Ratgeber · Smart Home
Elektrische Rollläden hast du vielleicht schon – aber morgens von Hand am Schalter, abends jeden Raum einzeln, und im Urlaub sieht das Haus aus wie leergezogen? Genau hier setzt Shelly an: Ein kleiner Aktor hinter dem vorhandenen Rollladenschalter macht daraus einen smarten Sonnenschutz – gesteuert per App, Zeitplan, Sonnenstand oder Sprachbefehl, ganz ohne neue Leitungen und ohne neuen Motor. In dieser Kaufberatung klären wir, wann der 2PM im Shutter-Modus reicht und wann der dedizierte Shelly Shutter die klügere Wahl ist.

Neun Shelly-Geräte aus unserem Sortiment eignen sich für Rollladen und Jalousie – vom winzigen Unterputz-Aktor bis zum Hutschienen-Relais für den Schaltschrank. Alle Angaben in der Tabelle stammen aus den Produktbezeichnungen, die Preise sind Bruttopreise inkl. MwSt.
| Modell | Anbindung | Last / Kanäle | Wofür | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Shelly 2PM Gen3 | WLAN, Bluetooth | max. 16 A, 2 Kanäle | Günstigster Einstieg, Unterputz | 26,19 € |
| Shelly 2PM Gen4 | WLAN, BT, Matter, Zigbee | max. 16 A, 2 Kanäle | Aktuelle Generation, Unterputz | 36,16 € |
| Shelly Shutter + BLU Button | WLAN, BT | 1 Rollladen | Dedizierter Aktor + Funktaster im Set | 51,36 € |
| Shelly 2PM Gen4 2er Pack | WLAN, BT, Matter, Zigbee | 2× 2 Kanäle | Zwei Rollläden auf einmal | 64,87 € |
| Shelly Shutter x2 + BLU RC Button 4 | WLAN, BT | 2 Rollläden | Zwei Aktoren + Fernbedienung | 73,79 € |
| Shelly Pro 2PM | WLAN | max. 25 A, 2 Kanäle | Hutschiene, Schaltschrank | 74,97 € |
| Shelly 2PM Gen4 4er Pack | WLAN, BT, Matter, Zigbee | 4× 2 Kanäle | Vier Rollläden, Komplettausstattung | 121,13 € |
| Shelly Wave Pro 2PM | Z-Wave | max. 25 A, 2 Kanäle | Hutschiene, Z-Wave-Netz | 104,20 € |
| Shelly Wave Pro Shutter | Z-Wave | 1 Rollladen | Dedizierter Rollladenaktor, Hutschiene | 122,46 € |
Die meisten Wege führen über den 2PM – ein Zweikanal-Relais mit Leistungsmessung, das per Firmware in den Rollladen-Betrieb geschaltet wird. Daneben steht der dedizierte Shelly Shutter, der von Haus aus nur eines kann: Rollläden fahren. Welcher der richtige für dich ist, klären die nächsten Abschnitte.
Der große Charme: Du musst deinen Rollladen nicht austauschen. Rohrmotor und vorhandene Verkabelung bleiben meist unangetastet. Der Aktor ist so klein, dass er in der tiefen Unterputzdose hinter dem Rollladenschalter Platz findet – unsichtbar und wartungsfrei, während dein Schalter aussieht wie vorher.
Der Anschluss selbst ist Sache der Elektrofachkraft. Hinter dem Rollladenschalter liegt Netzspannung an, und die Einbindung von Auf-, Ab-, Neutralleiter und Motor will fachgerecht gemacht sein. Was du selbst machst: das passende Gerät aussuchen und – nach dem Anschluss – die Einrichtung in der App.
Der Trick am 2PM ist seine Doppelrolle. Von Haus aus ein Zweikanal-Schalter, wird er zum Rollladenaktor, sobald du ihm in der App sagst, dass ein Rollladen an ihm hängt: Aus zwei unabhängigen Kanälen wird ein koordiniertes Auf/Ab-Gespann – Kanal 1 hoch, Kanal 2 runter, und die Firmware passt auf, dass sich beide nie in die Quere kommen.
Warum ist die Leistungsmessung so wichtig? Ein Rohrmotor hat mechanische Endschalter: Ist der Rollladen ganz oben oder unten, schaltet der Motor intern ab und zieht keinen Strom mehr. Diesen Stromabfall „sieht“ der 2PM über seine Messfunktion und weiß: Endlage erreicht. Genau das ermöglicht die smarten Extras – etwa den Rollladen gezielt auf „60 % geschlossen“ zu fahren, damit die Mittagssonne draußen bleibt, aber noch Licht ins Zimmer fällt. Ohne Messfunktion bliebe nur stumpfes Auf und Ab.
Beide Lager haben recht. Der 2PM ist das Schweizer Taschenmesser: Weißt du noch nicht, wie sich dein Smart Home entwickelt, bist du damit auf der sicheren Seite, weil du dasselbe Gerät später auch als reinen Zweikanal-Schalter nutzen könntest – ein Gerätetyp für fast alles, auf den viele in der Shelly-Community genau deshalb schwören.
Der Shelly Shutter geht den umgekehrten Weg – von vornherein ein reiner Rollladenaktor, ohne Modus-Umschalten. Besonders praktisch: Bei uns gibt es ihn im Bundle mit einem BLU-Funktaster, der sich batteriebetrieben an eine beliebige Stelle klebt – neben die Tür, ans Bett, auf den Schreibtisch – und den Rollladen per Funk steuert, ganz ohne Kabel. So bekommst du zum verbauten Aktor gleich einen zweiten, frei platzierbaren Bedienpunkt. Für eine schlüsselfertige Lösung ist das der bequemste Einstieg.
Das Wichtige zuerst: Die eigentliche Rollladen-Steuerung können beide Generationen gleich gut – zwei Kanäle, Messfunktion, Endlagen-Erkennung, Prozent-Positionierung stecken im Gen3 wie im Gen4. Willst du deine Rollläden einfach per Shelly-App und Zeitplan fahren, ist der Gen3 für 26,19 € ein grandioses Preis-Leistungs-Angebot und keineswegs veraltet.
Der Aufpreis zum Gen4 lohnt sich, wenn du über die Shelly-Welt hinaus denkst. Über Matter erscheint der Rollladen nativ in Apple Home & Co. – steuerbar aus der gleichen App wie deine anderen Marken, und Siri, Google Assistant oder Alexa fahren ihn auf Zuruf. Zigbee wiederum ist interessant, wenn du schon eine Zigbee-Zentrale betreibst und deine Funkkanäle lieber über ein eigenes Mesh führst, statt jedes Gerät ins WLAN zu hängen – das hält bei vielen Aktoren dein WLAN schlank.
Willst du gleich mehrere Rollläden nachrüsten, rechnen sich die Multipacks: den 2PM Gen4 im 2er Pack (64,87 €) für zwei Fenster oder den 4er Pack (121,13 €) für die halbe Wohnung – pro Stück spürbar günstiger als der Einzelkauf.
Nicht jeder Rollladen wird von einem Schalter direkt daneben gesteuert. Gerade in neueren Häusern laufen die Motorleitungen sternförmig zurück in den Schaltschrank. Für diese Bauart bietet Shelly die Pro-Serie im Hutschienen-Gehäuse (REG). Der Pro 2PM ist der Zweikanal-Aktor für die Schiene: gleiche Idee wie der kleine 2PM, nur mit höherer Belastbarkeit (max. 25 A laut Bezeichnung) und im Format neben den Sicherungsautomaten.
Wer sein Haus über Z-Wave statt WLAN vernetzt – ein robustes, WLAN-unabhängiges Funk-Mesh –, findet mit dem Wave Pro 2PM und dem Wave Pro Shutter die passenden Hutschienen-Geräte. Der Wave Pro Shutter ist dabei die kompromisslose Variante: ein reiner Rollladenaktor. Wenn im Schaltschrank ausschließlich Rollläden geschaltet werden, ist das die sauberste Lösung.
Da im Schaltschrank an der festen Installation gearbeitet wird, ist die Elektrofachkraft hier von vornherein am Zug. Willst du tiefer in die Schaltschrank-Planung einsteigen, schau in unseren Ratgeber zur Shelly Pro-Serie auf der Hutschiene.
Damit keine Verwechslung entsteht: Der ebenfalls REG-baugleiche Pro Dimmer 2PM (91,21 €) trägt zwar „2PM“ im Namen, ist aber ein Dimmer für Licht – kein Rollladenaktor. Für Rollläden nimmst du eines der oben genannten Shutter-fähigen Geräte.
Jetzt wird der Rollladen wirklich smart – und dieser Teil gehört komplett dir. Nach dem fachgerechten Anschluss bringst du den Aktor in dein WLAN, fügst ihn in der Shelly-App hinzu und stellst ihn auf den Cover-Modus. Der wichtigste Schritt ist die Kalibrierung: Du startest sie in der App, der Rollladen fährt einmal vollständig auf und zu, und der Aktor merkt sich die Laufzeit zwischen den Endlagen. Ab da weiß er, was „50 %“ bedeutet – und fährt jede Zwischenposition sauber an.
Was du danach anstellst, ist der eigentliche Spaß: Zeitpläne, die morgens öffnen und abends schließen; eine Sonnenschutz-Automatik bei praller Mittagssonne; eine Anwesenheitssimulation für den Urlaub; oder eine „Gute Nacht“-Szene, die alle Rollläden auf einmal schließt. All das richtest du selbst ein – ohne Elektriker, ohne Risiko. Und keine Sorge um den Alltag: Dein gewohnter Wandschalter funktioniert weiter, der Aktor hört auf ihn genauso wie auf die App. Besuch, Kinder, Großeltern bedienen den Rollladen weiter am Schalter – die App ist die Kür, nicht die Pflicht.
„Rollladen“ ist im Alltag ein Sammelbegriff, technisch lohnt die Unterscheidung. Ein klassischer Rollladen ist ein geschlossener Panzer: nur oben und unten – genau das erledigt der 2PM im Cover-Modus. Eine Jalousie oder ein außen liegender Raffstore dagegen besteht aus Lamellen, die sich zusätzlich schräg stellen lassen – um Licht hereinzulassen und trotzdem vor Blicken oder Hitze zu schützen.
Damit der Aktor das kann, stellst du in der App den passenden Behang-Typ ein: Kurze Tastendrücke kippen dann die Lamellen, lange fahren den Behang. Die zwei Kanäle des 2PM steuern also Auf/Ab und Neigung – genau darum passt ein Zweikanal-Aktor mit Messfunktion hier so gut. Wichtig für die Planung: Die Lamellen-Verstellung klappt nur, wenn dein Behang-Motor sie mechanisch mitmacht. Bei einem reinen Rollladen-Rohrmotor gibt es nichts zu kippen. Kläre also vor dem Kauf, welchen Motortyp du hast – deine Elektrofachkraft sagt dir, was er hergibt.


Alle Geräte sind bestellbar – teils aus dem Eigenlager, teils über unser Partnerlager mit rund 3–4 Tagen Lieferzeit. Mehr rund um die Marke findest du in unserer Shelly-Markenwelt; welches Shelly-Relais generell wofür taugt, klärt der Ratgeber Shelly Relais im Vergleich.
Den elektrischen Anschluss nicht. Der Aktor sitzt in der festen 230-V-Installation – hinter dem Rollladenschalter oder im Schaltschrank –, und dort liegt Netzspannung an. Der Anschluss gehört deshalb in die Hand einer qualifizierten Elektrofachkraft. Was du selbst machst: das passende Gerät auswählen, die Situation vorab einschätzen und nach dem Anschluss die komplette Einrichtung und Kalibrierung in der Shelly-App. Kurz: Du verstehst, planst und wählst aus – dein Elektriker schließt an.
Der 2PM ist ein universelles Zweikanal-Relais mit Messfunktion, das du per App in den Cover-/Shutter-Modus schaltest – er kann also auch andere Aufgaben übernehmen. Der Shelly Shutter ist ein dedizierter Rollladenaktor, der von Haus aus nur für Behänge gebaut ist und bei uns praktischerweise im Set mit einem BLU-Funktaster kommt. Funktional fährst du mit beiden deinen Rollladen – der 2PM ist flexibler, das Shutter-Set der bequemere Komplett-Einstieg.
Weil ein Rollladenmotor in zwei Richtungen laufen muss und beide Richtungen niemals gleichzeitig Spannung bekommen dürfen. Ein Ein-Kanal-Relais wie der Shelly 1 schaltet nur einen Stromkreis ein oder aus – das ist reiner Schaltbetrieb. Für Rollläden brauchst du zwei Kanäle (auf/ab) mit eingebauter Verriegelung und die passende Cover-Firmware. Genau das bietet der 2PM.
Das PM steht für Power Metering, also Leistungsmessung. Über den Stromverbrauch erkennt der Aktor, wann der Motor am Anschlag steht und keinen Strom mehr zieht – das ist die Grundlage der Endlagen-Erkennung. Erst dadurch kann der Rollladen prozentgenau positioniert werden, etwa auf „60 % geschlossen“. Als Nebeneffekt siehst du am Verbrauch auch, wenn der Motor mit der Zeit schwergängiger wird.
Die reine Rollladen-Funktion können beide gleich gut. Der Gen3 (26,19 €) ist die günstige, ausgereifte Wahl für die Nutzung per Shelly-App. Der Gen4 (36,16 €) bringt laut Bezeichnung zusätzlich Matter und Zigbee mit – sinnvoll, wenn du den Rollladen in Apple Home, Google, Alexa oder ein bestehendes Zigbee-Netz einbinden willst. Für mehrere Rollläden lohnen sich die 2er- und 4er-Packs.
Ja. In fast allen Fällen wird der vorhandene Rollladenschalter zum physischen Eingang des Aktors und bleibt voll bedienbar. Du steuerst den Rollladen also weiterhin von Hand am Schalter – und zusätzlich per App, Zeitplan oder Sprachbefehl. Wie der Schalter konkret eingebunden wird, legt deine Elektrofachkraft beim Anschluss fest.
Ja, sofern dein Behang-Motor die Lamellen-Verstellung mechanisch unterstützt. Im Cover-Modus stellst du den passenden Behang-Typ ein; kurze Tastenimpulse kippen dann die Lamellen, lange fahren den Behang. Bei einem reinen Rollladen-Panzer gibt es keine Lamellen zu neigen – da bleibt es beim Auf/Ab. Kläre vor dem Kauf, welchen Motortyp du hast.
Für die Hutschiene gibt es den Pro 2PM (74,97 €, WLAN) und die Z-Wave-Varianten Wave Pro 2PM (104,20 €) sowie den dedizierten Wave Pro Shutter (122,46 €). Sie sind belastbarer (max. 25 A laut Bezeichnung) und im REG-Format für den Schaltschrank gebaut. Da hier an der festen Installation gearbeitet wird, plant und montiert die Elektrofachkraft – mehr dazu im Ratgeber zur Shelly Pro-Serie auf der Hutschiene.
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