Ratgeber · Photovoltaik & Energie
Das E-Auto steht vor der Tür, jetzt fehlt nur noch der eigene Ladepunkt. Zwei deutsche Traditionsmarken stehen dabei besonders häufig auf dem Zettel: ABL mit der eMH1 und Mennekes mit der Amtron-Familie. Beide laden dein Auto zuverlässig – aber sie zielen auf unterschiedliche Stellplätze, Budgets und Ansprüche. Hier erfährst du, worin sich die Modelle unterscheiden, welches Zubehör deinen Stellplatz wetterfest macht und was vor der Installation zu klären ist.

Zwei Marken, zwei Welten: ABL bietet mit der eMH1 eine Wallbox in zwei Anschlussvarianten plus passendes Montage- und Wetterschutz-Zubehör. Mennekes tritt mit sieben Varianten der Amtron-Professional-Reihe an, dazu kommen Edelstahlsäule und Schutzdächer für die flexible Aufstellung. Alle Angaben zu Ausführung und Leistung stammen direkt aus den Produktbezeichnungen.
Bevor du über Marken nachdenkst, lohnt eine viel praktischere Frage: Wie willst du täglich laden? Mit einem fest angeschlagenen Kabel hängst du das Auto in Sekunden an – kein Kabel aus dem Kofferraum kramen, kein Aufwickeln im Regen. Dafür bist du auf das montierte Kabel festgelegt. Die Steckdosen-Variante dreht das um: Du bringst dein eigenes Typ-2-Kabel mit und bleibst flexibel, was Kabellänge und Wechsel angeht.
ABL bietet die eMH1 in beiden Ausführungen an: als eMH1 mit Typ-2-Ladekabel (481,40 €) und als eMH1 mit Typ-2-Steckdose (481,40 €). Da beide gleich viel kosten, entscheidet hier allein dein Ladealltag. Auch bei den Mennekes-Amtron-Varianten unterscheiden sich die Ausführungen – welche Anschlussart die jeweilige Variante mitbringt, entnimmst du am besten der Produktseite.
Wenn du einen festen Stellplatz an der Garagen- oder Hauswand hast und einfach zuverlässig laden willst, ist die eMH1 der naheliegende Kandidat: Mit 481,40 € liegt sie preislich deutlich unter den Amtron-Professional-Modellen, deckt aber den Kern dessen ab, was eine private Wallbox leisten muss – das Auto sicher und komfortabel über die fest installierte Zuleitung laden.
Interessant ist das Zubehör-Ökosystem: Die Montageplatte WHEMH10 erleichtert die Befestigung, das Wetterschutzdach WPR12 schützt die Box am Carport oder Außenstellplatz vor Regen und Schnee. Und wer perspektivisch mehr aus dem Ladepunkt herausholen will – Stichwort Energiemanagement im Haus, etwa im Zusammenspiel mit einer Photovoltaik-Anlage – findet mit dem EMSHOME ein laut Produktbezeichnung eigens für die eMH1 gedachtes Energy Management System. Was es in deinem konkreten Setup übernehmen kann, klärst du am besten über die Produktseite und mit deiner Elektrofachkraft. Für die größere eMH3-Baureihe von ABL führen wir übrigens ebenfalls ein passendes Wetterschutzdach WPR36 (90,96 €).
Mennekes ist die Marke, deren Name buchstäblich am Stecker klebt – und die Amtron-Professional-Reihe richtet sich, wie schon der Namenszusatz „Professional“ andeutet, an Ladepunkte mit höheren Anforderungen: etwa am Firmenparkplatz, am Mehrfamilienhaus oder überall dort, wo die Wallbox mehr können soll als nur laden. Das spiegelt sich im Preis: Die Modelle starten bei 1.979,66 € und reichen bis 2.396,61 € für die Amtron Professional PnC 22 C2 ativo.
Die sieben Varianten unterscheiden sich über Kürzel wie C2, PnC und ativo in der Produktbezeichnung sowie über die Artikelnummer – teils gibt es äußerlich gleich benannte Modelle zu unterschiedlichen Preisen, etwa die 22 C2ativo als 1384202MA (1.979,66 €) und als 1386202MA (2.214,04 €). Welche Ausstattung sich hinter welcher Artikelnummer verbirgt, prüfst du am besten direkt auf der Produktseite – und besprichst die Auswahl mit deiner Elektrofachkraft, die auch die Anforderungen deines Standorts kennt.
Die Frage „ABL oder Mennekes“ entscheidet sich oft weniger am Gerät als am Stellplatz. In der geschlossenen Garage ist die Welt einfach: Wallbox an die Wand, fertig – hier spielt die eMH1 ihre Stärke als unkomplizierte Wandbox aus. Am Carport oder Außenstellplatz kommt Witterung ins Spiel: Ein Dach über der Box schützt Elektronik und Bedienelemente und hält Regen beim Ein- und Ausstecken von dir fern.
Richtig interessant wird das Mennekes-Zubehör, wenn gar keine Wand zur Verfügung steht: Die Edelstahlsäule macht aus der Amtron eine freistehende Ladesäule – etwa auf dem Stellplatz vor dem Mehrfamilienhaus oder dem Besucherparkplatz der Firma. Kombiniert mit dem passenden Schutzdach ist der Ladepunkt damit komplett unabhängig vom Gebäude. Welche Kombination an deinem Standort baulich und elektrisch sinnvoll ist, planst du gemeinsam mit deiner Elektrofachkraft.
Wer „Wallbox kaufen“ googelt, hat meist das klassische Heimlade-Szenario im Kopf: Das Auto steht über Nacht, die Ladeleistung muss keine Rekorde brechen. Wichtig zu wissen: Die maximale Leistung der Box ist ein Kann, kein Muss – wie schnell tatsächlich geladen wird, bestimmen am Ende auch das Ladegerät im Auto und die Auslegung deines Hausanschlusses. Die hier verglichenen Modelle tragen die 22 in der Produktbezeichnung; ob und wie die Ladeleistung für deinen Anschluss konfiguriert wird, legt die Elektrofachkraft bei der Installation fest.
Zum Formalen: In Deutschland muss jede Wallbox beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet werden, ab höheren Ladeleistungen braucht es zusätzlich eine Genehmigung. Die genauen Schwellen und den Papierkram kennt dein Elektriker – in der Praxis läuft beides über ihn. Selbst anschließen ist tabu: Die Wallbox hängt an der fest installierten Zuleitung mit Netzspannung, und nur eine Fachkraft darf hier arbeiten. Noch mehr Auswahl findest du in unserer Kategorie Ladestationen.
Über Einsatzort und Budget: Für den privaten Stellplatz mit Wandmontage ist die eMH1 (481,40 €) der unkomplizierte Einstieg. Die Amtron-Professional-Reihe (ab 1.979,66 €) richtet sich an anspruchsvollere Ladepunkte, etwa am Firmenparkplatz – inklusive Zubehör wie Edelstahlsäule für die freistehende Montage. Welche Variante zu deinem Standort passt, klärst du mit deiner Elektrofachkraft.
Das ist eine Komfortfrage: Mit festem Kabel steckst du einfach an und lädst – ideal am täglich genutzten Stellplatz. Mit der Steckdosen-Variante nutzt du dein eigenes Typ-2-Kabel und bleibst flexibel bei Kabellänge und Wechsel. Bei der ABL eMH1 kosten beide Varianten gleich viel (je 481,40 €), du entscheidest also rein nach Ladealltag.
Typ 2 bezeichnet das in Europa übliche Stecksystem an Ladestationen für E-Autos. Die allermeisten aktuellen Elektroautos in Europa laden darüber. Beide hier verglichenen Hersteller setzen laut Produktbezeichnungen auf Typ 2 – bei ABL ausdrücklich als „Typ 2 Ladekabel“ beziehungsweise „Typ 2 Steckdose“.
Ja. In Deutschland muss jede Wallbox beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet werden, ab höheren Ladeleistungen ist zusätzlich eine Genehmigung erforderlich. Die genauen Schwellen und Formulare kennt deine Elektrofachkraft – in der Praxis erledigt sie Anmeldung und gegebenenfalls Genehmigungsantrag im Zuge der Installation gleich mit.
Nein. Die Wallbox wird fest an die Hausinstallation mit Netzspannung angeschlossen – Planung, Montage, Anschluss und Inbetriebnahme gehören zwingend in die Hand einer qualifizierten Elektrofachkraft. Sie prüft auch, ob Zuleitung und Absicherung für die gewünschte Ladeleistung passen.
Das sind Ausstattungs-Kürzel aus den Mennekes-Produktbezeichnungen, über die sich die sieben Amtron-Professional-Varianten im Sortiment unterscheiden – zusätzlich zur Artikelnummer. Welche Funktionen sich im Detail dahinter verbergen, findest du auf der jeweiligen Produktseite; bei der Auswahl für deinen Standort hilft deine Elektrofachkraft.
In der geschlossenen Garage: nein. Am Carport oder Außenstellplatz ist ein Dach eine sinnvolle Ergänzung – es schützt Elektronik und Bedienfeld vor Witterung und dich beim Anstecken vor Regen. Im Sortiment: das ABL Wetterschutzdach WPR12 für eMH1/eMH2 (76,97 €) sowie die Mennekes-Schutzdächer für Wandmontage (370,84 €) und Edelstahlsäule (346,94 €).
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