC PUSH M25 (1,19 EUR). Welche Anforderungen die Reihe abdeckt und wodurch sie sich konstruktiv von der VM-Ausführung unterscheidet, ist dem Herstellerdatenblatt zu entnehmen – die Artikeldaten selbst nennen dazu nichts.
106 M 25 PS liegt mit der Angabe IP65 zwischen den beiden anderen Schutzartangaben. Die 106 M 25 PS (0,74 EUR) gibt es hier nur in M25 – sinnvoll, wenn eine bestehende Anlage bereits mit dieser Reihe aufgebaut ist und einheitlich bleiben soll.
| Reihe | Gewinde in dieser Auswahl | Schutzart laut Bezeichnung | Bauform laut Bezeichnung | Farben hier |
|---|---|---|---|---|
| V-TEC VM (einschließlich der Ausführung VM L50) | M12, M16, M20, M25, M32, M40, M50 (VM50 und VM L50), M63 | IP68 | gerade | grau (LGR) in allen Größen; si-grau (SGR) nur M16, M20, M25; schwarz (SW) nur M16, M20 |
| V-TEC PUSH | M20, M25 | IP44 | gerade | grau (LGR) |
| 106 M 25 PS | M25 | IP65 | gerade | grau |
Die V-TEC-Typen dieser Auswahl bestehen aus Polyamid (PA) und sind als unbehandelt gelistet. Welche Farbe ein Artikel hat, steht im Titel: LGR für grau, SGR für si-grau, SW für schwarz. Was die Farbwahl darüber hinaus bedeutet, nennt das Datenblatt des Herstellers.
Farbalternativen gibt es nicht bei jeder Größe. Belegt sind sie in dieser Auswahl nur bei drei Gewinden: bei M16 die V-TEC VM16 SGR (0,44 EUR) und die V-TEC VM16 SW (0,48 EUR), bei M20 die V-TEC VM20 SGR (0,54 EUR) und die V-TEC VM20 SW (0,50 EUR), bei M25 die V-TEC VM25 SGR (0,79 EUR). M12, M32, M40, M50 und M63 sind hier ausschließlich in grau (LGR) gelistet.
Ein pragmatischer Hinweis für die Planung: Farben lassen sich zur Kennzeichnung nutzen, etwa schwarz für Zuleitungen und grau für Abgänge. Das erspart später Sucherei und kostet in der Planung nichts – setzt aber voraus, dass die gewünschte Farbe in der benötigten Größe überhaupt gelistet ist.
Die Auswahl lässt sich gut selbst vorbereiten: Gewinde am Gehäuse ablesen, Außendurchmesser der Leitung messen, den Klemmbereich im Herstellerdatenblatt des gewünschten Typs abgleichen, die Anforderung an die Schutzart am Einsatzort festlegen. Das Einbringen der Ausbrüche, das Anschließen und die Montage in der festen 230/400-V-Installation gehören dagegen in die Hand einer Elektrofachkraft. Sie verantwortet auch, dass die Schutzart des Gehäuses durch die gewählte Einführung tatsächlich erhalten bleibt.








Aus dem Datenblatt des Herstellers zum jeweiligen Typ – die hier gelisteten Artikeldaten enthalten keine Klemmbereichsangabe. Maßgeblich für den Abgleich ist der Außendurchmesser der Leitung, gemessen mit dem Messschieber. Liegt der gemessene Wert am Rand eines Klemmbereichs, lohnt der Blick auf die benachbarte Größe, deren Bereich die Leitung mittiger aufnimmt.
Nein. Der Aderquerschnitt sagt nichts über den Außendurchmesser der fertigen Leitung aus – Mantel, Aderzahl und ein eventueller Schirm gehen mit ein. Deshalb immer den Außendurchmesser messen und mit dem Klemmbereich aus dem Datenblatt abgleichen.
Belegt ist zweierlei: Die Artikelbezeichnungen nennen für die V-TEC VM die Schutzart IP68 und für die V-TEC PUSH die Schutzart IP44. Und die Größenspanne fällt unterschiedlich aus – die VM ist hier von M12 bis M63 gelistet, die PUSH nur in M20 und M25. Was die Schutzartangaben für einen konkreten Einsatzort bedeuten und worin sich die Bauarten konstruktiv unterscheiden, ist im Herstellerdatenblatt nachzulesen.
Die Artikeldaten definieren das Kürzel nicht. Belegt ist nur: Die V-TEC VM L50 LGR ist mit 18 mm gelistet, die V-TEC VM50 LGR mit 12 mm, bei gleichem Gewinde M50. Worauf sich diese Angabe bezieht, klärt das Datenblatt des Herstellers.
In dieser Auswahl sind ausschließlich gerade Ausführungen gelistet. Wo die Leitung direkt hinter der Einführung umgelenkt werden muss, ist das über die Leitungsführung und einen ausreichenden Biegeradius zu planen.
