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Homematic IP Thermostate: Wandthermostat oder Heizkörperthermostat?

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Homematic IP Thermostate: Wandthermostat oder Heizkörperthermostat?

Homematic IP von eQ-3 regelt jeden Raum einzeln – einmal direkt am Heizkörper, einmal zentral über ein Glas-Wandthermostat mit Raumfühler. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Bauform zu deiner Heizung passt und wann sich der zusätzliche CO2-Sensor wirklich lohnt.

Homematic IP Thermostate: Wandthermostat oder Heizkörperthermostat?

Kurz zusammengefasst: Für klassische Heizkörper ist das Heizkörperthermostat HmIP-eTRV-F die schnellste und günstigste Lösung. Wer die Temperatur zentral und wertig an der Wand ablesen und stellen will, greift zu einem Glas-Wandthermostat HmIP-WGT – in der Variante mit CO2-Sensor (HmIP-WGTC) zeigt es zusätzlich die Luftqualität und erinnert ans Lüften. Für eine Fußbodenheizung mit Stellantrieben nutzt du das Wandthermostat mit Schaltausgang, das direkt schaltet. Die Bauform richtet sich also nach deiner Heizungsart, nicht nach dem Budget.

Vergleichstabelle

Modell Bauform CO2-Sensor Passt zu Preis
HmIP-eTRV-F Heizkörperthermostat Nein Heizkörper mit Ventil 66,10 €
HmIP-WGT Glas-Wandthermostat Nein Zentrale Bedienung / Sollwertgeber 141,71 €
HmIP-WGT-A (schwarz) Glas-Wandthermostat Nein Zentrale Bedienung, dunkles Design 141,71 €
HmIP-WGTC Glas-Wandthermostat Ja Räume mit Lüftungsbedarf 170,06 €
HmIP-WGTC-A (schwarz) Glas-Wandthermostat Ja Lüftungsbedarf, dunkles Design 170,06 €
150628A2 (6er-Pack) Wandthermostat mit Schaltausgang Nein Fußbodenheizung, mehrere Räume 393,53 €

Wandthermostat oder Heizkörperthermostat?

Die wichtigste Entscheidung fällt nicht zwischen zwei Marken, sondern zwischen zwei Bauformen. Ein Heizkörperthermostat sitzt direkt am Ventil des Heizkörpers und drosselt oder öffnet den Wasserdurchfluss mechanisch – es ersetzt also das alte Drehthermostat. Ein Wandthermostat dagegen hängt an der Wand, misst die Raumtemperatur an einer repräsentativen Stelle und gibt den Sollwert an andere Geräte weiter. Beide gehören zum Homematic IP System von eQ-3 und lassen sich per Funk zu einer Einzelraumregelung kombinieren.

Die Faustregel ist einfach: Hast du sichtbare Heizkörper mit Ventilen, ist das Heizkörperthermostat der direkte Weg – ohne Wandmontage, ohne Verkabelung. Willst du die Temperatur zentral bedienen, sauber ablesen und die Optik im Raum aufwerten, ist ein Glas-Wandthermostat die bessere Wahl. Und bei einer Fußbodenheizung, bei der es keinen Heizkörper zum Aufschrauben gibt, brauchst du ein Wandthermostat, das die Stellantriebe im Verteiler schaltet. Diese drei Fälle decken die allermeisten Wohnungen und Häuser ab.

Heizkörperthermostat HmIP-eTRV-F

  • Preis: 66,10 €
  • Bauform: Heizkörperthermostat – altes Thermostat abschrauben, neues aufs Ventil schrauben
  • Montage: bei den gängigen Ventilanschlüssen in aller Regel ohne Werkzeug und ohne Eingriff ins Heizsystem
  • Für wen: klassische Heizkörper mit Ventil – ideal zum Nachrüsten in Mietwohnung und Bestand

Das Heizkörperthermostat flex HmIP-eTRV-F ist der Einstieg in die smarte Heizungssteuerung und deckt den mit Abstand häufigsten Anwendungsfall ab: den klassischen Heizkörper mit Ventil. Einmal aufgeschraubt, regelt Homematic IP die Temperatur automatisch nach Zeitplan.

Der große Vorteil liegt im Preis pro Raum und in der Nachrüstbarkeit: Du kannst Raum für Raum aufrüsten, ohne Wände aufzustemmen. Wer viele Heizkörper hat, kombiniert mehrere eTRV-F und ergänzt bei Bedarf ein Wandthermostat als komfortablen zentralen Sollwertgeber. Für Räume mit nur einem Heizkörper reicht das Heizkörperthermostat meist allein.

Glas-Wandthermostate HmIP-WGT und WGTC

  • Preis: jeweils 141,71 € – HmIP-WGT und schwarzes HmIP-WGT-A unterscheiden sich nur in der Ausführung
  • Bauform: Glas-Wandthermostat zur Wandmontage – misst an einer festen, gut gewählten Stelle statt am warmen Heizkörper
  • Für wen: zentrale, gut ablesbare Bedienung – und Räume, in denen der Heizkörper ungünstig sitzt

Wenn Optik, Ablesbarkeit und zentrale Bedienung wichtig sind, führt der Weg zu den Glas-Wandthermostaten: dem HmIP-WGT und dem schwarzen HmIP-WGT-A. Weil sie die Raumtemperatur nicht direkt am Ventil messen, liefern sie oft ein realistischeres Bild des tatsächlichen Raumklimas.

Besonders sinnvoll ist das, wenn ein Heizkörper ungünstig sitzt, etwa hinter einem Sofa oder unter einer breiten Fensterbank, wo sich Wärme staut. Das Wandthermostat dient dann als Fühler und Sollwertgeber für die Heizkörperthermostate im selben Raum. Und als edler, jederzeit erreichbarer Bedienpunkt an der Wand erspart es dir das Bücken zum Heizkörper. Die schwarzen Ausführungen mit dem Zusatz „-A" sind für Einrichtungen gedacht, in denen ein dunkles Design besser passt.

Praxis-Tipp: Sitzt dein Heizkörper hinter dem Sofa oder unter einer breiten Fensterbank, kombiniere ein Glas-Wandthermostat mit den Heizkörperthermostaten im selben Raum: Das Wandthermostat misst an der repräsentativen Stelle und gibt den Sollwert vor, die Heizkörperthermostate stellen die Ventile – so regelst du nach dem echten Raumklima statt nach dem Wärmestau am Heizkörper.

Wann lohnt der CO2-Sensor?

  • Preis: jeweils 170,06 € – rund 28 € Aufpreis gegenüber dem reinen Temperaturregler
  • Bauform: Glas-Wandthermostat mit integriertem CO2-Sensor (HmIP-WGTC, schwarz als HmIP-WGTC-A)
  • Für wen: Räume mit langem Aufenthalt – Schlafzimmer, Homeoffice, Kinderzimmer, gut gedämmter Neubau mit dichten Fenstern

Die Varianten mit dem „C" im Namen – das HmIP-WGTC und die schwarze Version HmIP-WGTC-A – messen zusätzlich zur Temperatur den CO2-Gehalt der Raumluft und machen damit sichtbar, was man sonst nur erahnt: verbrauchte Luft.

Der Mehrwert ist überall dort groß, wo sich Menschen länger aufhalten und die Luft schnell „steht". Ein hoher CO2-Wert macht müde und unkonzentriert, lange bevor du es aktiv bemerkst. Das WGTC erinnert dich rechtzeitig ans Lüften und verbindet so Heizungskomfort mit gesundem Raumklima. In selten genutzten oder ohnehin gut durchlüfteten Räumen genügt hingegen das günstigere HmIP-WGT ohne Sensor.

Wandthermostat mit Schaltausgang für Fußbodenheizung

  • Preis: 393,53 € im 6er-Pack – im Set günstiger als sechs Einzelgeräte
  • Bauform: Wandthermostat mit Schaltausgang im Markenschalter-Design, passt optisch in gängige Schalterprogramme
  • Montage: Verdrahtung zu den Stellantrieben im Heizkreisverteiler – am besten durch eine Elektrofachkraft
  • Für wen: Fußbodenheizung im ganzen Haus oder in der großen Wohnung – ein Thermostat pro Raum

Eine Fußbodenheizung lässt sich nicht über ein Heizkörperventil regeln – hier sitzen die Stellantriebe im Heizkreisverteiler. Genau dafür gibt es das Wandthermostat mit Schaltausgang im Markenschalter-Design (150628A2): Es vereint Raumfühler, Bedienung und Schaltausgang in einem Gerät und fügt sich unauffällig in die vorhandene Elektroinstallation ein.

Der Schaltausgang steuert die Stellantriebe des jeweiligen Heizkreises direkt an: Ist der Raum zu kühl, schaltet das Thermostat den Kreis auf, bei Erreichen der Solltemperatur wieder zu.

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Häufige Fragen

Wann brauche ich ein Wandthermostat statt eines Heizkörperthermostats?

Immer dann, wenn du keine passenden Heizkörperventile hast (etwa bei einer Fußbodenheizung), wenn ein Heizkörper ungünstig verbaut ist und die Temperatur dort falsch gemessen würde, oder wenn du eine zentrale, gut ablesbare Bedienung an der Wand möchtest. Bei einem einzelnen, frei stehenden Heizkörper reicht dagegen meist das Heizkörperthermostat.

Was bringt der CO2-Sensor im HmIP-WGTC?

Er misst zusätzlich zur Temperatur den CO2-Gehalt der Raumluft und macht verbrauchte Luft sichtbar. Das ist vor allem in Schlaf-, Kinder- und Arbeitszimmern sowie dichten Neubauten hilfreich, weil ein hoher CO2-Wert müde und unkonzentriert macht, bevor man es selbst bemerkt. Der Aufpreis gegenüber der Variante ohne Sensor liegt bei rund 28 €.

Worin unterscheiden sich HmIP-WGT und HmIP-WGT-A?

Beide sind Glas-Wandthermostate zum gleichen Preis von 141,71 €. Die Ausführung mit dem Zusatz „-A" ist die schwarze Variante für Einrichtungen mit dunklem Design. Funktional erfüllen beide dieselbe Aufgabe als Raumtemperaturregler.

Kann ich das Heizkörperthermostat selbst montieren?

Das HmIP-eTRV-F wird anstelle des alten Thermostats auf das Heizkörperventil geschraubt. Für die gängigen Anschlüsse gelingt das in der Regel ohne Werkzeug und ohne Eingriff ins Heizungswasser, sodass du es Raum für Raum selbst nachrüsten kannst – auch zur Miete.

Welches Thermostat passt zu meiner Fußbodenheizung?

Für eine Fußbodenheizung nutzt du das Wandthermostat mit Schaltausgang (150628A2). Es schaltet die Stellantriebe im Heizkreisverteiler direkt und wird als 6er-Pack für 393,53 € angeboten – passend für mehrere Räume mit je einem Thermostat. Die Verdrahtung im Verteiler übernimmt am besten eine Elektrofachkraft.

Kann ich Wand- und Heizkörperthermostate kombinieren?

Ja. Ein Glas-Wandthermostat lässt sich als zentraler Fühler und Sollwertgeber mit einem oder mehreren Heizkörperthermostaten im selben Raum kombinieren. So misst das Wandthermostat an der repräsentativen Stelle, während die Heizkörperthermostate die Ventile stellen.

Warum ist das 6er-Pack günstiger als sechs Einzelgeräte?

Das 150628A2 ist als Set für 393,53 € auf die Ausstattung eines ganzen Hauses oder einer großen Wohnung mit mehreren Fußbodenheizkreisen ausgelegt. Der Bündelpreis liegt unter dem, was sechs einzeln beschaffte Thermostate kosten würden.

Lohnt sich das schwarze WGTC-A gegenüber dem hellen WGTC?

Technisch sind beide identisch und kosten jeweils 170,06 € inklusive CO2-Sensor. Die Entscheidung ist reine Designfrage: Das schwarze HmIP-WGTC-A fügt sich in dunkle Einrichtungen ein, das Standardmodell HmIP-WGTC in hellere Räume.

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