
LEDs sparen Energie, machen deinem Schaltaktor aber das Leben schwer. Der Grund liegt nicht im geringen Dauerstrom, sondern im kurzen, brutalen Einschaltstrom, den die Vorschaltgeräte moderner Leuchtmittel beim Zuschalten ziehen. Wer diese sogenannte C-Last unterschätzt, riskiert verschweißte Relaiskontakte – also einen Kanal, der dauerhaft „klebt" und nicht mehr abschaltet.
Empfehlung der Redaktion: Für die meisten Unterverteilungen mit gemischter LED- und ohmscher Last ist der MDT Schaltaktor AKS Standard 8-fach kaufen die ideale Wahl – bistabile Relais, 16A je Kanal und C-Last bis 140 microF machen ihn zum robusten Allrounder für Ein- und Mehrfamilienhäuser.
Ein Schaltaktor schaltet 230VAC über mechanische Relaiskontakte. Im ausgeschalteten Zustand sind die Kondensatoren im Netzteil der LED-Leuchte leer. Im Moment des Einschaltens wirken diese leeren Kondensatoren fast wie ein Kurzschluss: Sie ziehen für Bruchteile einer Millisekunde ein Vielfaches des Nennstroms – der Einschaltstrom (Inrush Current) kann leicht das Zehn- bis Hundertfache des Betriebsstroms erreichen.
Genau in diesem Augenblick schließen die Relaiskontakte. Fließt der hohe Impulsstrom, während sich die Kontakte gerade erst berühren, entsteht ein Lichtbogen. Der schmilzt das Kontaktmaterial an – und bei jedem Schaltvorgang etwas mehr. Irgendwann verschweißen die Kontakte miteinander: Das Relais „klebt", der Kanal lässt sich nicht mehr ausschalten. Die verbleibende Lebensdauer eines Aktors hängt also nicht nur vom Dauerstrom ab, sondern maßgeblich vom Spitzenstrom beim Einschalten.
Klassische Glühlampen sind ohmsche Lasten – ihr Einschaltverhalten ist vergleichsweise gutmütig. LED-Treiber, elektronische Vorschaltgeräte und Netzteile sind dagegen kapazitive Lasten (C-Last). Ihre Eingangskondensatoren sind der eigentliche Grund für die hohen Stromspitzen. Deshalb geben Hersteller für Schaltaktoren zwei Werte an: den Nennstrom (hier durchgehend 16A) und die maximal zulässige C-Last, angegeben in Mikrofarad (microF). Dieser microF-Wert beschreibt, wie viel Kondensator-Kapazität ein Kanal beim Einschalten sicher verkraftet.


MDT Schaltaktor AKS 8-fach (REG) und AKK 1-fach (Unterputz) – beide C-Last-fest für LED-Einschaltströme.
MDT staffelt seine Schaltaktoren genau nach diesem Kriterium. Die C-Last-Angabe entscheidet darüber, wie viele LED-Leuchten du an einem Kanal betreiben kannst, ohne die Relais zu überlasten. Grob gilt: Je höher der microF-Wert, desto mehr LED-Last verträgt der Kanal beim Einschalten.
| Modell | Kanäle | Baubreite | Relaistyp | C-Last |
|---|---|---|---|---|
| MDT Schaltaktor AKK Kompakt 1-fach Unterputz | 1 (UP) | Unterputz | – | bis 70 microF |
| MDT Schaltaktor AKK Kompakt 8-fach Angebot | 8 | 4TE | monostabil | bis 70 microF |
| MDT Schaltaktor AKS Standard 8-fach kaufen | 8 | 6TE | bistabil | bis 140 microF |
| MDT Schaltaktor AKS Standard 16-fach kaufen | 16 | 8TE | bistabil | bis 140 microF |
| MDT Schaltaktor AMS 12-fach Angebot mit Strommessung | 12 | 12TE | bistabil | bis 140 microF |
| MDT Schaltaktor AKS 24-fach kaufen | 24 | 12TE | bistabil | ohmsch + kapazitiv (C-Last) |
Der praktische Merksatz: Kompakt- und Unterputzgeräte der AKK-Reihe sind auf 70 microF ausgelegt und damit für kleinere bis mittlere LED-Lasten gedacht. Die AKS-Standardreihe verdoppelt das auf 140 microF und ist damit die richtige Wahl, wenn viele LED-Leuchten an einem Kanal hängen. Der große MDT Schaltaktor AKS 24-fach kaufen ist ausdrücklich für ohmsche und kapazitive C-Last ausgelegt und für zentrale Beleuchtungsverteilungen großer Anlagen konzipiert.
Der MDT Schaltaktor AKK Kompakt 8-fach Angebot braucht mit nur 4TE die halbe Baubreite eines vergleichbaren 6TE-Geräts – ideal, wenn der Platz in der Unterverteilung knapp ist. Er arbeitet mit monostabilen Relais, die kompakter und günstiger als bistabile sind; der Schaltzustand wird gehalten, solange Busspannung anliegt. Die C-Last liegt bei 70 microF, weshalb du hier auf die Anzahl der LED-Leuchten pro Kanal achten solltest. Für kleine bis mittlere Lasten und platzkritische Verteilungen ist er die passende Lösung.
Wenn LED-Last im Spiel ist, führt an der AKS-Standardreihe kaum ein Weg vorbei. Der MDT Schaltaktor AKS Standard 8-fach mit 6TE ist die meistverkaufte mittelgroße Variante für die Unterverteilung. Seine bistabilen Relais halten den Schaltzustand sogar bei Busspannungsausfall, und die C-Last von 140 microF gibt dir spürbar mehr Reserve gegenüber der Kompaktreihe. Brauchst du mehr Kanäle, bietet der MDT Schaltaktor AKS Standard 16-fach kaufen in 8TE das gleiche Konzept – ebenfalls 16A je Kanal, ebenfalls 140 microF, nur mit doppelter Kanalzahl. Beide bringen die umfangreiche ETS-Applikation mit Zeit-/Treppenlicht-, Szenen-, Logik- und Zentralfunktionen sowie Betriebsstunden- und Schaltspielzählern mit. Weitere Modelle findest du in der Kategorie Schaltaktoren.
Der MDT Schaltaktor AMS 12-fach mit Strommessung baut auf derselben AKS-Basis mit 140 microF C-Last auf, ergänzt aber eine True-RMS-Strommessung je Kanal. Er misst den tatsächlichen Effektivstrom im Bereich von 10 mA bis 16 A und führt einen Wirkarbeitszähler in Wh/kWh. Damit bekommst du Energiemonitoring pro Kanal ohne separaten Zähler – praktisch, um kritische LED-Kreise im Blick zu behalten. Über Schwellwert-Schalten und Master/Slave-Funktionen lässt sich das Verhalten je Kanal fein steuern. Auch dieses Gerät nutzt bistabile Relais und bietet Handbedienung mit LED je Kanal.
Für große Anlagen mit vielen zentral geschalteten Beleuchtungs- und Verbraucherkreisen ist der MDT Schaltaktor AKS 24-fach gedacht. Er packt 24 Kanäle auf 12TE, schaltet 16A je Kanal und ist ausdrücklich für ohmsche und kapazitive C-Last (Vorschaltgeräte/LED) ausgelegt. Die bistabilen Relais halten den Schaltzustand bei Busspannungsausfall, die Handbedienung mit LED-Statusanzeige je Kanal erleichtert Inbetriebnahme und Wartung. Für das zentrale Schalten in der Unterverteilung großer Objekte ist er das Flaggschiff im Programm.
Nicht jeder Verbraucher muss in der UV verdrahtet werden. Der MDT Schaltaktor AKK Kompakt 1-fach Unterputz sitzt direkt in der Schalterdose und schaltet einen einzelnen Kreis mit 16A vor Ort. Mit C-Last bis 70 microF, integriertem Busankoppler und Versorgung über den KNX-Bus ist er der günstigste Einstieg in die MDT-Schaltaktorik und spart lange Leitungswege zur Unterverteilung. Einen Überblick über weitere Geräte gibt dir die Kategorie MDT.

Übersteigt deine geplante LED-Last die zulässige C-Last eines Kanals, hast du zwei Möglichkeiten. Erstens: die Last auf mehrere Kanäle verteilen, sodass jeder Kanal innerhalb seiner microF-Grenze bleibt. Zweitens: einen Einschaltstrombegrenzer vorschalten. Ein solcher Begrenzer sitzt zwischen Aktorkanal und Leuchtengruppe und dämpft den Einschaltstromimpuls, indem er den ersten Stromstoß über einen Widerstand führt und erst danach voll durchschaltet. So sinkt die Spitzenbelastung der Relaiskontakte deutlich, und die Lebensdauer des Aktors steigt.
Grundsätzlich gilt: Plane die C-Last je Kanal großzügig, statt sie auszureizen. Ein Aktor mit 140 microF wie der AKS Standard bietet dir gegenüber einem 70-microF-Gerät die doppelte Reserve – oft die günstigere Versicherung gegen klebende Relais als jeder nachgerüstete Begrenzer. Verwandte Geräte rund ums Schalten und Steuern findest du in der Kategorie Aktoren.
Sie gibt an, wie viel kapazitive Last (z. B. die Eingangskondensatoren von LED-Treibern) ein Kanal beim Einschalten sicher verkraftet. Die MDT-Aktoren reichen von 70 microF bei der AKK-Reihe bis 140 microF bei der AKS-Standard- und AMS-Reihe.
Beim Einschalten ziehen die leeren Kondensatoren der LED-Netzteile einen sehr hohen, kurzen Einschaltstrom. Fließt dieser Impuls, während die Relaiskontakte gerade schließen, entsteht ein Lichtbogen, der die Kontakte anschmilzt und mit der Zeit verschweißt.
Wenn die geplante LED-Last pro Kanal die zulässige C-Last übersteigt und du sie nicht auf mehrere Kanäle verteilen kannst. Der Begrenzer dämpft den Einschaltstromimpuls und entlastet so die Relaiskontakte.
Bistabile Relais – etwa im MDT Schaltaktor AKS Standard 8-fach – halten ihren Schaltzustand auch bei Busspannungsausfall. Monostabile Relais, wie im MDT Schaltaktor AKK Kompakt 8-fach, sind kompakter und günstiger, halten den Zustand aber nur, solange Busspannung anliegt.
Für hohe LED-Anteile sind Geräte mit 140 microF C-Last die sichere Wahl, also der MDT Schaltaktor AKS Standard 8-fach, der MDT Schaltaktor AKS Standard 16-fach oder – für große Zentralverteilungen – der MDT Schaltaktor AKS 24-fach.
✍️ Autor: smartkram-Redaktion
🔄 Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
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