Ratgeber · Smart Home
Taster, Schalter und Thermostate gehören zu den wenigen Dingen an der Wand, die du jeden Tag anfässt – und trotzdem sehen sie in den meisten Wohnungen nach Standard-Baumarkt aus. Die Homematic IP Glas-Design-Serie dreht das um: echte Glasoberflächen in Weiß oder Schwarz, flach an der Wand, mit Touch-Bedienung. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie das Baukastensystem aus Glasrahmen, Glastaster und Glas-Wandthermostat zusammenspielt – und welcher Rahmen zu wie vielen Elementen passt.
Homematic IP ist im Kern ein Funk-Smart-Home-System: Taster schalten Licht und Rollladen, Thermostate regeln die Heizung, alles lässt sich per App und Automatisierung verbinden. Die Glas-Design-Serie ist die optische Premiumlinie dieses Systems: Statt Kunststoff-Wippen bekommst du eine durchgängige Glasfront mit Touch-Flächen, die in jedem Raum gleich wirkt – egal, ob dahinter ein Taster oder ein Thermostat sitzt. Rahmen, Taster und Thermostat teilen sich dieselbe Formensprache.
Vier Bausteintypen bilden die Funk-Serie. Jeden gibt es in Weiß und in Schwarz – die schwarze Ausführung trägt im Produktcode das Kürzel „-A“. Weiß und Schwarz kosten jeweils gleich viel (Bruttopreise):
Alle weißen und schwarzen Varianten findest du verlinkt unter Alle Produkte im Überblick. Dazu kommen für das verkabelte Wired-System die beiden Glasdisplays – mehr dazu unter Wired Glasdisplay.
Der Gedanke dahinter ist der gleiche wie bei einer klassischen Schalterserie mit Rahmen und Einsätzen – nur in Glas und smart. Der Rahmen gibt Optik und Zahl der Plätze vor, die Elemente liefern die Funktion. Du entscheidest also zuerst, wie viele Bedienstellen an einer Wand zusammenkommen, und bestückst den passenden Rahmen mit so vielen Elementen, wie er Plätze hat – im Wohnzimmer etwa einen Glastaster fürs Licht und ein Glas-Wandthermostat für die Heizung in einem 2-fach-Rahmen.
Das ist die zentrale Frage beim Einkauf – und sie lässt sich einfach beantworten: Die Zahl im Rahmennamen sagt dir, wie viele Bedien-Elemente hineinpassen. Plane also erst die Bedienstellen an der Wand, dann wählst du Rahmengröße und Elemente danach aus. Die folgende Tabelle bringt das auf den Punkt.
| Du willst … | Passender Glasrahmen | Preis | Typische Bestückung |
|---|---|---|---|
| 1 Bedien-Element an einer Stelle | Glasrahmen 1-fach – weiß / schwarz | 28,30 € | 1× Glastaster oder 1× Glas-Wandthermostat |
| 2 Elemente nebeneinander | Glasrahmen 2-fach – weiß / schwarz | 47,20 € | Glastaster + Glas-Wandthermostat (z. B. Licht + Heizung) |
| 3 Elemente nebeneinander | Glasrahmen 3-fach – weiß / schwarz | 66,10 € | 2× Glastaster + 1× Glas-Wandthermostat (oder andere Mischung) |
Wichtig: Rahmen und Elemente werden getrennt gekauft – der Rahmen ist die Fassung, die Elemente sind der Inhalt. Rechne also für eine 2-fach-Bedienstelle den Rahmenpreis plus die beiden gewählten Elemente zusammen. Beispiel Licht + Heizung: Glasrahmen 2-fach (47,20 €) + Glastaster (122,80 €) + Glas-Wandthermostat (141,71 €) ergibt eine komplette Glas-Bedienstelle. Ob deine Wunsch-Elemente batteriebetrieben oder netzbetrieben sind, klärst du vorab über die Produktseite bzw. mit deiner Elektrofachkraft.
Weiß ist der Klassiker und verschwindet an hellen Wänden fast, Schwarz setzt bewusst einen Akzent und wirkt edel an dunklen Wänden. Weil beide Farbwelten dieselbe Serie sind, kannst du sogar raumweise unterschiedlich planen: Schwarz im Wohnzimmer, Weiß im Schlafzimmer – die Bedienlogik bleibt überall gleich. Konkret gibt es jeden Baustein doppelt, etwa den Glastaster in Schwarz (HmIP-WGS-A).
Der große Vorteil eines Funk-Tasters gegenüber einem klassischen Schalter: Die Taste ist nicht fest mit einer Leitung verdrahtet, sondern sendet einen Funkbefehl an die Zentrale. Was daraufhin passiert, entscheidest du in der App. Ein Taster kann heute das Deckenlicht schalten und morgen – ohne dass jemand die Wand aufmacht – eine ganze Szene aus Licht, Rollladen und Heizung auslösen.
Das Glas-Wandthermostat ist die elegante Steuerstelle für die Heizung eines Raums: Du stellst die Wunschtemperatur direkt an der Wand ein, siehst sie auf der Glasfront und regelst im Zusammenspiel mit Homematic IP Heizkörperthermostaten oder Stellantrieben den ganzen Raum. Die Zeitpläne kommen aus der App, das Wandthermostat ist die komfortable Bedienstelle dazu.
Die Variante mit CO2-Sensor (HmIP-WGTC) kann mehr: Sie misst zusätzlich den CO2-Gehalt der Raumluft. Ein hoher CO2-Wert ist der zuverlässigste Hinweis auf „verbrauchte“ Luft – typisch für Schlafzimmer, Homeoffice oder volle Wohnzimmer am Abend. Statt nach Gefühl zu lüften, bekommst du eine echte Kennzahl und kannst das Lüften sogar automatisieren. Wer viel Zeit in einem Raum verbringt, für den ist der Aufpreis von rund 28 € gegenüber dem Standardmodell oft der sinnvollste Zusatznutzen der ganzen Serie. Ob dein Thermostat batteriebetrieben ist oder an 230 V hängt, entnimmst du dem Datenblatt – das entscheidet, ob du selbst montieren kannst oder eine Elektrofachkraft brauchst.
Homematic IP gibt es in zwei Welten: Funk (die Glasrahmen-Serie mit WGS, WGT und WGTC) und Wired, das über ein Buskabel kommuniziert und seine Stärken vor allem im Neubau ausspielt. Für die meisten Bestands-Haushalte, die nachrüsten, ist die Funk-Serie der einfachere Weg – ohne neue Kabel. Achte nur darauf, Wired- und Funk-Komponenten nicht zu verwechseln: Sie brauchen unterschiedliche Zentralen bzw. Access Points.
Der Access Point ist das Gehirn: Er nimmt die Funkbefehle entgegen, verwaltet die Zeitpläne der Thermostate und macht die App-Bedienung möglich. Ohne diese Zentrale bleibt selbst die schönste Glasfront ohne Funktion. Welche Zentrale zu dir passt – der cloudbasierte Access Point, die lokale CCU3 oder die neuere Home Control Unit (HCU) – hängt davon ab, wie viel Datenschutz, lokale Steuerung und Ausbaustufe du willst. Das haben wir im Ratgeber Homematic IP Zentrale im Vergleich: Access Point, CCU3 & HCU aufgedröselt. Einen Überblick über das gesamte System findest du in unserer Homematic IP Markenwelt.
Der größte Teil des Projekts liegt bei dir: Rahmengröße, Farbe und Bestückung sind Design- und Planungsentscheidungen ohne Fachbetrieb, ebenso das Einlernen in die App. Beim Anschluss kommt es auf die Variante an: Batteriebetriebene Elemente setzt du selbst auf die vorbereitete Wanddose und lernst sie per App ein. Ist ein Glas-Wandthermostat oder Glastaster dagegen für 230 V ausgelegt, darf diesen Netzanschluss nur eine Elektrofachkraft ausführen – das ist eine Frage der Sicherheit und der geltenden Regeln. Eine Klemm- oder Verdrahtungsanleitung geben wir hier bewusst nicht; die konkrete Ausführung bestimmt deine Fachkraft.
Es ist die Design-Premiumlinie des Homematic IP Funk-Systems mit echten Glasoberflächen in Weiß oder Schwarz. Sie besteht aus Glasrahmen (Träger, in 1-, 2- und 3-fach) und den eingesetzten Bedien-Elementen: dem Glastaster (HmIP-WGS) zum Schalten und Dimmen und dem Glas-Wandthermostat (HmIP-WGT bzw. HmIP-WGTC mit CO2-Sensor) für die Heizung. Rahmen und Elemente werden getrennt gekauft und frei kombiniert.
Die Zahl im Namen sagt es: Der Glasrahmen 1-fach (HmIP-GF1, 28,30 €) nimmt ein Element auf, der 2-fach (HmIP-GF2, 47,20 €) zwei und der 3-fach (HmIP-GF3, 66,10 €) drei. Plane zuerst die Bedienstellen an der Wand, dann wählst du Rahmengröße und Elemente. Ein 2-fach-Rahmen kann zum Beispiel einen Glastaster und ein Glas-Wandthermostat aufnehmen.
Technisch spricht nichts dagegen, optisch ist es aber ruhiger, wenn Rahmen und eingesetzte Elemente dieselbe Farbe haben. Jeden Baustein gibt es in Weiß und in Schwarz (im Code am Zusatz „-A“ erkennbar) zum gleichen Preis. Praktisch ist auch, raumweise unterschiedlich zu planen – etwa Schwarz im Wohnzimmer, Weiß im Schlafzimmer.
Der HmIP-WGTC misst zusätzlich zur Temperatur den CO2-Gehalt der Raumluft – die zuverlässigste Kennzahl für „verbrauchte“ Luft. So lüftest du gezielt statt nach Gefühl und kannst das Lüften sogar automatisieren. Gegenüber dem Standardmodell HmIP-WGT (141,71 €) kostet die CO2-Variante 170,06 €. Für Schlafzimmer, Homeoffice oder viel genutzte Wohnräume ist der Aufpreis meist gut angelegt.
Ja. Kein Homematic IP Gerät funktioniert allein – du brauchst eine Zentrale, die die Geräte verbindet, einlernt und steuert. Für die Funk-Glasserie ist das der Homematic IP Access Point oder eine lokale Zentrale wie CCU3 bzw. Home Control Unit. Welche zu dir passt, erklärt unser Zentralen-Vergleich (Access Point, CCU3 & HCU).
Auswahl, Planung und das Einlernen in die App machst du selbst. Batteriebetriebene Elemente kannst du auch selbst montieren – klassisches DIY. Ist ein Glas-Wandthermostat oder Glastaster dagegen für 230 V ausgelegt, gehört der Netzanschluss in der Unterputzdose in die Hand einer Elektrofachkraft. Ob Batterie oder 230 V gilt, steht im Datenblatt auf der Produktseite – das solltest du vor dem Kauf prüfen.
Der Glastaster (HmIP-WGS) gehört zum Funk-System und wird in die Glasrahmen der Design-Serie eingesetzt – ideal zum Nachrüsten ohne neue Kabel. Das Glasdisplay (HmIPW-WGD) und das Glasdisplay plus (HmIPW-WGD-PL) gehören dagegen zum verkabelten Wired-System, das über ein Buskabel läuft und eine Wired-Infrastruktur samt passender Zentrale voraussetzt. Funk- und Wired-Komponenten lassen sich nicht einfach untereinander tauschen.
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