Ratgeber · KNX Smart Home
Licht schalten, Jalousien fahren, Heizkreise ansteuern – klassisch brauchst du dafür jeweils einen eigenen Aktor-Typ im Verteiler. MDT geht mit der AKU-Reihe einen anderen Weg: Beim Universalaktor legst du erst bei der Parametrierung fest, welche Aufgabe jeder Kanal übernimmt. Das macht die Planung flexibler, die Verteilung aufgeräumter und spätere Änderungen deutlich entspannter. Hier erfährst du, wie das Universal-Konzept funktioniert und welcher AKU zu deinem Projekt passt.

Sieben MDT-Universalaktoren, zwei Bauformen: Die Reiheneinbaugeräte (REG) kommen in die Verteilung auf die Hutschiene, die Unterputz-Varianten sitzen dezentral im Raum. Kanalzahl, Baubreite und Schaltstrom stammen direkt aus den Produktbezeichnungen. Alle Modelle findest du auch gesammelt in unserer Kategorie Schaltaktoren.
| Modell | Kanäle | Bauform | Schaltstrom lt. Bezeichnung | Preis |
|---|---|---|---|---|
| AKU-02UP.03 | 2-fach | Unterputz | 10 A | 75,04 € |
| AKU-B2UP.03 | 2-fach | Unterputz | 10 A | 86,87 € |
| AKU-0416.03 | 4-fach | REG, 4TE | 16 A | 143,59 € |
| AKU-0616.03 | 6-fach | REG, 4TE | 16 A | 167,81 € |
| AKU-0816.03 | 8-fach | REG, 4TE | 16 A | 199,13 € |
| AKU-1616.03 | 16-fach | REG, 8TE | 16 A | 288,94 € |
| AKU-2416.03 | 24-fach | REG, 12TE | – | 394,72 € |
Bei einer klassischen KNX-Planung legst du dich früh fest: so viele Schaltkanäle, so viele Jalousiekanäle, so viele Heizkreise – und für jede Aufgabe kommt ein eigener Aktor-Typ in den Verteiler. Das Problem: Gebäude ändern sich. Aus dem Arbeitszimmer wird ein Kinderzimmer, die Markise kommt erst im nächsten Sommer, ein Raum bekommt nachträglich eine Fußbodenheizung. Mit fest zugeordneten Aktoren heißt das schnell: neues Gerät kaufen, Platz im Verteiler suchen, umverdrahten.
Der Universalaktor löst das wie ein Schweizer Taschenmesser: Die Hardware bleibt gleich, die Funktion je Kanal bestimmst du in der Software. In der ETS legst du fest, ob ein Ausgang schaltet, eine Jalousie fährt oder Stellantriebe deiner Heizkreise bedient. Für Jalousien werden Kanäle dabei paarweise zusammengefasst und gegeneinander verriegelt – einer für Auf, einer für Ab, damit nie beide Richtungen gleichzeitig aktiv sind. Der Rest des Geräts kann parallel ganz andere Aufgaben übernehmen.
Genau diese Flexibilität macht die AKU-Reihe zur unkomplizierten Basis für KNX-Projekte: Du planst Kanäle, keine Gerätetypen. Einen Überblick über das gesamte MDT-Sortiment vom Tastsensor bis zum Dimmaktor findest du in unserer MDT-Markenwelt.
Wenn du ein Einfamilienhaus mit zentraler KNX-Verteilung planst, laufen dort viele Leitungen zusammen: Lichtkreise, Jalousiemotoren, Heizkreisverteiler. Statt diese Aufgaben auf mehrere kleinere Aktoren zu verteilen, deckt der AKU 24-fach (394,72 €) das Ganze mit einem einzigen Reiheneinbaugerät ab. Der Gerätepreis verteilt sich dabei auf viele Kanäle – und du sparst dir das Puzzle, welche Funktion in welchem Einzelaktor landet.
Der zweite Vorteil zeigt sich erst nach dem Einzug: Bleiben Kanäle zunächst frei, hast du stille Reserve direkt im Verteiler. Kommt später die Markise, ein zusätzlicher Heizkreis oder ein neuer Lichtauslass, wird einfach ein freier Kanal belegt und parametriert – ohne neues Gerät, ohne Umbau der Hutschiene. Wer eine kompaktere Verteilung hat, findet im AKU 16-fach (288,94 €) das gleiche Konzept in 8TE.
Die richtige Größe hängt weniger von der Wohnfläche ab als von deinem Verteilerkonzept. Wer alles zentral führt, fährt mit einem großen Gerät wie dem 24-fach oder 16-fach am entspanntesten. Wer je Etage eine Unterverteilung setzt, kombiniert besser mehrere mittlere Geräte – hier ist der 8-fach ein guter Ausgangspunkt, weil er in 4TE die meisten Kanäle seiner Baubreite bietet.
Interessant für die Platzplanung: 4-fach, 6-fach und 8-fach belegen laut Produktbezeichnung alle 4TE auf der Hutschiene. Wenn der Platz im Verteiler ohnehin reserviert ist, kostet der Schritt zur nächsthöheren Kanalzahl also keine zusätzliche Baubreite – nur den Preisunterschied. Gerade beim Universal-Konzept lohnt sich das doppelt, weil jeder freie Kanal später jede beliebige Aufgabe übernehmen kann.
Nicht jedes KNX-Projekt startet mit einer großen zentralen Verteilung. Im Bestand liegen die Leitungen oft sternförmig eben nicht im Keller zusammen, sondern enden in der Schalterdose im Raum. Genau dafür gibt es die Unterputz-Universalaktoren: Sie bringen das AKU-Konzept dorthin, wo die Last hängt – hinter den Taster, in die Zwischendecke, zum Jalousiemotor.
Auch hier entscheidest du erst bei der Parametrierung, ob die Kanäle schalten oder eine Jalousie fahren. So kannst du einen Raum nach dem anderen auf KNX umstellen, ohne dich früh auf eine Gerätekategorie festzulegen. Welche der beiden Ausführungen für deinen Einsatzort die richtige ist, klärst du am besten anhand der Produktseiten gemeinsam mit deiner Elektrofachkraft.




Ein reiner Schaltaktor kann genau das: schalten. Beim Universalaktor legst du je Kanal erst bei der Parametrierung fest, ob er als Schaltausgang, Jalousie-Ausgang oder für Heizungs-Stellantriebe arbeitet. Du kaufst also Kanäle, keine festgelegte Funktion – und bleibst flexibel, wenn sich die Nutzung später ändert.
Ja, genau das ist die Idee des Universal-Konzepts: Die Funktionen werden kanalweise zugeordnet und können im selben Gerät nebeneinander laufen. Welche Kombinationen im Detail möglich sind, regelt die MDT-Applikationsbeschreibung – die Zuordnung nimmt dein Systemintegrator in der ETS vor.
Für den Jalousiebetrieb werden Kanäle paarweise zusammengefasst – einer für die Auf-, einer für die Ab-Richtung. Die Richtungen sind dabei gegeneinander verriegelt, damit nie beide gleichzeitig aktiv sind. Der Rest der Kanäle im Gerät steht weiterhin für andere Aufgaben zur Verfügung.
Die Baubreite steht in der Produktbezeichnung: Die Ausführungen 4-fach, 6-fach und 8-fach belegen jeweils 4TE, der 16-fach belegt 8TE und der 24-fach 12TE auf der Hutschiene. Die Unterputz-Varianten brauchen keinen Verteilerplatz, sie sitzen dezentral im Raum.
Die Eckdaten stehen in den Produktbezeichnungen: Die REG-Ausführungen vom 4- bis 16-fach sind mit 16 A angegeben, die Unterputz-Varianten mit 10 A; beim 24-fach nennt die Produktbezeichnung keinen Wert – hier gilt die Produktseite. Ob deine konkrete Last dazu passt, prüft die Elektrofachkraft anhand der Produktseite und der technischen Dokumentation von MDT.
Ja, wie alle KNX-Geräte wird auch der Universalaktor mit der ETS parametriert – dort passiert die freie Kanalzuordnung, die das Konzept ausmacht. In der Praxis übernimmt das dein Systemintegrator oder deine KNX-erfahrene Elektrofachkraft bei der Inbetriebnahme.
Nein. Universalaktoren werden in der festen Elektroinstallation verbaut – im Verteiler oder in der Unterputzdose – und müssen korrekt ausgewählt, angeschlossen und in Betrieb genommen werden. Das gehört in die Hand einer qualifizierten Elektrofachkraft. Deine Rolle: Konzept verstehen, Kanäle und Reserve planen, Gerät auswählen.
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