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Bestseller Aufputzprogramme
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Kaufberatung: Aufputzprogramme
Aufputz heißt: Das Gerät sitzt auf der Wand, nicht darin. Gebraucht wird das überall dort, wo keine Unterputzdose gesetzt werden kann oder soll — im Keller und in der Garage, an Betonwänden und Fertigteilen, im Feuchtraum, im Stall, in der Werkstatt und im Außenbereich. Auch im Altbau ist Aufputz oft der einzige Weg, eine zusätzliche Steckdose nachzurüsten, ohne Wände aufzustemmen. Wir führen 1.413 lieferbare Aufputzartikel, davon 311 sofort ab Lager, aus 22 Sortimenten — verteilt auf 13 Unterbereiche von Schaltern und Steckdosen über Gehäuse und Dosen bis zu Zeitschaltuhren- und Beleuchtungsaufsätzen.
Die entscheidende Größe ist der Schutzgrad. Die IP-Kennzahl beschreibt, wogegen ein Gehäuse schützt: die erste Ziffer gegen Fremdkörper, die zweite gegen Wasser. IP44 steht für Spritzwasser aus allen Richtungen und ist der übliche Wert für Feuchträume und geschützte Außenbereiche. Wichtig dabei: Der angegebene Schutz gilt nur bei geschlossenem Deckel. Eine Steckdose mit hochgeklapptem Deckel und eingestecktem Stecker erreicht ihn nicht. Wo mit Strahlwasser zu rechnen ist — beim Abspritzen im Stall, an der Waschanlage, unter freiem Himmel ohne Überstand — führt an IP65 kein Weg vorbei.
Preislich reicht das Sortiment von 0,25 € für Einzelteile wie Dichtungen und Leitungseinführungen bis 1.642 € für große Verteilergehäuse; der Median liegt bei 18,05 €. Die größten Sortimente kommen von Jung (378 Artikel), Busch-Jaeger (205), Kopp (176), Gira (147), Berker (127) und Legrand (104). Einen Überblick über die Hersteller gibt es in den Markenwelten.
Worauf beim Kauf achten?
- Schutzgrad zum Einsatzort: IP44 für Feuchtraum und geschützte Außenwand, IP65 überall dort, wo abgespritzt oder direkt beregnet wird. Der Wert gilt für das geschlossene Gerät — im Betrieb mit gestecktem Stecker ist er niedriger, sofern die Ausführung dafür nicht ausdrücklich konstruiert ist.
- Leitungseinführung nicht vergessen: Der Schutzgrad steht und fällt mit der Einführung. Eine Membraneinführung dichtet nur, wenn sie zur Leitung passt; für starre Rohre und Wellrohre gibt es eigene Verschraubungen. Ungenutzte Öffnungen müssen verschlossen bleiben.
- Werkstoff und UV-Beständigkeit: Für dauernde Sonneneinstrahlung sind nicht alle Kunststoffe geeignet; Ausführungen für den Außenbereich sind entsprechend gekennzeichnet. Im Stall und in aggressiver Umgebung lohnt der Blick auf die Chemikalienbeständigkeit.
- Kombinierbarkeit innerhalb der Serie: Aufputzprogramme sind Systeme: Gehäuse, Aufsätze, Rahmen und Dichtungen gehören zusammen. Ein Aufsatz aus einem anderen Programm passt in der Regel nicht — und wenn er passt, stimmt die Abdichtung nicht mehr.
- Außensteckdose und Fehlerstromschutz: Steckdosenstromkreise im Außenbereich müssen über einen Fehlerstrom-Schutzschalter mit 30 mA abgesichert sein. Das ist keine Eigenschaft der Aufputzdose, sondern eine Frage der Absicherung im Verteiler — und beim Nachrüsten der häufigste übersehene Punkt.
- Montageuntergrund: Auf Holz, Dämmung oder Hohlwand braucht es andere Befestigung als auf Mauerwerk. Bei brennbarem Untergrund gelten zusätzliche Anforderungen an das Gehäuse — die Herstellerangabe zur Montage auf brennbaren Baustoffen steht in der Anleitung.
Häufige Fragen
Was bedeutet IP44 genau?
Die erste Ziffer 4 steht für den Schutz gegen feste Fremdkörper ab 1 mm, die zweite 4 für Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen. Nicht enthalten sind Strahlwasser, zeitweiliges Untertauchen und Staubdichtheit. Für Bereiche, die abgespritzt werden, ist IP65 der richtige Wert.
Gilt der Schutzgrad auch mit eingestecktem Stecker?
In der Regel nicht. Die Angabe bezieht sich auf das geschlossene Gerät. Für den Dauerbetrieb im Freien gibt es Ausführungen mit Deckel, der sich auch über der Anschlussleitung schließen lässt — darauf muss beim Kauf ausdrücklich geachtet werden.
Kann ich Aufputzgeräte auch im Innenbereich verwenden?
Ja, das ist völlig üblich — im Keller, in der Werkstatt, auf dem Dachboden und überall dort, wo nachträglich installiert wird. Der einzige Nachteil ist die Optik; funktional sind Aufputzgeräte den Unterputzvarianten gleichwertig und im Bestand oft die einzige zerstörungsfreie Lösung.
Brauche ich für eine Außensteckdose einen FI-Schalter?
Ja. Steckdosenstromkreise im Außenbereich müssen mit einem Fehlerstrom-Schutzschalter mit 30 mA Bemessungsfehlerstrom geschützt sein. Ob der vorhandene Stromkreis das schon erfüllt, prüft die Elektrofachkraft im Verteiler — in älteren Anlagen ist es häufig nicht der Fall.
Wie befestige ich ein Aufputzgehäuse auf einer Dämmung?
Nicht direkt. Für Wärmedämmverbundsysteme gibt es Montagesockel und Dämmstoffhalter, die die Last in den tragenden Untergrund einleiten und gleichzeitig die Dämmebene abdichten. Ein Dübel in der Dämmung allein trägt nicht und schafft eine Wärmebrücke.
Passen Aufputz- und Unterputzaufsätze zusammen?
Nein. Aufputzprogramme haben eigene Gehäuse und eigene Aufsätze; Unterputzeinsätze sind für den Einbau in eine Gerätedose konstruiert. Es gibt allerdings Aufputzgehäuse, die eine Unterputz-Einbaudose nachbilden — damit lassen sich Unterputzgeräte aufputz montieren, wenn dieselbe Serie fortgeführt werden soll.




























































