
Brumberg-Einbaustrahler wählst du über vier Angaben: Einbaudurchmesser, Lichtstrom in Lumen, Farbtemperatur in Kelvin und Dimmbarkeit. Alles andere ist Ausstattung. Dieser Artikel erklärt die vier Werte so, dass du die Produktbezeichnung im Shop direkt lesen kannst.
Der häufigste Fehlkauf entsteht hier. In der Produktbezeichnung steht er als DA für Deckenausschnitt – zum Beispiel „DA: 68 mm“. Das ist der Durchmesser des Lochs, das in der Decke sitzen muss; der sichtbare Außenrand des Strahlers ist einige Millimeter größer und deckt den Ausschnitt ab.
Achte zusätzlich auf die Einbautiefe. In abgehängten Decken ist meist reichlich Platz, in Betondecken oder bei Dämmung darüber kann es eng werden. Flache Bauformen lösen das.
Die Helligkeit steht in Lumen (lm), nicht in Watt. Für die Planung eines Raums:
Rechenbeispiel: Ein 20 m² großes Wohnzimmer braucht etwa 2.000 Lumen Grundlicht.
Bewährt hat sich ein Raster von 80 bis 120 cm zwischen den Strahlern und etwa 50 bis 80 cm Abstand zur Wand. Wichtig ist, beide Größen gemeinsam zu denken: Raster und Gesamt-Lumen bestimmen zusammen, wie stark der einzelne Strahler sein darf.
Für unser 20-m²-Beispiel heißt das: Bei weitem Raster (rund 1,8 m) kommst du mit vier Strahlern à 500 lm hin. Wer das engere 1-m-Raster für ein gleichmäßiges Deckenbild will, landet bei etwa 16 Positionen – dann aber mit rund 125 lm je Strahler statt 500, sonst wird der Raum um ein Vielfaches zu hell. Enger gesetzt entsteht eine gleichmäßige Fläche, weiter auseinander sichtbare Lichtinseln.
Wer Wandflächen betonen will, setzt die Strahler bewusst näher an die Wand und richtet sie – bei schwenkbaren Modellen – darauf aus.
2700 K für Wohnräume, 3000 K für Küche, Bad und Flur, 4000 K für Arbeitsbereiche. Die wichtigste Regel: Innerhalb eines Raumes nie mischen. Unterschiedliche Weißtöne nebeneinander fallen sofort unangenehm auf. Ausführlich in unserem Ratgeber Farbtemperatur verstehen.
Zweiter Wert, der sich lohnt: die Farbwiedergabe (Ra/CRI). Ab Ra 90 sehen Holz, Textilien und Hauttöne deutlich natürlicher aus – spürbar in Bad, Küche und überall dort, wo Menschen im Licht stehen.
Dimmbarkeit ist keine Selbstverständlichkeit. Steht sie nicht ausdrücklich in der Produktbezeichnung, ist der Strahler nicht dimmbar. Und selbst dann gilt: Der Dimmer muss zu LED-Lasten passen, sonst flackert oder brummt es. Die Zusammenhänge – Phasenab- und Phasenanschnitt, Mindestlast – erklären wir in LED richtig dimmen.
Über Dusche und Wanne gelten besondere Anforderungen an die Schutzart – dort dürfen nur dafür freigegebene Leuchten eingebaut werden. Welche Zone wo beginnt und welche IP-Klasse jeweils nötig ist, steht in Badbeleuchtung planen.
Hinweis: Der Anschluss von Einbaustrahlern erfolgt an der festen Elektroinstallation und gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Planung und Auswahl kannst du selbst übernehmen.
Der nötige Lochdurchmesser steht in der Produktbezeichnung als „DA" – das Kürzel steht für Deckenausschnitt, etwa DA 68 mm. Nicht verwechseln mit dem Außendurchmesser, der größer ist und den Ausschnitt überdeckt. Miss vor dem Kauf den vorhandenen Ausschnitt: Vorhandene Löcher lassen sich vergrößern, aber nicht verkleinern.
Das ergibt sich aus zwei Größen zusammen: dem Lumen-Bedarf des Raums (rund 100 Lumen pro Quadratmeter im Wohnbereich, 200 bis 300 in Küche und Arbeitsräumen) und dem gewünschten Raster von 80 bis 120 cm. Beides muss zusammenpassen – ein enges Raster verlangt entsprechend lichtschwächere Strahler, sonst wird der Raum deutlich zu hell.
Das hängt vom Modell ab und steht in der Produktbezeichnung. Nur ausdrücklich als dimmbar gekennzeichnete Leuchten lassen sich dimmen – und auch dann muss der Dimmer für LED-Lasten geeignet sein.
3000 Kelvin ist warmweißes Licht – gut für Flur, Küche und Bad. 2700 K wirkt gemütlicher und passt in Wohn- und Schlafräume, 4000 K sachlich für Arbeitsbereiche. Innerhalb eines Raumes sollte immer dieselbe Farbtemperatur verwendet werden.
Bei 230-V-Modellen nicht – sie werden direkt angeschlossen. Niedervolt-Strahler mit 12 V benötigen dagegen einen passenden Trafo, bei LED zwingend einen für LED geeigneten.
Noch mehr Fachwissen, Kaufhilfen und Praxis-Tipps aus der Elektro-Welt:









