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Türstationen

Siedle Türstationen: Steel, Vario, Classic & Compact im Vergleich

Steel, Vario, Classic oder Compact? Siedle führt seine Außen-Türstationen in vier klar abgegrenzten Design-Linien. Wir vergleichen Material, Montage, Farben und Einsatzzweck, damit Sie die richtige Basis für Ihre Türkommunikation wählen.

Siedle Türstationen: Steel, Vario, Classic & Compact im VergleichSiedle Steel
4Design-Linien der Außenstation
seit 1981Vario im Programm
14 mmSteel-Designraster
1750gegründet in Furtwangen/Schwarzwald

Die Außenstation ist das Gesicht Ihres Hauses – und der einzige Teil der Türkommunikation, den Besucher tatsächlich sehen und anfassen. Siedle aus Furtwangen im Schwarzwald baut diese Stationen in echter Made-in-Germany-Fertigung und bietet sie in vier klar abgegrenzten Design-Linien an: Steel, Vario, Classic und Compact.

Jede Linie zielt auf einen anderen Anspruch – vom maßgefertigten Unikat bis zum preiswerten Einstieg. Dieser Vergleich zeigt Ihnen, welche Linie zu Gebäude, Budget und Gestaltungswillen passt und worin sich Werkstoffe, Montage und Erweiterbarkeit unterscheiden. Reine Raumgeräte wie Lichtschalter oder Steckdosen gehören übrigens nicht dazu: Siedle ist ausschließlich auf Tür- und Gebäudekommunikation spezialisiert.

Kurz & knapp

  • Steel ist das maßgefertigte High-End-Unikat: flächenbündig auf 14-mm-Raster, auf Wunsch frameless in Glas, aus V4A-Edelstahl, Aluminium oder brüniertem Messing mit PVD-Oberflächen.
  • Vario ist das modulare Baukastensystem und Design-Ikone seit 1981 – frei kombinierbare Module (Sprechen, Rufen, Kamera, Fingerprint, Briefkasten), als Aufputz, Unterputz oder Stele.
  • Classic ist reduziertes Vollmetall mit massiver 2-mm-Frontplatte, barrierefrei nach DIN 18040.
  • Compact ist der preiswerte Einstieg made in Germany aus gebürstetem Edelstahl, Aufputz in Umbragrau, Audio bis 4 / Video bis 2 Wohneinheiten.
  • Grundprinzip: echtes Metall statt Kunststoff – nur an Compact und Basic-Sets kommen robuste Thermoplaste zum Einsatz.
  • Aufputz steht nur ca. 15 mm vor der Wand (ideal zum Nachrüsten), Unterputz schließt nahezu flächenbündig ab (Pflicht für die Steel-Optik).

1Die vier Design-Linien im direkten Vergleich

Siedle unterscheidet seine Außen-Türstationen nicht nach Ausstattung, sondern nach Design-Linie. Alle vier lassen sich mit derselben Systemtechnik betreiben – der Unterschied liegt in Anspruch, Werkstoff, Montage und Preis. Die folgende Tabelle stellt Steel, Vario, Classic und Compact gegenüber.

Merkmal Steel Vario Classic Compact
Positionierung Maßgefertigtes High-End-Unikat Modulare Design-Ikone Reduziertes Vollmetall Preiswerter Einstieg
Material V4A-Edelstahl, Aluminium, brüniertes Messing, PVD-Oberflächen Beschichtetes Metall / Aluminium 2-mm-Frontplatte aus V4A, Aluminium oder Messing Gebürsteter Edelstahl, Thermoplast-Basis
Montage Flächenbündig auf 14-mm-Raster, frameless möglich Aufputz, Unterputz oder Stele Auf- oder Unterputz Aufputz
Farben PVD Kupfer, Messing, Schwarz, Titan, Chromsilber Weiß RAL 9016, Silber-Metallic RAL 9006, Anthrazit RAL 7016, DB 703, Sonder-RAL Metalltöne je Werkstoff Umbragrau
Einsatz Repräsentativer Neubau, Architekturprojekt Ein- bis Mehrfamilienhaus, flexible Ausbaustufen Klare Optik, barrierefreie Zugänge Ein- und Zweifamilienhaus mit knappem Budget
Preisniveau €€€€ €€–€€€ €€€
Empfehlung für Maximalen Gestaltungsanspruch Den Allrounder für die meisten Projekte Puristen & Barrierefreiheit Die solide Grundausstattung
Kurz gesagt: Wer sich nicht sicher ist, fährt mit Vario am flexibelsten – die Linie deckt vom schlichten Audio-Türsprecher bis zur Kamera-Fingerprint-Kombination fast jedes Szenario ab und lässt sich später erweitern.

2Steel: das flächenbündige High-End-Unikat

Der Leitsatz der Linie lautet perfection excludes compromises – und genau so tritt Siedle Steel auf: als maßgefertigtes Unikat, das exakt auf die Fassade abgestimmt wird. Die Stationen sitzen flächenbündig in der Wand, aufgebaut auf einem feinen 14-mm-Designraster, das nahezu jede Anordnung von Sprechstelle, Ruftasten und Kamera erlaubt. Auf Wunsch sogar frameless – also rahmenlos in Glas eingelassen.

Werkstoffe und Oberflächen

Steel arbeitet ausschließlich mit hochwertigen Metallen: V4A-Edelstahl, Aluminium und brüniertes Messing. Über PVD-Beschichtungen entstehen edle, extrem widerstandsfähige Oberflächen in Kupfer, Messing, Schwarz, Titan oder Chromsilber. Jede Station wird als Einzelstück gefertigt – Format, Modulanordnung und Finish sind frei planbar.

Für wen? Steel lohnt sich, wenn die Türstation Teil eines architektonischen Gesamtkonzepts ist und flächenbündige Perfektion gefordert wird – typischerweise im repräsentativen Neubau. Der Unterputz-Einbau muss dafür bereits im Rohbau eingeplant sein.

3Vario: das modulare Baukastensystem seit 1981

Siedle Vario ist seit 1981 im Programm und gilt als Design-Ikone der Türkommunikation. Das Prinzip: ein modulares Baukastensystem, aus dem Sie Ihre Station frei zusammenstellen. Jedes Modul erfüllt genau eine Aufgabe – und lässt sich später ergänzen oder tauschen, ohne die ganze Anlage zu erneuern.

Die wichtigsten Module

  • Türlautsprecher für die Sprechverbindung – etwa das Türlautsprecher-Modul TLM 612-02 (ca. 165 € netto).
  • Ruftasten-Module für eine oder mehrere Klingeln – zum Beispiel das Tasten-Modul TM 612-4 (ca. 107 € netto).
  • Kameramodule mit 130°- oder 175°-Blickwinkel – etwa die Bus-Kamera Vario BCM 653-03 (ca. 890 € netto).
  • Zutritt: Tastatur/Codeschloss, Fingerprint und Electronic-Key.
  • Komfort: Licht- und Infomodul sowie ein integrierter Briefkasten.
  • Blindmodule zum Auffüllen freier Rasterplätze – etwa das Blind-Modul BM 611-0 (ca. 37 € netto).

Montage und Farben

Vario gibt es in drei Bauformen: Aufputz, Unterputz und als freistehende Stele – etwa an der Grundstückszufahrt. Serienfarben sind Weiß RAL 9016, Silber-Metallic RAL 9006, Anthrazit RAL 7016 und Dunkelgrau-Glimmer DB 703; dazu ist praktisch jeder Sonder-RAL-Ton möglich.

Planungstipp: Freie Rasterplätze werden mit Blindmodulen wie dem BM 611-0 belegt, und ein Montagerahmen MR 611 hält alles sauber zusammen. So bleibt die Front auch bei späteren Erweiterungen bündig – ein Blindmodul lässt sich einfach gegen Kamera oder Fingerprint tauschen.

4Classic & Compact: Vollmetall-Purist und Einstieg

Classic – Vollmetall, aufs Wesentliche reduziert

Siedle Classic steht für die „Konzentration aufs Wesentliche“: eine klare, ruhige Front aus Vollmetall mit einer massiven 2-mm-Frontplatte aus V4A-Edelstahl, Aluminium oder Messing. Classic lässt sich barrierefrei nach DIN 18040 ausführen und eignet sich damit auch für öffentlich zugängliche Eingänge. Wer eine wertige, zeitlose Optik ohne modulare Vielfalt sucht, ist hier richtig.

Compact – der Einstieg made in Germany

Siedle Compact ist die preiswerte Einstiegslinie, ebenfalls in Deutschland gefertigt. Die Front besteht aus gebürstetem Edelstahl, montiert wird auf Putz in Umbragrau. Compact deckt Audio bis vier und Video bis zwei Wohneinheiten ab – ideal für Ein- und Zweifamilienhäuser mit klarem Budget. Ein guter Startpunkt ist das Audio-Set Basic SET CAB 850-1 (ca. 445 € netto).

Ehrlich eingeordnet: Bei Compact und den Basic-Sets kommen an tragenden Stellen robuste, wetterfeste Thermoplaste zum Einsatz. Das ist funktional völlig in Ordnung und langlebig – die reine Vollmetall-Haptik bleibt aber Classic, Vario und Steel vorbehalten.

5Aufputz oder Unterputz? Die Montagefrage

Vor der Design-Linie steht oft eine ganz praktische Frage: Aufputz oder Unterputz? Sie entscheidet über Montageaufwand und Erscheinungsbild – und ist unabhängig vom Wunsch nach Kamera oder Zutritt zu klären.

Aufputz (AP)

Die Station wird auf die fertige Wand gesetzt. Das ist schnell montiert und ideal für die Nachrüstung, weil kaum in die Wand eingegriffen wird. Ein modernes Siedle-Aufputzgehäuse steht nur rund 15 mm vor der Wand – deutlich flacher als frühere Anlagen und optisch dezent.

Unterputz (UP)

Hier wird ein Einbaukasten in die Wand eingelassen, die Station schließt nahezu flächenbündig ab. Das wirkt hochwertiger und ist die Voraussetzung für die flächenbündige Steel-Optik. Der Preis dafür: Die Wandöffnung muss bereits im Rohbau eingeplant und gesetzt werden.

Faustregel: Nachrüstung im Bestand → Aufputz. Neubau mit Anspruch an eine bündige Front → Unterputz. Für die frameless Steel-Optik führt an Unterputz kein Weg vorbei.

6Material-Story: echtes Metall statt Kunststoff

Ein zentrales Versprechen von Siedle ist echtes Metall statt Kunststoff. Das merkt man beim Anfassen – vor allem aber über die Jahre: Metallfronten vergilben nicht, bleiben UV-stabil und behalten ihre Wertigkeit an der Wetterseite.

Brüniertes Messing – eine lebendige Oberfläche

Besonders bei Steel spielt brüniertes Messing seine Stärke aus. Die Oberfläche ist bewusst nicht versiegelt, sondern lebendig: Sie entwickelt über die Zeit eine natürliche Patina. Das Material altert also nicht im negativen Sinn – es gewinnt an Charakter und wird für viele Bauherren mit den Jahren sogar schöner. Wer dagegen eine über Jahre gleichbleibende Optik möchte, wählt Edelstahl oder eine PVD-Beschichtung.

V4A, Aluminium, Messing

V4A-Edelstahl ist besonders korrosionsbeständig und auch in Küstennähe eine sichere Wahl. Aluminium ist leicht und lässt sich fein eloxieren. Messing bringt Wärme in die Fassade. Nur an der Einstiegslinie Compact und in Basic-Sets ersetzen robuste, wetterfeste Thermoplaste das Vollmetall – langlebig und funktional, aber ohne die Haptik einer Metallfront.

7Häufige Fragen

Welche Siedle-Linie ist die richtige für mich?
Für den preiswerten Einstieg empfiehlt sich Compact, für flexible Erweiterbarkeit und die meisten Projekte Vario, für reduziertes Vollmetall und Barrierefreiheit Classic und für maßgefertigte, flächenbündige Perfektion Steel. Wer unsicher ist, fährt mit Vario am flexibelsten, weil sich die Station modular ausbauen lässt.
Was unterscheidet Aufputz von Unterputz bei Siedle?
Aufputz wird auf die fertige Wand montiert – schnell, ideal zum Nachrüsten und mit nur ca. 15 mm Aufbauhöhe sehr flach. Unterputz wird in die Wand eingelassen und schließt nahezu flächenbündig ab; das wirkt hochwertiger, muss aber im Rohbau vorbereitet werden. Die flächenbündige Steel-Optik setzt Unterputz voraus.
Kann ich eine Siedle Vario später erweitern?
Ja, genau dafür ist das modulare Baukastensystem gedacht. Freie Rasterplätze werden zunächst mit Blindmodulen wie dem BM 611-0 belegt und lassen sich später gegen Kamera, Tastatur oder Fingerprint tauschen. Der Montagerahmen MR 611 hält die Front dabei bündig zusammen.
Ist Siedle wirklich Made in Germany?
Ja. Siedle fertigt in Furtwangen im Schwarzwald und besteht als Familienunternehmen seit 1750. Auch die preiswerte Einstiegslinie Compact wird in Deutschland produziert.
Was bedeutet brüniertes Messing – wird die Oberfläche nicht unschön?
Nein, die Veränderung ist gewollt. Brüniertes Messing ist eine lebendige, unversiegelte Oberfläche, die über die Jahre nachdunkelt und eine Patina entwickelt – sie gewinnt an Charakter. Wer eine gleichbleibende Optik bevorzugt, wählt V4A-Edelstahl oder eine PVD-Beschichtung.
Bietet Siedle auch Lichtschalter oder KNX-Raumgeräte?
Nein. Siedle ist ausschließlich auf Tür- und Gebäudekommunikation spezialisiert. Klassische Schalterprogramme, Lichtschalter oder KNX-Raumgeräte stellt Siedle nicht her und gehören nicht zum Siedle-Programm.
Welche Kamera-Blickwinkel gibt es bei Vario?
Die Vario-Kameramodule sind mit 130°- und 175°-Blickwinkel erhältlich. Die Bus-Kamera BCM 653-03 erfasst den Eingangsbereich weit, sodass Besucher zuverlässig im Bild sind – auch wenn sie nicht mittig vor der Station stehen.

8Passende Siedle-Produkte im Shop

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Siedle-Markenwelt Made in Germany · Furtwangen seit 1750 Türkommunikation, kein Schalterprogramm
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