Eltako · Energiemessung
REG-Energiezähler für die Hutschiene — vom 1-phasigen Wechselstromzähler (WSZ) über den 3-phasigen Drehstromzähler (DSZ) bis zum Wandlerzähler. Direkt oder über Stromwandler, MID-geeicht für die Abrechnung, mit S0-, Modbus-, M-Bus- oder RS485-Schnittstelle zum Auslesen.
DSZ15D-3x80A MID · Drehstromzähler, geeicht
Ein Stromzähler (Energiezähler) ist ein Messgerät, das den durchfließenden Laststrom auswertet und daraus die verbrauchte elektrische Arbeit in Kilowattstunden (kWh) aufsummiert. Die Eltako-Zähler sind Reiheneinbaugeräte (REG) für die Hutschiene und lassen sich damit direkt in Zählerplatz oder Unterverteilung setzen. Am Display liest du den Zählerstand ab, über eine Schnittstelle kannst du die Werte zusätzlich elektronisch erfassen.
Wichtig für Abrechnungszwecke ist die MID-Eichung: Ein MID-geeichter Zähler ist nach der europäischen Messgeräte-Richtlinie amtlich geprüft und darf zur verbrauchsabhängigen Abrechnung gegenüber Dritten verwendet werden — etwa für Mieterstrom, die Abrechnung einer Wallbox oder die EEG/PV-Vergütung. Bei den Modellbezeichnungen steht WSZ für den einphasigen Wechselstromzähler und DSZ für den dreiphasigen Drehstromzähler.

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Der Zähler erfasst den durchfließenden Laststrom, summiert die Energie in kWh und gibt sie über Display und Schnittstelle (S0, Modbus, M-Bus) aus.
Bei der Strommessung unterscheidet man zwei Bauarten: Beim direktmessenden Zähler fließt der gesamte Laststrom durch den Zähler — je nach Modell bis 32, 63, 80 oder 100 A. Beim Wandlerzähler messen vorgeschaltete Stromwandler den Strom und bilden ihn im Verhältnis x/5A ab; der Zähler selbst misst nur die 5-A-Sekundärseite (z.B. DSZ15WD-3x5A). Das ermöglicht die Erfassung sehr großer Ströme, die direkt nicht mehr messbar wären.
Für die elektronische Weiterverarbeitung besitzen die Zähler eine Schnittstelle: der S0-Impulsausgang ist der universelle kleinste gemeinsame Nenner und gibt Zählimpulse aus. Darüber hinaus gibt es Varianten mit Modbus (DSZ15DZMOD), M-Bus (DSZ15DM), RS485-Bus für das Eltako-System (DSZ14DRS) sowie Funk-Sendemodule. So lassen sich die Verbrauchswerte in ein Energiemanagement, einen Logger oder die Gebäudeleittechnik (GLT) übernehmen.
Energiezähler schaffen Klarheit über den Stromverbrauch: Als Unterzähler erfassen sie einzelne Wohnungen, Gewerbeeinheiten oder Stromkreise und bilden die Grundlage für die Mieterstrom-Abrechnung. Am Wallbox-/E-Auto-Ladepunkt messen sie eichrechtskonform die geladene Energie, bei einer PV-Anlage erfassen Zweirichtungszähler getrennt Bezug und Einspeisung und machen so den Eigenverbrauch sichtbar. Und ganz allgemein sorgen sie für Verbrauchstransparenz, indem sie zeigen, welcher Bereich wie viel Energie zieht.
Die erste Weiche ist die Phasenzahl. Ein Wechselstromzähler (WSZ) misst einphasig (230 V, L/N) und passt für einzelne Stromkreise, kleine Verbraucher oder 1-phasige Anschlüsse. Ein Drehstromzähler (DSZ) misst dreiphasig (400 V, L1/L2/L3) und ist Pflicht für Drehstromverbraucher, Wärmepumpen, Wallboxen mit 11/22 kW oder komplette Unterverteilungen. Richte dich nach dem Anschluss, den du tatsächlich messen willst.
Bei der Direktmessung fließt der volle Laststrom durch den Zähler; das ist bis 63/80/100 A der einfachste und günstigste Weg. Sind die Ströme größer, brauchst du einen Wandlerzähler: Stromwandler bilden den Strom im Verhältnis x/5A ab, der Zähler misst die 5-A-Seite (z.B. DSZ15WD-3x5A). Plane die Wandler von Anfang an mit ein, wenn dein Nennstrom über der Direktmessgrenze liegt.
Für jede Abrechnung gegenüber Dritten — Mieterstrom, Wallbox, EEG/PV — ist ein MID-geeichter Zähler zwingend. Ungeeichte Modelle wie der WSZ15DE-32A sind deutlich günstiger, aber nur zur internen Verbrauchskontrolle zugelassen. Im Zweifel wähle die MID-Variante, dann bist du auf der sicheren Seite.
Willst du die Werte nur ablesen, reicht das Display. Zum elektronischen Auslesen wählst du die Schnittstelle passend zum System: S0-Impuls für universelle Erfassung und Energiemanagement, Modbus oder M-Bus für digitale Messwerte, RS485-Bus für die Einbindung ins Eltako-System oder Funk für die nachträgliche Erfassung ohne Leitung.
Für eine PV-Anlage lohnt der Zweiweg-/Zweirichtungszähler (z.B. DSZ15DZ-3x80A): Er erfasst getrennt den Bezug aus dem Netz und die Einspeisung und macht so Eigenverbrauch und Überschuss sichtbar. Ohne Einspeisung genügt ein Einrichtungszähler.
Die Modelle unterscheiden sich vor allem in Phasenzahl, Messart und Schnittstelle. Der WSZ misst einphasig, der DSZ dreiphasig; direktmessende Zähler decken bis 100 A ab, Wandlerzähler messen über x/5A-Stromwandler. Die folgende Übersicht stellt Phasen, Messart, maximalen Strom, Schnittstelle und Preis der geeichten und ungeeichten Varianten gegenüber.
1-phasig (230 V) bis 32 A, direktmessend — geeicht (WSZ15D) oder günstig ungeeicht (WSZ15DE).
3-phasig (400 V) direktmessend bis 80/100 A — MID-geeicht für Abrechnung von Drehstromverbrauchern.
3-phasig über Stromwandler x/5A für große Ströme jenseits der Direktmessung — MID-geeicht.
RS485-Bus, Modbus oder M-Bus zum Auslesen; Zweiweg-Varianten für PV-Bezug und -Einspeisung.
| Modell (MPN) | Phasen | Messart | max. Strom | Schnittstelle | Preis | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| WSZ15D-32A ★ | 1-phasig | Direkt | 32 A | S0 | 46,04 € | Zum Produkt |
| WSZ15DE-32A | 1-phasig | Direkt | 32 A | S0 (ungeeicht) | 40,54 € | Zum Produkt |
| WSZ14DRS-32A | 1-phasig | Direkt | 32 A | RS485-Bus + Display | 81,65 € | Zum Produkt |
| DSZ15D-3x80A ★ | 3-phasig | Direkt | 3×80 A | S0 | 108,30 € | Zum Produkt |
| DSZ16D-3x100A | 3-phasig | Direkt | 3×100 A | S0 | 137,43 € | Zum Produkt |
| DSZ15WD-3x5A ★ | 3-phasig | Wandler | x/5 A | S0 | 140,25 € | Zum Produkt |
| DSZ14WDRS-3x5A | 3-phasig | Wandler | x/5 A | RS485-Bus | 149,54 € | Zum Produkt |
| DSZ14DRS-3x80A | 3-phasig | Direkt | 3×80 A | RS485-Bus | 135,87 € | Zum Produkt |
| DSZ15DM-3x80A | 3-phasig | Direkt | 3×80 A | M-Bus | 174,28 € | Zum Produkt |
| DSZ15DZMOD-3x80A | 3-phasig | Direkt | 3×80 A | Modbus | 174,28 € | Zum Produkt |
| DSZ15DZ-3x80A | 3-phasig | Direkt (Zweiweg) | 3×80 A | S0 | 150,82 € | Zum Produkt |
| DSZ180CEE-32A | 3-phasig | Direkt (mobil) | 3×32 A | S0 · CEE | 161,26 € | Zum Produkt |
Preise brutto, tagesaktuell aus dem Shop. Alle Modelle bis auf WSZ15DE-32A sind MID-geeicht.
Der teuerste Fehler ist der Einsatz eines ungeeichten Zählers zur Abrechnung. Wer Mieterstrom, eine Wallbox oder PV-Vergütung mit einem nicht MID-geeichten Zähler abrechnet, handelt eichrechtlich unzulässig — die Werte sind rechtlich nicht belastbar. Für jede Abrechnung gegenüber Dritten muss der Zähler amtlich geeicht sein.
Zwei weitere Stolperfallen betreffen die Auslegung: Wird die Direktmessung über den Nennstrom hinaus betrieben, ist der Zähler überlastet und misst falsch — hier führt kein Weg an einem Wandlerzähler mit Stromwandlern vorbei. Und die Schnittstelle muss zum Auslesesystem passen: Ein S0-Impulszähler liefert keine Modbus-Werte, ein M-Bus-Zähler spricht kein RS485-Eltako-Protokoll. Kläre vor dem Kauf, was dein Energiemanagement oder Backend erwartet.
Die Zähler werden als Reiheneinbaugerät auf die Hutschiene gesetzt. Beim direktmessenden Zähler führst du den Laststrom durch die Klemmen — beim WSZ einphasig (L/N), beim DSZ dreiphasig (L1/L2/L3/N). Beim Wandlerzähler schließt du stattdessen die Sekundärseite der Stromwandler (x/5A) an und beachtest deren Richtung und Übersetzungsverhältnis. Anschließend verdrahtest du die Schnittstelle: den S0-Impulsausgang auf deinen Zähleingang, den Bus (Modbus/M-Bus/RS485) auf das entsprechende Gateway oder die GLT. Den maßgeblichen Zählerstand liest du direkt am Display ab. Die passenden Modelle findest du in der Kategorie Eltako Energiezähler im Shop.
MID steht für die europäische Messgeräte-Richtlinie (Measuring Instruments Directive). Ein MID-geeichter Zähler ist amtlich geprüft und darf zur verbrauchsabhängigen Abrechnung eingesetzt werden — etwa für Mieterstrom, die Wallbox-Abrechnung oder EEG/PV-Vergütung. Ungeeichte Zähler (z.B. WSZ15DE-32A) sind nur zur internen Verbrauchskontrolle zugelassen, nicht zur Abrechnung gegenüber Dritten.
WSZ steht für Wechselstromzähler und misst einphasig (230 V, L/N) — passend für einzelne Stromkreise, kleine Verbraucher oder 1-phasige Anschlüsse. DSZ steht für Drehstromzähler und misst dreiphasig (400 V, L1/L2/L3) — nötig für Drehstromverbraucher, Wärmepumpen, Wallboxen mit 11/22 kW oder ganze Unterverteilungen. Im Zweifel richtest du dich nach dem zu messenden Anschluss.
Direktmessende Zähler führen den vollen Laststrom durch den Zähler und decken je nach Modell bis 32, 63, 80 oder 100 A ab. Für größere Ströme setzt du einen Wandlerzähler ein: Stromwandler bilden den Strom im Verhältnis x/5A ab, der Zähler (z.B. DSZ15WD-3x5A) misst die 5-A-Sekundärseite. Bis 100 A reicht in der Regel die günstigere Direktmessung, darüber führt kein Weg an Wandlern vorbei.
Der S0-Impulsausgang ist der kleinste gemeinsame Nenner: Er gibt Zählimpulse aus, die fast jedes Energiemanagement- oder Loggersystem versteht. Modbus (DSZ15DZMOD) und M-Bus (DSZ15DM) übertragen darüber hinaus konkrete Messwerte digital, RS485-Bus-Modelle (DSZ14DRS) binden sich in das Eltako-System ein. Wähle die Schnittstelle passend zu deinem Auslese- oder Gebäudeleitsystem.
Für die eichrechtskonforme Abrechnung einer Wallbox brauchst du einen MID-geeichten Zähler. Bei 11/22-kW-Ladepunkten ist das ein dreiphasiger Drehstromzähler (DSZ) mit passendem Nennstrom — direktmessend bis 80/100 A oder als Wandlerzähler. Für mobile Ladepunkte gibt es geeichte CEE-Varianten (DSZ180CEE, WSZ155). Prüfe zusätzlich die Anforderungen deines Abrechnungs- oder Backend-Systems.
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