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Eltako Stromstoßschalter im Verteiler

Kurz gefasst: Ein Stromstoßschalter macht aus beliebig vielen Tastern eine Schaltstelle und behält seinen Zustand bis zum nächsten Impuls. Eltako führt dafür zwei Welten: die klassische S-Reihe (S12, S91) und die elektronisch ausgeführten Typen ES12-100, ES75 und ESR12Z mit ausgewiesenem Stand-by-Verlust. Welcher Typ passt, entscheiden vier Fragen: Bauform, Anzahl der Kontakte, Art der Last und ob später zentral oder per Funk gesteuert werden soll.

Was ein Stromstoßschalter löst

Sobald eine Leuchte von mehr als zwei Stellen geschaltet werden soll, wird die Wechsel-Kreuz-Schaltung leitungsintensiv und unübersichtlich. Der Stromstoßschalter dreht das Prinzip um: Alle Bedienstellen sind einfache Taster, die nur einen Impuls auf die Steuerseite geben. Das Gerät schaltet die Last um und haelt den Zustand.

Der Gewinn liegt in der Erweiterbarkeit: Eine weitere Bedienstelle ist ein weiterer Taster parallel, keine neue Schaltungslogik. Was über Impulse gesteuert wird, lässt sich zudem auch von anderer Stelle als von der Wand anstossen - die Basis für spätere Zentralfunktionen.

Elektromechanisch, elektronisch - und das Schaltrelais daneben

Die S-Reihe steht für die bewaehrte, robuste Bauart. Der S12-100-230V (12,44 EUR) schaltet 1 Schließer mit 16 A / 250 V AC, hat Kontakte aus AgSnO2 mit 3 mm und ist mit 2300 W Glüh-/Halogenlast angegeben - zusammen mit dem S91-100-230V der hoechste Wert dieser Übersicht.

Die elektronisch ausgeführten Typen werden dagegen mit Stand-by-Verlust geführt, die meisten zusätzlich mit einer eigenen LED-Angabe. Sie liefern damit die Daten, die man bei modernen Lasten braucht. Der ES12-100-230V (19,44 EUR) liegt bei 0,3 W Stand-by, 2000 W Glüh-/Halogenlast und ebenfalls 16 A Kontakt - eine eigene LED-Angabe nennt die Produktliste hier nicht.

Faustregel: klassische Last, ein Kanal, keine Zusatzfunktion - S-Reihe. Mehrere Kanäle, LED-Lasten oder ein ausgewiesener Stand-by-Wert als Auswahlkriterium - elektronische Reihe.

Klar zu trennen ist davon das Schaltrelais: Der R12-100-230V (12,44 EUR) ist als Schaltrelais 230 V mit 1 Schließer 16 A / 250 V AC in 1 Teilungseinheit geführt, nicht als Stromstoßschalter. Kontaktangabe und Preis sind identisch mit dem S12 - der Unterschied steckt in der Geräteart, nicht im Datenblattwert.

Typ Bauform Kontakte Glüh/Halogen LED 230 V Stand-by Preis
S12-100-230V Reiheneinbau 1 S, 16 A / 250 V 2300 W k. A. k. A. 12,44 EUR
R12-100-230V Reihen-EB, 1 TE 1 S, 16 A / 250 V k. A. k. A. k. A. 12,44 EUR
ES12-100-230V k. A. 1 S, 16 A / 250 V 2000 W k. A. 0,3 W 19,44 EUR
ES12-200-UC k. A. 2 S, 16 (10) A 2000 W bis 200 W 0,4 W 33,17 EUR
ESR12Z-4DX-UC k. A. 4 x 1 S, 16 A / 250 V k. A. bis 600 W 0,1 W 59,85 EUR
ES75-12..24V UC Einbau (EB) 1 S, 10 A / 250 V k. A. bis 200 W 1 W 32,80 EUR
S91-100-230V Einbau / Aufputz (EB-AP) 1 S, 10 A / 250 V 2300 W k. A. k. A. 15,10 EUR

Daraus folgt eine klare Reihenfolge: S12 ist der Standard für einen Kanal im Verteiler, ES12-100 die elektronische Variante davon, ES12-200 die Version mit zwei Kontakten, ESR12Z-4DX die Lösung für vier Kanäle in einem Gerät, ES75 und S91 der Weg ohne Reihenplatz. R12 fällt aus der Reihe, weil es als Schaltrelais und nicht als Stromstoßschalter gelistet ist.

Reiheneinbau oder Einbau vor Ort

Im Neubau und bei Verteilererweiterungen ist der Platz im Verteiler die saubere Lösung: zentrale Lage, einfache Beschriftung, leichte Fehlersuche. Für den Reiheneinbau ausgewiesen sind in dieser Übersicht der S12-100-230V und - als Schaltrelais für Reihen-EB - der R12-100-230V. Wer mehrere Kanäle in einem Gerät buendeln will, findet sie im ESR12Z-4DX-UC (59,85 EUR) mit 4 x 1 Schließer 16 A / 250 V. In den Warenkorb

Im Bestand ist der Verteiler oft voll. Dann wandert das Gerät an die Last: Der ES75-12..24V UC (32,80 EUR) ist laut Typbezeichnung für den Einbau (EB) vorgesehen und mit 1 Schließer 10 A / 250 V, 1 W Stand-by und LED bis 200 W angegeben. Guenstiger und rein klassisch ist der S91-100-230V (15,10 EUR) für Einbau und Aufputz mit 1 Schließer 10 A und 2300 W Glüh-/Halogenlast.

Ein Punkt gehört klar gesagt: Auswahl, Planung und Konzept können Sie selbst vorbereiten. Der Anschluss in der festen 230/400-V-Installation ist Sache einer Elektrofachkraft - dazu geben wir hier bewusst keine Klemmenanleitung.

Nennschaltleistung und Stand-by richtig lesen

Der Kontaktwert - etwa 1 Schließer 16 A / 250 V - beschreibt den Kontakt, nicht die zulässige Leuchtenlast. Bei Glühlampen und Halogen liegen die Werte hoch: 2300 W bei S12 und S91, 2000 W bei ES12-100 und ES12-200.

Bei LED sind die Angaben deutlich niedriger, weil beim Einschalten kurzzeitig hohe Ströme fliessen: bis 200 W bei ES12-200-UC und ES75, bis 600 W beim ESR12Z-4DX-UC. Wer einen langen Flur mit vielen LED-Leuchten plant, rechnet also mit der LED-Angabe des Typs und teilt im Zweifel die Gruppe.

Wird nicht 230 V AC geschaltet: Für S12-100-230V und S91-100-230V ist ein maximaler Schaltstrom DC von 8 A angegeben, das Kontaktmaterial ist AgSnO2 mit 3 mm (S12) bzw. 2 mm (S91).

Geräte mit ausgewiesenem Stand-by-Verlust brauchen rund um die Uhr Energie. Die Spannweite ist erheblich: 0,1 W beim ESR12Z-4DX-UC, 0,3 W beim ES12-100-230V, 0,4 W beim ES12-200-UC (33,17 EUR) und 1 W beim ES75. Bei einem Gerät ist das nebensaechlich, bei zwanzig Kanälen ein Dauerposten - dann lohnt der Blick auf das Vierfachgerät mit 0,1 W.

Sind Zentralfunktionen wie "Alles Aus" beim Verlassen des Hauses geplant, gehört das in die Planungsphase: Dafür braucht es Geräte mit passenden Steuereingaengen und eine dafür vorgesehene Steuerleitung. Diesen Punkt vor der Geräteauswahl klaeren, nicht danach - das Nachrüsten der Leitung ist der teuerste Teil.

Nachrüsten per Funk, dimmen statt schalten

Fehlt die Steuerleitung, sind Funkaktoren der pragmatische Weg. FSR61-230V (57,32 EUR) und FSR61NP-230V (58,54 EUR) sind als Stromstoß-Schaltrelais mit 1 Schließer 10 A, 0,8 W Stand-by und bis 400 W LED-Last angegeben - mehr LED-Reserve als ES12-200 oder ES75. Für Kleinspannung gibt es den FSR61/8-24V UC (57,14 EUR), für Beschattungselemente den FSB61NP-230V (56,08 EUR) mit 1 + 1 Schließer und 4 A / 250 V AC - hier ist die kleinere Nennschaltleistung die Auswahlgrenze.

Soll gedimmt statt geschaltet werden, führt der Weg zur EUD-Reihe: EUD12D-UC (47,31 EUR), Multifunktion, 0,3 W Stand-by, 1 Teilungseinheit; EUD12NPN-UC (36,59 EUR) mit Universal-Steuerspannung 8 bis 230 V; EUD61NPN-UC (37,81 EUR). Alle drei mit Power MOSFET bis 400 W. Bedient wird weiter per Taster - das Bedienkonzept bleibt gleich.

Passende Geräte

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Stromstoßschalter und Schaltrelais?

Der Stromstoßschalter wechselt bei jedem Impuls den Zustand und behält ihn - passend für Taster an mehreren Stellen. Der R12-100-230V ist dagegen als Schaltrelais 230 V gelistet, nicht als Stromstoßschalter. Kontaktangabe (1 Schließer 16 A / 250 V AC) und Preis (12,44 EUR) sind identisch mit dem S12-100-230V: Achten Sie beim Bestellen also auf die Typbezeichnung, nicht auf den Preis.

Warum sind die LED-Werte so viel kleiner als die Glüh-/Halogenwerte?

LED-Leuchtmittel ziehen beim Einschalten kurzzeitig hohe Ströme. Deshalb nennen die elektronischen Typen eigene LED-Angaben: bis 200 W bei ES12-200-UC und ES75, bis 600 W beim ESR12Z-4DX-UC, bis 400 W bei den FSR61-Aktoren. Planen Sie nach diesen Werten, nicht nach dem Kontaktstrom.

Welche Steuerspannung nehmen die Geräte an?

Ausgewiesen ist das in dieser Übersicht nur beim EUD12NPN-UC: Seine Beschreibung nennt eine Universal-Steuerspannung von 8 bis 230 V. Beim ES75-12..24V UC nennt die Typbezeichnung 12 bis 24 V. Für die uebrigen Typen enthaelt die Produktliste keine Angabe zur Steuerseite - hier lohnt der Blick ins Datenblatt des jeweiligen Geräts, bevor Sie bestellen.

Kann ich Stromstoßfunktionen ohne neue Steuerleitung nachrüsten?

Dafür sind die Funkaktoren gedacht: FSR61-230V und FSR61NP-230V sind als Stromstoß-Schaltrelais mit 1 Schließer 10 A, 0,8 W Stand-by und bis 400 W LED-Last angegeben, für Kleinspannung gibt es den FSR61/8-24V UC. Preislich liegen sie mit rund 53 bis 55 EUR über den Reiheneinbaugeräten - der Aufpreis ersetzt Stemmarbeit.

Darf ich die Geräte selbst einbauen?

Nein. Auswahl, Planung und Konzept können Sie vorbereiten, der Anschluss in der festen 230/400-V-Installation gehört in die Hand einer Elektrofachkraft. Sinnvoll ist, mit fertiger Geräteliste und gewuenschtem Bedienkonzept in das Gespraech zu gehen.

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