Ratgeber · Heizung & Klima
Morgens barfuß ins Bad – und die Fliesen sind angenehm warm statt eiskalt: Genau dafür gibt es elektrische Fußbodenheizungen. Die DEVImat von DEVI ist ein Heizkabel, das fertig auf einem Trägermaterial konfektioniert ist und sich damit wie eine Matte ausrollen lässt. Hier erfährst du, worin sich Heizmatte und loses Heizkabel unterscheiden, wofür die Leistungsstufen DEVImat 100 und DEVImat 200 stehen, wie du die passende Größe für dein Bad findest – und warum ein Thermostat mit Bodenfühler zwingend dazugehört.

Im Sortiment stehen zwei Baureihen: die DEVImat 200 mit 200 W pro Quadratmeter in neun Größen von 1,05 bis 10,5 qm und die DEVImat 100 mit 100 W pro Quadratmeter in fünf Größen von 1 bis 3 qm. Alle Angaben zu Leistung und Fläche stammen direkt aus den Produktbezeichnungen – jede Matte kommt laut Produktname mit einer Kaltleitung für den Anschluss.
| Modell | Leistung | Fläche | Preis |
|---|---|---|---|
| DEVImat 200 – 215 W | 200 W/qm | 1,05 qm | 206,08 € |
| DEVImat 200 – 285 W | 200 W/qm | 1,45 qm | 263,79 € |
| DEVImat 200 – 430 W | 200 W/qm | 2,1 qm | 317,75 € |
| DEVImat 200 – 500 W | 200 W/qm | 2,5 qm | 370,19 € |
| DEVImat 200 – 505–605 W | 200 W/qm | 3,1 qm | 417,40 € |
| DEVImat 200 – 845 W | 200 W/qm | 4,3 qm | 563,54 € |
| DEVImat 200 – 990 W | 200 W/qm | 4,95 qm | 651,22 € |
| DEVImat 200 – 1201–1210 W | 200 W/qm | 6,1 qm | 756,89 € |
| DEVImat 200 – 2070 W | 200 W/qm | 10,5 qm | 1.251,48 € |
| DEVImat 100 – 100 W | 100 W/qm | 1 qm | 148,38 € |
| DEVImat 100 – 150 W | 100 W/qm | 1,5 qm | 206,83 € |
| DEVImat 100 – 200 W | 100 W/qm | 2 qm | 263,79 € |
| DEVImat 100 – 250 W | 100 W/qm | 2,5 qm | 317,75 € |
| DEVImat 100 – 300 W | 100 W/qm | 3 qm | 370,19 € |
Stell dir das lose Heizkabel wie einen Faden vor, den du selbst gleichmäßig über den Boden führen musst: Liegt er zu eng, wird es punktuell zu warm, liegt er zu weit auseinander, bleiben kalte Streifen. Genau diese Fehlerquelle nimmt dir die Matte ab – das Kabel ist ab Werk im richtigen Abstand auf dem Trägermaterial fixiert, die Flächenleistung ist damit gleichmäßig und vorhersehbar.
Für ein typisches Bad mit überschaubarer, halbwegs rechteckiger Freifläche ist die Matte deshalb der bequeme Weg. Du wählst die Größe, die zu deiner Fläche passt, rollst sie aus und führst sie an den Wendepunkten um – mehr Verlegeplanung braucht es auf der Fläche nicht. Ein wichtiger Grundsatz gilt für Matte wie Kabel gleichermaßen: Die Heizleitung selbst darf niemals gekürzt werden. Passt die Länge nicht, ist die nächstkleinere Größe die richtige Wahl.
Die Zahl im Namen ist das zentrale Unterscheidungsmerkmal: Sie steht für die Leistung pro Quadratmeter. Im Bad ist der Boden meist gefliest, und Fliesen fühlen sich unbeheizt schnell kalt an – deshalb greifen viele hier zur höheren Leistungsstufe, damit der Boden zügig auf Temperatur kommt, wenn er gebraucht wird. Die DEVImat 200 gibt es passend dazu in der größten Auswahl: neun Größen zwischen 1,05 qm (206,08 €) und 10,5 qm (1.251,48 €).
Die DEVImat 100 deckt mit ihren fünf Größen von 1 qm (148,38 €) bis 3 qm (370,19 €) das Feld darunter ab: weniger Leistung pro Fläche, gedacht fürs komfortable Temperieren. Ob bei dir 100 oder 200 W/qm sinnvoll sind, hängt davon ab, was die Heizung leisten soll und wie der Boden aufgebaut ist – genau das klärst du am besten mit deinem Fachbetrieb, bevor du bestellst.
Ein typischer Planungsfehler ist schnell erklärt: Ein Bad mit 6 m² Grundfläche hat nach Abzug von Wanne, WC und Waschtischunterschrank oft nur noch die Hälfte an frei begehbarer Fläche. Miss also zuerst aus, wo der Boden tatsächlich frei bleibt – eine einfache Skizze mit Maßen reicht. Auf dieser Basis wählst du dann die Mattengröße, die hineinpasst.
Lieber eine Stufe kleiner als zu groß: Eine Matte, die nicht auf die Fläche passt, lässt sich nicht einfach abschneiden, denn die Heizleitung muss vollständig verlegt werden. Die feine Abstufung der Baureihen ist hier dein Freund – zwischen 1 und 3 qm liegen die Größen beider Serien dicht beieinander, so dass du selten weit von deiner Wunschfläche entfernt landest. Alle Größen findest du gesammelt in der Kategorie Heizleitungen.
Ohne Regelung würde die Heizmatte einfach durchlaufen – das wäre weder komfortabel noch sparsam, und der Bodenaufbau könnte überhitzen. Deshalb ist das Thermostat kein optionales Zubehör, sondern fester Bestandteil des Systems: Es misst über den Bodenfühler die Temperatur direkt im Boden und schaltet die Matte so, dass die eingestellte Zieltemperatur gehalten wird.
Für die Praxis heißt das: Plane das passende elektronische Thermostat von Anfang an mit ein – inklusive Unterputzdose an gut erreichbarer Stelle und Leerrohr für den Bodenfühler. Das Leerrohr ist ein kleiner Handgriff mit großer Wirkung, denn so lässt sich der Fühler später austauschen, ohne den Boden zu öffnen. Welche Thermostat-Ausführung für dein Bad die richtige ist, besprichst du mit deiner Elektrofachkraft – sie nimmt die Regelung am Ende auch in Betrieb.
Der große Vorteil der elektrischen Fußbodenheizung gegenüber wassergeführten Systemen liegt im Aufbau: Die dünne Heizleitung auf dem Trägermaterial trägt kaum auf und lässt sich konzeptionell direkt in die Verlegeebene der Fliesen integrieren – ein kompletter neuer Estrich ist dafür nicht nötig. Genau deshalb ist sie bei der Badsanierung so beliebt: Der Bestandsboden bleibt, die Matte kommt in den neuen Belagsaufbau.
Wichtig ist die Reihenfolge: erst planen, dann verlegen, dann messen, dann einbetten – und erst nach der zweiten Messung fliesen. Die Widerstandsmessungen vor und nach dem Einbetten stellen sicher, dass die Heizleitung unbeschädigt ist, solange sich noch etwas korrigieren lässt. Diese Messungen, der Anschluss der Kaltleitung und die Inbetriebnahme mit Thermostat sind der Part deiner Elektrofachkraft – das Ausrollen und die Flächenplanung kannst du in Absprache mit ihr und deinem Fliesenleger vorbereiten. Mehr Grundlagenwissen rund um Haus und Installation findest du laufend in unserem Ratgeber.
Ein loses Heizkabel wird in Schlaufen frei verlegt – der Verlegeabstand muss dabei selbst eingehalten werden. Bei einer Heizmatte wie der DEVImat ist das Heizkabel bereits mit festem Abstand auf einem Trägermaterial fixiert: Du rollst die Matte aus und lenkst sie an Wendepunkten um, indem du nur das Trägermaterial einschneidest. Das macht die Verlegung im Bad deutlich einfacher und die Flächenleistung gleichmäßig.
Die Zahl steht für die Leistung pro Quadratmeter: 100 oder 200 W/qm. Die höhere Stufe bringt mehr Reserve und heizt die Bodenfläche schneller auf, die niedrigere ist fürs reine Temperieren gedacht. Was in deinem Bad sinnvoll ist, hängt von Bodenaufbau, Dämmung und dem gewünschten Zweck ab – das klärst du am besten mit deinem Fachbetrieb.
Das Ausmessen der freien Fläche und die Verlegeplanung kannst du in Absprache mit deinem Fachbetrieb vorbereiten. Der elektrische Anschluss, die Widerstandsmessungen vor und nach dem Einbetten sowie die Inbetriebnahme mit Thermostat gehören aber zwingend in die Hand einer qualifizierten Elektrofachkraft – es geht um einen Festanschluss im Feuchtraum.
Ja – eine elektrische Fußbodenheizung braucht immer eine Regelung mit Bodenfühler. Ohne sie würde die Matte ungeregelt durchheizen und der Bodenaufbau könnte überhitzen. Passend ist ein elektronisches Thermostat mit Bodenfühler – ein Blick in die Thermostat-Auswahl in unserem Shop lohnt sich. Welche Ausführung zu deiner Installation passt, wählt deine Elektrofachkraft im Rahmen der Planung aus.
Nein – es zählt nur die freie Bodenfläche. Badewanne, Duschtasse, WC und fest verbaute Möbel werden abgezogen, denn darunter wird nicht geheizt. Miss die frei begehbare Fläche aus und wähle die Mattengröße, die hineinpasst – im Zweifel lieber eine Stufe kleiner, denn die Heizleitung darf nicht gekürzt werden.
„1Kaltl“ steht für eine Kaltleitung – das nicht heizende Anschlussende, über das die Elektrofachkraft die Matte mit der Installation verbindet. „Mit Trägerm“ heißt: Das Heizkabel ist auf einem Trägermaterial vorkonfektioniert, also als ausrollbare Matte aufgebaut. Details zum jeweiligen Produkt findest du auf der Produktseite.
Nein, das ist gerade der Vorteil des Systems: Die dünne Heizleitung auf dem Trägermaterial wird konzeptionell in die Verlegeebene des Bodenbelags eingebettet, typischerweise in Fliesenkleber oder Ausgleichsmasse. Ein kompletter neuer Estrichaufbau ist dafür nicht nötig – deshalb eignet sich die Matte gut für die Badsanierung. Den konkreten Aufbau stimmst du mit deinem Fliesenleger ab.
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