
Nicht jedes Gebäude wird von Grund auf mit KNX-Tastsensoren ausgestattet. Oft sind bereits hochwertige konventionelle Taster, Schalter oder Fensterkontakte vorhanden, die weiter genutzt werden sollen. Genau hier setzen die Tasterschnittstellen von MDT an: Sie holen klassische, potentialfreie Kontakte in den KNX-Bus und machen aus einfachen Signalen vollwertige Telegramme.
Empfehlung der Redaktion: Für die meisten Nachrüstprojekte ist die MDT Technologies Tasterschnittstelle BE 2-fach Unterputz, potentialfrei, BE-02001.02 ideal, weil sie kompakt in die Schalterdose passt und zwei vorhandene Taster oder Kontakte sauber in den Bus einbindet; wer mehr Eingänge an einer Stelle braucht, greift zur MDT technologies Tasterschnittstelle 4-fach Unterputz, potentialfrei BE-04001.02.
Eine Tasterschnittstelle – oft auch als Binäreingang oder Tasterinterface bezeichnet – ist das Bindeglied zwischen der klassischen Elektroinstallation und dem KNX-Bus. Sie erkennt Zustandsänderungen an ihren Eingängen und löst abhängig von der Parametrierung die passenden KNX-/EIB-Telegramme aus. Damit lässt sich ein ganz gewöhnlicher Wippschalter oder Taster nutzen, um im KNX-System Licht zu schalten, Jalousien zu fahren oder Szenen aufzurufen.
Der große Vorteil: Du musst vorhandene Bedienstellen nicht austauschen. Ein bewährter Taster im Wohnzimmer, ein Fensterkontakt oder ein Hilfskontakt bleibt bestehen und wird über die Schnittstelle intelligent gemacht. Beide MDT-Modelle sind für den Anschluss potentialfreier Kontakte oder LED ausgelegt und werden direkt in die Schalterdose eingebaut. Ein integrierter Busankoppler ist bereits vorhanden, sodass keine zusätzliche Ankopplung nötig ist.
Potentialfrei bedeutet, dass an den Eingängen der Schnittstelle keine Netzspannung anliegt, sondern lediglich ein Kontakt geöffnet oder geschlossen wird. Die MDT-Schnittstelle wertet dieses Öffnen und Schließen aus. Genau deshalb eignen sich beide Geräte für Taster, Schalter, Tür- und Fensterkontakte sowie Hilfskontakte. Wichtig für die Planung: Die Leitungslänge zwischen Kontakt und Schnittstelle beträgt maximal 5 m, die Länge der Anschlusskabel am Gerät selbst liegt bei 22 cm.
Die MDT Technologies Tasterschnittstelle BE 2-fach Unterputz, potentialfrei, BE-02001.02 ist die schlanke Lösung für Bedienstellen, an denen zwei Kontakte eingebunden werden sollen. Sie erkennt Zustandsänderungen an ihren Eingängen und sendet daraufhin die parametrierten Telegramme auf den Bus. An den einzelnen Eingängen lassen sich Taster, Lichtschalter, Tür- und Fensterkontakte sowie Hilfskontakte abfragen.
Mit Abmessungen von 41 mm x 41 mm x 12 mm passt das Gerät bequem hinter einen konventionellen Taster in die Schalterdose. Jeder Eingang kann bei Bedarf als Ausgang für 1,5-mA-LEDs eingestellt werden (Low Current) – praktisch, wenn du eine Statusanzeige oder Orientierungsbeleuchtung an derselben Stelle realisieren möchtest. Der integrierte Busankoppler macht die Installation besonders kompakt.
Trotz ihrer geringen Baugröße bringt die BE 2-fach einen umfangreichen Funktionsumfang mit. Dazu gehören:
Damit deckt die kleine Schnittstelle den Großteil typischer Bedienaufgaben ab. Ein Taster kann bei kurzem Druck schalten und bei langem Druck dimmen, ein Fensterkontakt gleichzeitig ein zweites Objekt für die Verschattung oder Heizungssteuerung bedienen.
Wenn an einer Stelle mehr Kontakte zusammenlaufen, ist die MDT technologies Tasterschnittstelle 4-fach Unterputz, potentialfrei BE-04001.02 die richtige Wahl. Sie bietet vier Eingänge und ist ebenfalls für den Anschluss potentialfreier Kontakte oder LED ausgelegt. Auch dieses Modell wird in die Schalterdose eingebaut, verfügt über einen integrierten Busankoppler und arbeitet mit einer maximalen Leitungslänge von 5 m.
Die 4-fach-Variante teilt sich den gesamten Funktionsumfang mit dem kleineren Modell: Jeder Eingang kann als Ausgang für 1,5-mA-LEDs (Low Current) genutzt werden, die Mehrfach-Tippfunktion sendet bis zu 4 Werte/DPTs, und die vier integrierten Logikmodule stehen zur Auswertung der Eingänge bereit. Ebenso vorhanden sind Dimmer- und Jalousiefunktion, Schließer- oder Öffnerbetrieb, einstellbare Tastendauer, integrierte Impuls- und Schaltzähler sowie zyklisches Senden. Die Abmessungen sind mit 41 mm x 41 mm x 12 mm identisch zur 2-fach-Version, die Anschlusskabel sind 22 cm lang.
Die 4-fach-Schnittstelle spielt ihre Stärke überall dort aus, wo an einer Position mehrere Signale gebündelt werden. Denkbar sind etwa eine Doppelwippe plus zwei Fensterkontakte in einem Raum oder eine zentrale Bedienstelle im Flur. Weil du vier Eingänge in einem Gerät hast, sparst du gegenüber zwei einzelnen Modulen Platz in der Dose und reduzierst den Verdrahtungsaufwand.
Die Entscheidung zwischen beiden Geräten hängt in erster Linie von der Anzahl der einzubindenden Kontakte an einer Stelle ab. Funktional nehmen sich die Modelle nichts – der Unterschied liegt in den Eingängen und im Preis.
| Merkmal | MDT Tasterschnittstelle BE 2-fach (BE-02001.02) | MDT Tasterschnittstelle 4-fach (BE-04001.02) |
|---|---|---|
| Eingänge | 2 | 4 |
| Ausführung | Unterputz, potentialfrei | Unterputz, potentialfrei |
| LED-Ausgang (Low Current) | je Eingang, 1,5 mA | je Eingang, 1,5 mA |
| Busankoppler | integriert | integriert |
| Abmessungen (B x H x T) | 41 x 41 x 12 mm | 41 x 41 x 12 mm |
| Leitungslänge / Anschlusskabel | max. 5 m / 22 cm | max. 5 m / 22 cm |
| Preis | 33,08 EUR | 44,91 EUR |
Als Faustregel gilt: Für einzelne Bedienstellen mit einem oder zwei Kontakten ist die BE 2-fach die wirtschaftliche und platzsparende Lösung. Sobald an einem Punkt drei oder vier Signale zusammenkommen, ist die 4-fach-Variante die klügere Wahl, weil sie günstiger als zwei Einzelgeräte ist und weniger Platz beansprucht. Beide Modelle stammen aus dem Sortiment von MDT und lassen sich problemlos in bestehende Anlagen integrieren.
Der Einbau erfolgt hinter dem vorhandenen Taster oder Schalter in der Unterputzdose. Die potentialfreien Kontakte werden an die Eingänge angeschlossen, der Busanschluss an die KNX-Leitung. Danach wird das Gerät in der ETS parametriert. Über die Applikation legst du fest, ob ein Eingang schalten, dimmen, Jalousien fahren, Werte senden oder Szenen aufrufen soll. Auch die Umstellung zwischen Schließer- und Öffnerbetrieb sowie die Dauer für kurzen und langen Tastendruck werden hier eingestellt.
Weil der Busankoppler bereits integriert ist, entfällt ein separater Ankoppler. Falls du dennoch Ankoppler für andere Geräte benötigst, findest du diese in der Kategorie Busankoppler. Wer statt konventioneller Taster gleich auf dedizierte KNX-Bedienelemente umsteigen möchte, wird bei den Tastsensoren fündig.
Potentialfrei heißt, dass an den Eingängen keine Netzspannung anliegt. Die Schnittstelle wertet nur aus, ob ein Kontakt geöffnet oder geschlossen ist. Deshalb eignen sich beide MDT-Modelle für Taster, Schalter sowie Tür- und Fensterkontakte.
Nein. Sowohl die MDT Technologies Tasterschnittstelle BE 2-fach als auch die MDT technologies Tasterschnittstelle 4-fach besitzen einen integrierten Busankoppler. Ein separates Ankopplermodul ist nicht erforderlich.
Ja. Bei beiden Geräten kann jeder Eingang alternativ als Ausgang für 1,5-mA-LEDs (Low Current) eingestellt werden. So lässt sich zum Beispiel eine Status- oder Orientierungsanzeige an derselben Stelle realisieren.
Die Leitungslänge zwischen Kontakt und Schnittstelle beträgt maximal 5 m. Die am Gerät fest angeschlossenen Anschlusskabel sind 22 cm lang, sodass das Modul bequem in der Schalterdose Platz findet.
Beide Modelle bieten unter anderem die Mehrfach-Tippfunktion mit bis zu 4 Werten/DPTs, eine Gruppensteuerung mit langem und extra langem Tastendruck, vier Logikmodule, Dimmer- und Jalousiefunktion, Schließer- oder Öffnerbetrieb, integrierte Impuls- und Schaltzähler sowie zyklisches Senden. Alle Einstellungen erfolgst du komfortabel über die ETS.
✍️ Autor: smartkram-Redaktion
🔄 Zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2026
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