Eltako · Schalten & Koppeln
Reiheneinbau-Relais von Eltako schalten Lasten per Steuersignal — vom klassischen elektromechanischen Schaltrelais der R12-Serie über das geräuschlose elektronische ER12 bis zum Steuer- und Koppelrelais, das Steuerstromkreise galvanisch getrennt verbindet und Signalpegel anpasst.
ER12DX/110-240V · Elektronisches Schaltrelais
Ein Schaltrelais ist ein Reiheneinbaugerät (REG) für die Verteilung, das eine Last per Steuersignal schaltet. Liegt am Steuereingang eine Spannung an, zieht das Relais an und der Kontakt schließt die Last; fällt das Signal weg, öffnet der Kontakt wieder. Der Kontakt folgt also dem Steuersignal — das Relais bleibt EIN, solange es angesteuert wird. Das ist der zentrale Unterschied zum Stromstoßschalter, der pro Impuls seinen Zustand umschaltet (toggelt) und ohne weitere Ansteuerung eingeschaltet bleibt.
Die elektronische ER12-Serie ersetzt den mechanischen Spulenkontakt durch eine geräuschlose Elektronik: kein Klacken, kein Kontaktabbrand, hohe Lebensdauer. Ein Steuerrelais stellt zusätzlich potentialfreie Wechsler bereit, ein Koppelrelais koppelt Steuerstromkreise galvanisch getrennt und passt Signalpegel an — etwa um ein 24-V-SPS-Signal auf einen 230-V-Lastkreis zu übertragen, ohne die Kreise elektrisch zu verbinden.

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Das Steuersignal erregt die Spule, der Kontakt folgt dem Signal und schaltet die Last — potentialfreie Kontakte trennen Steuer- und Lastkreis.
Bei der Bauart unterscheidet man vor allem nach Schaltprinzip: Die R12-Serie schaltet elektromechanisch über eine Spule und einen mechanischen Kontakt, während die elektronische ER12-Serie den Schaltvorgang lautlos über Halbleiter- oder gekapselte Kontakttechnik ausführt. Die Duplex-Variante (ER12DX) und die reinen Solid-State-Relais (ER12SSR-UC) arbeiten dabei völlig geräuschlos und praktisch verschleißfrei.
Bei der Kontaktbestückung gilt: Ein Schließer (S) schaltet die Last ein, ein Öffner (Ö) trennt sie, ein Wechsler (W bzw. U) stellt beide Funktionen als Umschaltkontakt bereit. Typen mit potentialfreiem Kontakt trennen Steuer- und Lastkreis galvanisch, sodass sich unterschiedliche Spannungen oder Stromarten sauber koppeln lassen. Die Kontaktzahl reicht von 1 bis 4, der Nennstrom liegt meist bei 16 A.
Schaltrelais und Steuerrelais sind das Bindeglied zwischen Steuerung und Last: Sie schalten Beleuchtung, Steckdosenkreise und Geräte ein und aus, koppeln Steuersignale galvanisch getrennt und binden Fremdsysteme wie SPS oder Gebäudeleittechnik (GLT) an. Für hohe Schaltleistungen und Motoren stehen die Installationsschütze der XR12-Serie mit 25 A bereit. Koppelrelais wie das KRW12DX-UC übertragen ein Steuersignal potentialfrei auf einen separaten Lastkreis — etwa um mit einem Niederspannungssignal einen 230-V-Verbraucher freizugeben.
Die R12-Serie schaltet elektromechanisch und ist die preiswerte Basis für einfache Schaltaufgaben. Die elektronischen Schaltrelais R12/ER12 schalten dagegen geräuschlos, besitzen eine hohe Lebensdauer und sind in vielen Ausführungen potentialfrei. Für Wohnräume, Dauerlasten oder häufiges Schalten ist die ER12-Serie die verschleißärmere Wahl.
Prüfe, welche Kontaktart du brauchst: Schließer (S) zum Einschalten, Öffner (Ö) zum Trennen oder Wechsler (W/U) als Umschalter. Die Kontaktzahl reicht von 1 bis 4 (etwa R12-400-230V mit vier Schließern). Der Nennstrom liegt meist bei 16 A; beachte bei LED- oder Kondensatorlasten zusätzlich den hohen Einschaltstrom.
Zur galvanischen Trennung und Pegelanpassung greifst du zum Koppelrelais (KR09-230V, KRW12DX-UC) oder zum Steuerrelais mit potentialfreiem Wechsler (ER12-001-UC). Sie trennen Steuer- und Lastkreis sauber und erlauben es, Signale unterschiedlicher Spannung oder Stromart zu koppeln — die Grundlage jeder sicheren SPS-/GLT-Anbindung.
UC-Typen (z. B. ER12-110-UC, KRW12DX-UC) arbeiten mit einer weiten AC/DC-Steuerspannung und decken damit viele Anwendungen mit einem Gerät ab. Die patentierte DX-Duplex-Technik (ER12DX) senkt den Standby-Verbrauch nahezu auf null — sinnvoll, wenn viele Relais dauerhaft angesteuert werden.
Die Serien unterscheiden sich vor allem im Schaltprinzip, in der Kontaktbestückung und in der Steuerspannung: Die R12-Serie schaltet elektromechanisch, die ER12-Serie elektronisch und geräuschlos. Steuerrelais bringen potentialfreie Wechsler mit, Koppelrelais trennen Steuer- und Lastkreis galvanisch. Die folgende Tabelle stellt Kontakt, Nennstrom, Steuerspannung und Preis gegenüber.
Geräuschlos, verschleißarm, hohe Lebensdauer; viele Typen potentialfrei, DX mit minimalem Standby.
Elektromechanisch, 1–4 Kontakte als Schließer/Öffner/Wechsler, 16 A — die preiswerte Basis.
Potentialfreier Wechsler zum Umschalten und Melden, UC-Steuerspannung für flexible Ansteuerung.
Galvanische Trennung und Pegelanpassung zwischen Steuer- und Lastkreis — für SPS- und GLT-Anbindung.
| Modell (MPN) | Typ | Kontakt | Nennstrom | Steuerspannung | Preis | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| ER12-100-230V ★ | Elektronisch | 1 Schließer | 16 A | 230 V | 18,27 € | Zum Produkt |
| ER12DX/110-240V ★ | Elektronisch (Duplex) | 1 Schließer | 16 A | 110–240 V | 28,01 € | Zum Produkt |
| ER12-001-UC ★ | Steuerrelais | 1 Wechsler pot.-frei | 16 A | UC | 30,59 € | Zum Produkt |
| R12-100-230V | Schaltrelais | 1 Schließer | 16 A | 230 V | 12,44 € | Zum Produkt |
| R12-100-24V DC | Schaltrelais | 1 Schließer | 16 A | 24 V DC | 18,37 € | Zum Produkt |
| R12-020-230V | Schaltrelais | 2 Öffner | 16 A | 230 V | 22,26 € | Zum Produkt |
| R12-310-230V | Schaltrelais | 3 Schließer + 1 Öffner | 16 A | 230 V | 32,28 € | Zum Produkt |
| R12-400-230V | Schaltrelais | 4 Schließer | – | 230 V | 32,28 € | Zum Produkt |
| ER12SSR-UC | Solid State (geräuschlos) | Halbleiter (pot.-frei) | – | UC | 30,64 € | Zum Produkt |
| ER61-UC | Elektronisch | 1 Wechsler pot.-frei | 10 A | UC | 30,05 € | Zum Produkt |
| KR09-230V | Koppelrelais | 1 Schließer | 6 A | 230 V | 22,53 € | Zum Produkt |
| KRW12DX-UC | Koppelrelais | 1 Schließer pot.-frei | 16 A | UC | 39,33 € | Zum Produkt |
Preise brutto, tagesaktuell aus dem Shop.
Der häufigste Praxisfehler ist es, ein Schaltrelais mit einem Stromstoßschalter zu verwechseln. Beide sitzen als REG in der Verteilung, verhalten sich aber grundverschieden: Der Stromstoßschalter toggelt — jeder kurze Impuls kippt seinen Zustand und er bleibt danach eingeschaltet. Das Schaltrelais dagegen folgt dem Steuersignal und schaltet die Last nur, solange es angesteuert wird. Wer beide vertauscht, wundert sich, dass das Licht nach dem Loslassen des Tasters wieder ausgeht (oder nicht ausgeht).
Zwei weitere Stolperfallen: Erstens der Nennstrom. LED- und Kondensatorlasten ziehen einen hohen Einschaltstrom, der den Kontakt weit über den Nennstrom belasten kann — hier hilft ein Strombegrenzungsrelais oder eine Reserve beim Nennstrom. Zweitens die galvanische Trennung: Willst du Steuer- und Lastkreis sauber entkoppeln oder verschiedene Spannungen koppeln, brauchst du einen potentialfreien Kontakt bzw. ein Koppelrelais — ein einfaches R12 mit spannungsgebundener Spule leistet das nicht.
Alle Schalt- und Steuerrelais werden auf die Hutschiene der Verteilung aufgeschnappt und über die Klemmen angeschlossen. Lege die Steuerspannung an den Steuereingang (bei UC-Typen AC oder DC innerhalb des angegebenen Bereichs) und führe die zu schaltende Last über die Kontaktklemmen. Achte bei potentialfreien Typen darauf, den Lastkreis separat einzuspeisen. Prüfe vor Inbetriebnahme Kontaktart, Nennstrom und den zu erwartenden Einschaltstrom der Last. Details, Klemmenbelegung und Lastgrenzen findest du im Eltako-Datenblatt des jeweiligen Typs.
Ein Schaltrelais schaltet die Last, solange das Steuersignal anliegt — der Kontakt folgt dem Signal. Ein Stromstoßschalter toggelt dagegen pro Impuls: Ein kurzer Tastendruck kippt den Zustand und er bleibt danach ein- oder ausgeschaltet. Für Dauersignale (z. B. aus einer Steuerung) nimmst du ein Schaltrelais, für Tasterbedienung mit kurzem Impuls einen Stromstoßschalter.
Ein Koppelrelais (z. B. KR09-230V oder KRW12DX-UC) koppelt zwei Stromkreise galvanisch getrennt: Das Steuersignal erregt die Spule, der potentialfreie Kontakt schaltet einen davon elektrisch unabhängigen Lastkreis. So lassen sich Signale unterschiedlicher Spannung oder Stromart sicher übertragen — etwa ein 24-V-SPS-Ausgang auf einen 230-V-Verbraucher, ohne die Kreise zu verbinden.
Ein potentialfreier Kontakt trennt Steuer- und Lastkreis galvanisch. Du brauchst ihn immer dann, wenn beide Kreise unterschiedliche Spannungen oder Stromarten führen, wenn du eine Fremdanlage (SPS, GLT) rückwirkungsfrei anbinden willst oder wenn eine Meldung ohne eigene Spannung durchgeschleift werden soll. Typen wie ER12-001-UC, ER61-UC oder KRW12DX-UC bieten potentialfreie Kontakte.
LED-Vorschaltgeräte und Netzteile ziehen beim Einschalten einen kurzen, sehr hohen Einschaltstrom, der weit über dem Nennstrom liegen kann. Auch wenn die LED-Last im Betrieb nur wenige Ampere zieht, kann dieser Strompuls die Kontakte belasten. Plane deshalb Reserve beim Nennstrom ein oder setze bei vielen LED-Vorschaltgeräten ein Strombegrenzungsrelais ein, das den Einschaltstrom begrenzt.
Beide schalten eine Last per Steuersignal. Ein Relais ist für kleinere Ströme und Steuer-/Signalaufgaben ausgelegt, ein Installationsschütz (z. B. XR12-100-230V mit 25 A) für höhere Schaltleistungen, mehrere Pole und häufiges Schalten von Motoren oder großen Verbrauchern. Für die einfache Lastschaltung im Wohnbereich genügt meist ein Schaltrelais, für Kraftstrom und Motoren nimmst du ein Schütz.
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