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Warmwasserspeicher wählen: SHW, SBB & Wandspeicher

Warmwasserspeicher wählen: Stiebel Eltron SHW, SBB & Wandspeicher

Der passende Warmwasserspeicher hängt an vier Fragen: Wand oder Stand, wie viele Liter, drucklos oder druckfest – und wie das Wasser erwärmt wird. Dieser Ratgeber führt Sie durch die Auswahl der Stiebel-Eltron-Reihen SHW und SBB, damit Sie das richtige Modell bestellen. Den Elektro- und Wasseranschluss übernimmt anschließend das Fachhandwerk.

Kurz & knapp

  • Bauform: Wandspeicher für einzelne Räume und kleine Wohnungen, Standspeicher (rund 200–400 l) für mehrere Bäder und größere Haushalte.
  • Größe: Als grobe Orientierung gelten etwa 30–50 Liter Warmwasserbedarf pro Person und Tag – der Speicher wird nach Personenzahl und Zapfgewohnheiten ausgelegt.
  • Druck: Drucklos (offen) versorgt nur eine Zapfstelle über eine Spezialarmatur; druckfest (geschlossen) versorgt mehrere Zapfstellen, braucht aber eine Sicherheitsgruppe.
  • Wärmequelle: Rein elektrisch (SHW-Standspeicher, Wandspeicher) oder über Wärmepumpe, Heizung bzw. Solar beheizt (SBB-Reihe mit Glattrohr-Wärmetauscher).
  • Recht: Auswahl und Planung dürfen Sie selbst, Strom- und Wasseranschluss gehören in die Hände von eingetragener Elektrofachkraft und SHK-Fachhandwerk.

Wandspeicher oder Standspeicher?

Die erste Weichenstellung ist die Bauform. Sie ergibt sich aus dem Platzangebot und aus der Menge Warmwasser, die Sie speichern wollen.

Wandspeicher hängen an der Wand und sind kompakt. Sie eignen sich für einzelne Räume, kleine Wohnungen oder als Ergänzung dort, wo eine zentrale Warmwasserversorgung nicht hinreicht. Kleine Modelle mit wenigen Litern sitzen unter oder über dem Waschbecken (Untertisch- bzw. Übertischgerät); größere Wandspeicher decken auch ein Bad ab. Geschlossene, druckfeste Wandspeicher können mehrere Zapfstellen versorgen – der in dieser Übersicht gelistete Wandspeicher ist der STIEBEL ELTRON Wandspeicher HFA/EB 80 Z, 80 l (628,78 €) mit einstellbarer Leistung von 2 bis 6 kW.

Standspeicher stehen auf dem Boden und fassen deutlich mehr – üblich sind 200 bis 400 Liter und mehr. Sie sind die Wahl für Haushalte mit mehreren Bädern, hohem Warmwasserbedarf oder wenn der Speicher an eine Wärmepumpe, eine Heizung oder eine Solaranlage angebunden werden soll. Rein elektrische Standspeicher wie der STIEBEL ELTRON SHW 200 S, 200 l (1.800,34 €) oder der größere SHW 300 S, 300 l (1.974,51 €) sind für die zentrale Versorgung ausgelegt.

Typ Aufstellung Typische Größe Wofür geeignet Beispiel im Shop
Kleinspeicher Wand (Unter-/Übertisch) ca. 5–15 l einzelne Zapfstelle, z. B. Küche oder Gäste-WC siehe Kategorie Warmwasserbereiter
Wandspeicher Wand ca. 30–150 l Bad oder kleine Wohnung, ggf. mehrere Zapfstellen HFA/EB 80 Z
Elektro-Standspeicher Boden ca. 200–300 l größerer Haushalt, rein elektrische Versorgung SHW 200 S, SHW 300 S
Bivalenter Standspeicher Boden ca. 300–400 l Anbindung an Wärmepumpe, Heizung oder Solar SBB-Reihe

Klassische kleine drucklose Küchenboiler sind hier nicht im Sortiment gelistet – dafür lohnt der Blick in die Kategorie Warmwasserbereiter.

Wie viele Liter? Speichergröße nach Bedarf

Die Größe richtet sich nach der Personenzahl, den Zapfstellen und den Gewohnheiten – ein Haushalt mit Wannenbädern braucht mehr Reserve als einer mit kurzen Duschen. Als grobe Orientierung wird oft mit rund 30 bis 50 Litern Warmwasserbedarf pro Person und Tag gerechnet. Das sind Faustwerte, keine verbindliche Auslegung: Wer viel gleichzeitig zapft, sollte großzügiger planen.

  • Einzelne Zapfstelle (Handwaschbecken, kleine Küche): ein kleiner Wand- oder Untertischspeicher reicht.
  • 1–2 Personen, ein Bad: ein Wandspeicher wie der HFA/EB 80 Z (628,78 €) deckt den Alltag ab.
  • 3–4 Personen: ein Standspeicher um 200 Liter, etwa der SHW 200 S (1.800,34 €).
  • Größerer Haushalt / mehrere Bäder: 300 Liter und mehr, z. B. SHW 300 S (1.974,51 €) oder ein bivalenter Speicher der SBB-Reihe.

Wichtig: Ein zu großer Speicher kostet unnötig Bereitschaftsenergie (Wärme geht über die Standzeit verloren), ein zu kleiner liefert bei Spitzenlast nicht genug warmes Wasser. Eine gute Dämmung des Speichers reduziert die Verluste – gerade bei größeren Standgeräten ein spürbarer Faktor.

Offen (drucklos) oder geschlossen (druckfest) – und die Sicherheitsgruppe

Diese Unterscheidung wird häufig übersehen, entscheidet aber über Armatur und Installation.

Offen (drucklos, Niederdruck): Der Speicher steht nicht unter Leitungsdruck. Er versorgt genau eine Zapfstelle und benötigt eine spezielle drucklose Niederdruckarmatur. Beim Aufheizen dehnt sich das Wasser aus und tropft sichtbar aus dem Auslauf – das ist bei diesen Geräten normal. Typisch sind kleine Küchenboiler.

Geschlossen (druckfest): Der Speicher hängt am Leitungsdruck und kann mehrere Zapfstellen mit ganz normalen Armaturen versorgen. Das ist die Bauart der hier gelisteten Wand- und Standspeicher (HFA/EB, SHW, SBB). Weil das Wasser unter Druck steht, ist eine Sicherheitsgruppe zwingend.

Die Sicherheitsgruppe sitzt in der Kaltwasserzuleitung und übernimmt mehrere Aufgaben: Ein Sicherheitsventil lässt das beim Aufheizen entstehende Ausdehnungswasser kontrolliert zum Ablauf ab und begrenzt den Druck, ein Rückflussverhinderer schützt das Trinkwassernetz, ein Absperrventil erlaubt die Wartung. Bei Bedarf ergänzt ein Membran-Ausdehnungsgefäß das System, damit weniger Wasser abtropft. Die richtige Auslegung und der Einbau der Sicherheitsgruppe gehören zum Wasseranschluss durch das SHK-Fachhandwerk; passende Komponenten finden Sie in der Kategorie Warmwasserbereiter.

Elektrisch beheizt oder über Wärmepumpe und Heizung?

Neben Form und Größe zählt, wie das Wasser warm wird. Danach richtet sich die Modellreihe.

Rein elektrisch (SHW, Wandspeicher): Ein elektrisches Heizelement erwärmt das Wasser direkt im Speicher. Das ist einfach und unabhängig von einer Zentralheizung. Die SHW-Standspeicher arbeiten wahlweise im Ein- oder Zweikreisbetrieb: Der Zweikreisbetrieb kann günstigeren Nacht- bzw. Wärmestrom nutzen und tagsüber bei Bedarf nachheizen. Modelle: SHW 200 S (1.800,34 €) und SHW 300 S (1.974,51 €). Für die Wand: HFA/EB 80 Z (628,78 €).

Über Wärmepumpe, Heizung oder Solar (SBB): Diese Standspeicher werden über einen internen Glattrohr-Wärmetauscher von einer externen Wärmequelle beheizt. Sie sind die richtige Wahl, wenn eine Wärmepumpe oder ein Heizkessel das Warmwasser mitmachen soll:

  • SBB 301 WP (2.093,20 €) – Speicher mit Glattrohr-Wärmeübertrager für den Wärmepumpenbetrieb.
  • SBB 302 WP (2.395,30 €) – ebenfalls mit Glattrohr-Wärmetauscher.
  • SBB 401 WP SOL (2.732,87 €) – für die Kombination mit Solarthermie.
  • SBB 400-1 Plus (1.703,24 €) – Trinkwarmwasserspeicher für die heizungsseitige Anbindung.

Faustregel: Steht keine Zentralheizung oder Wärmepumpe zur Verfügung, ist ein elektrischer SHW- oder Wandspeicher der direkte Weg. Ist eine Wärmepumpe geplant oder vorhanden, spielt ein SBB-Speicher seinen Effizienzvorteil aus. Welche Wärmequelle wirklich passt, hängt vom Gesamtsystem ab – hier lohnt die Abstimmung mit dem Fachhandwerk.

Anschluss & Sicherheit: Das gehört ins Fachhandwerk

Auswahl, Größenbestimmung und Planung können Sie mit diesem Ratgeber selbst treffen. Die Ausführung ist jedoch geregelt und darf nicht in Eigenregie erfolgen:

  • Elektroanschluss: Der Anschluss an die feste 230/400-V-Installation ist ausschließlich einer eingetragenen Elektrofachkraft vorbehalten. Größere elektrische Speicher benötigen häufig einen eigenen, entsprechend abgesicherten Stromkreis (bei höherer Leistung dreiphasig, 400 V) – das plant und führt die Fachkraft aus.
  • Wasseranschluss: Trinkwasserseitiger Anschluss, Sicherheitsgruppe und Dichtheit gehören zum SHK-Fachhandwerk (Trinkwasserhygiene, korrekte Absicherung).

Vor Arbeiten an der Elektroinstallation gelten die fünf Sicherheitsregeln: Freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, Erden und Kurzschließen, benachbarte spannungsführende Teile abdecken oder abschranken. Diese Schritte sind Aufgabe der Elektrofachkraft. Eine konkrete Klemm- oder Verdrahtungsanleitung geben wir hier bewusst nicht – die Verrohrung nach einschlägigen Regeln der Technik (u. a. DIN VDE, DVGW) setzt die Fachkraft normgerecht um. Ihr Part ist die richtige Auswahl; den sicheren Anschluss übernimmt das Handwerk.

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Häufige Fragen

Wandspeicher oder Standspeicher – was ist besser?

Das hängt vom Bedarf und Platz ab. Wandspeicher sind kompakt und passen für einzelne Räume oder kleine Wohnungen. Standspeicher fassen mehr (typisch 200–400 l) und versorgen mehrere Bäder oder größere Haushalte; sie lassen sich außerdem an Wärmepumpe, Heizung oder Solar anbinden.

Wie viele Liter Warmwasserspeicher brauche ich?

Als grobe Orientierung werden oft 30–50 Liter Warmwasserbedarf pro Person und Tag angesetzt. Für 1–2 Personen genügt meist ein Wandspeicher, ab 3–4 Personen ein Standspeicher um 200 Liter, bei mehreren Bädern 300 Liter oder mehr. Zapfgewohnheiten (Dusche vs. Wanne) verschieben den Bedarf.

Was ist der Unterschied zwischen offenem (drucklosem) und geschlossenem Speicher?

Ein offener, druckloser Speicher steht nicht unter Leitungsdruck, versorgt nur eine Zapfstelle und braucht eine spezielle Niederdruckarmatur; beim Aufheizen tropft Ausdehnungswasser aus dem Auslauf. Ein geschlossener, druckfester Speicher hängt am Leitungsdruck, versorgt mehrere Zapfstellen mit normalen Armaturen und benötigt zwingend eine Sicherheitsgruppe.

Wozu dient die Sicherheitsgruppe?

Sie sichert druckfeste Speicher ab: Ein Sicherheitsventil begrenzt den Druck und lässt das beim Aufheizen entstehende Ausdehnungswasser kontrolliert ab, ein Rückflussverhinderer schützt das Trinkwassernetz, ein Absperrventil erlaubt die Wartung. Auslegung und Einbau übernimmt das SHK-Fachhandwerk.

Darf ich einen Warmwasserspeicher selbst anschließen?

Auswahl, Planung und Größenbestimmung dürfen Sie selbst treffen. Der Anschluss an die feste 230/400-V-Elektroinstallation ist einer eingetragenen Elektrofachkraft vorbehalten, der trinkwasserseitige Anschluss mit Sicherheitsgruppe dem SHK-Fachhandwerk. Beides ist aus gutem Grund geregelt.

Was bedeutet Ein- und Zweikreisbetrieb?

Beim Einkreisbetrieb wird der Speicher über einen Stromkreis geheizt. Beim Zweikreisbetrieb kann er günstigeren Nacht- bzw. Wärmestrom nutzen und tagsüber bei Bedarf über einen zweiten Kreis nachheizen. Die SHW-Standspeicher unterstützen beide Varianten; welche sich lohnt, hängt vom Stromtarif ab.

Welcher Speicher passt zu einer Wärmepumpe?

Für die Wärmepumpe eignen sich Speicher mit internem Glattrohr-Wärmetauscher aus der SBB-Reihe, etwa der SBB 301 WP oder SBB 302 WP. Soll zusätzlich Solarthermie eingebunden werden, ist ein Modell wie der SBB 401 WP SOL vorgesehen. Die konkrete Auslegung stimmen Sie mit dem Fachhandwerk ab.

Wie hoch ist der Stromverbrauch eines elektrischen Speichers?

Das hängt von Speichergröße, Zieltemperatur, Dämmung und Zapfmenge ab. Eine gute Dämmung hält die Bereitschaftsverluste gering, und ein Zweikreisbetrieb mit Nacht- bzw. Wärmestrom kann die Kosten senken. Pauschale kWh-Werte lassen sich seriös nur für die konkrete Situation berechnen.

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