Zutrittskontrolle
Siedle Secure verbindet RFID-Transponder, Codeschloss und Fingerprint zu einer eigenen Sicherheits-Vertikale – inklusive in die Vario-Linie integrierter Briefkästen. Zutritt, Sprechanlage und Post aus einer Hand, vom Einfamilienhaus bis zu Anlagen mit über 500 Türen.
Siedle SecureZutrittskontrolle ist bei Siedle keine Zusatzfunktion, sondern eine eigene Sicherheits-Vertikale: Siedle Secure. Der Furtwanger Hersteller – seit 1750 in Familienhand und konsequent auf Tür- und Gebäudekommunikation spezialisiert – verbindet RFID-Transponder, Codeschloss und Fingerprint zu einem System, das vom Einfamilienhaus bis zu Anlagen mit über 500 Türen skaliert.
Der eigentliche Unterschied liegt in der Integration: Zutrittsleser, Sprechanlage und sogar der Briefkasten stammen aus einer Hand und teilen sich Optik und Bauform. Diese Seite erklärt die drei Zutrittsverfahren, die Rolle der ReadID-Leser, die in die Vario-Linie integrierten Briefkästen und die passenden, bei smartkram lieferbaren Komponenten.
Siedle Secure ist die eigenständige Zutrittsvertikale des Furtwanger Herstellers Siedle – kein Zukauf, sondern in der gewohnten Türkommunikations-Optik entwickelt. Das System deckt die gesamte Bandbreite ab: vom Einfamilienhaus mit einer Tür bis zum Gewerbe- oder Wohnobjekt mit über 500 Zutrittspunkten.
Herzstück ist der Secure Controller, der bis zu 12 Türen je Einheit steuert und im Verbund auf bis zu 512 Türen skaliert. Die Secure Extension ergänzt vier zusätzliche Schaltausgänge – etwa für Schranken, Aufzugssperren oder Beleuchtung. Für kompaktere Anlagen übernimmt der Entry Controller 2 bis 8 Türen; bei smartkram lieferbar als Eingangs-Controller EC 602-03 (ca. 284 € netto, Stand 2025).
Das Besondere: Siedle plant Zutrittskontrolle nicht isoliert, sondern als Teil der gesamten Eingangseinheit. Leser, Codeschloss und Fingerprint teilen sich Optik und Bauform mit Sprechanlage und Briefkasten – umgesetzt über die einheitlichen Design-Linien Vario, Classic und Steel.
Siedle Secure kombiniert drei Authentifizierungsverfahren, die sich frei mischen lassen – etwa RFID für den Alltag und ein Codeschloss als Rückfallebene. Die folgende Übersicht ordnet Bedienung, Sicherheitsniveau und typischen Einsatz ein.
| Verfahren | Bedienung | Sicherheit | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Electronic-Key (RFID) | Transponderkarte oder Schlüsselanhänger an den Leser halten | Hoch – verschlüsseltes Mifare DESFire EV2, verlorene Medien sofort sperrbar | Alltagszutritt für Bewohner, Mitarbeiter und viele wechselnde Nutzer |
| Coded-Lock Codeschloss | Zahlencode über die beleuchtete Tastatur eingeben | Mittel – kein physisches Medium nötig, ein Code kann jedoch weitergegeben werden | Rückfallebene, temporäre Zugänge, Dienstleister und Handwerker |
| Fingerprint | Finger über den Zeilensensor ziehen | Hoch – thermischer Zeilensensor mit Lebenderkennung, nichts zum Verlieren | Einfamilienhaus und kleine Einheiten, wo nichts mitgeführt werden soll |
In der Praxis kombinieren viele Anlagen zwei Verfahren: einen Electronic-Key für Bewohner und Mitarbeiter plus ein Codeschloss als Rückfallebene für vergessene Transponder oder temporäre Zugänge.
Der Electronic-Key ist Siedles RFID-Verfahren. Als Zutrittsmedium dienen eine Karte oder ein Schlüsselanhänger auf Basis von Mifare DESFire EV2 – verschlüsselt, passiv und batterielos. Die Medien benötigen keine eigene Stromversorgung und sind dauerhaft einsatzbereit.
Geht ein Medium verloren, wird der betreffende Schlüssel sofort aus dem System entfernt. Der Austausch mechanischer Schließzylinder – bei größeren Schließanlagen teuer und aufwendig – entfällt vollständig. Neue Medien lassen sich jederzeit ergänzen und einzelnen Personen zuordnen.
Gelesen werden die Transponder über die ReadID-Leser. Verfügbar sind Varianten für MIFARE sowie die Bauformen Wall E und Wall S (50 mm) für die Wandmontage – auch unabhängig von der Türstation. So lässt sich ein Leser gezielt an Nebeneingängen, in der Tiefgarage oder an einer Schranke platzieren.
2025 hat Siedle das System um OSDP (Open Supervised Device Protocol) erweitert – den offenen, gesicherten Standard für die Kommunikation zwischen Leser und Controller, der abhörsichere und überwachte Leitungen ermöglicht.
Nicht jeder Zutritt braucht ein physisches Medium. Für diese Fälle bietet Siedle Secure zwei ergänzende Verfahren.
Das Codeschloss öffnet die Tür per Zahlencode – und kann mehr: Es schaltet auf Wunsch das Licht und lässt sich mit einer hinterlegten Teilnehmerliste sogar zum Klingeln nutzen. So übernimmt ein einzelnes Modul mehrere Funktionen an der Tür. Bei smartkram lieferbar als Codeschloss-Modul COM 611-02 (ca. 266 € netto, Stand 2025).
Der Fingerprint arbeitet mit einem thermischen Zeilensensor: Der Finger wird über den Sensor gezogen, statt flächig aufgelegt. Die integrierte Lebenderkennung unterscheidet einen echten Finger von einer Attrappe. Es gibt nichts mitzuführen und nichts zu vergessen – das macht das Verfahren besonders für das Einfamilienhaus attraktiv.
Ein echtes Alleinstellungsmerkmal von Siedle: Der Briefkasten ist direkt in die Vario-Linie integriert – in derselben Optik und Bauform wie Sprechanlage und Zutrittsleser. Kein separates, stilfremdes Anbauteil, sondern Teil der durchgehenden Eingangsfront.
Als Durchwurf-/Unterputz-Briefkasten sitzt er nahezu vollständig in der Wand und steht nur ca. 15 mm hervor. Das ergibt eine flache, aufgeräumte Front bei zugleich großem Fassungsvolumen. Eingeworfen wird von außen, entnommen von innen.
Reine Intercom-Anbieter liefern die Sprechanlage – Briefkasten und Zutrittskontrolle kauft der Bauherr anderswo. Siedle plant alle drei Funktionen als eine koordinierte Eingangseinheit. Das ist der entscheidende Unterschied: eine durchgehende Front, ein Design, ein Ansprechpartner – vom Einfamilienhaus bis zur großen Wohnanlage.
Alle Preise ca. netto, Stand 2025. Welche Kombination zu Ihrem Objekt passt, hängt von Türanzahl, gewünschten Verfahren und Design-Linie ab – die dazu passenden Siedle Türstationen finden Sie in der Markenwelt.

317,52 €

338,38 €

135,39 €

160,82 €

209,06 €
