MDT · KNX-System
Das Rückgrat der KNX-Anlage: IP-Interface und IP-Router mit KNX Secure für PC-Zugang und Fernzugriff, Linienkoppler, USB-Interface und Busspannungsversorgungen von 160 bis 1280 mA.
SCN-IP100.03 · IP-Router (Secure)
Als Systemgeräte bezeichnet MDT die Geräte, die nicht selbst schalten oder messen, sondern die Grundlage für den Betrieb der KNX-Anlage bilden. Dazu gehören die Spannungsversorgungen der Serien STV, STC und STR, die IP-Schnittstellen SCN-IP000.03 und SCN-IP100.03, der Linienkoppler SCN-LK001.03 sowie das USB-Interface SCN-USBR.02. Ohne diese Komponenten läuft kein Telegramm über den Bus.
Wichtig ist die Abgrenzung zu den übrigen Gerätegruppen: Ein Aktor schaltet, dimmt oder stellt eine Last, ein Taster oder Melder löst durch Bedienung oder Erfassung ein Telegramm aus. Systemgeräte dagegen versorgen den Bus mit Spannung, verbinden ihn mit dem PC oder Netzwerk und trennen beziehungsweise koppeln einzelne Linien. Sie sind die Infrastruktur, auf der Aktoren und Sensoren erst zusammenarbeiten.

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Prinzip: Spannungsversorgung speist den Bus, das IP-Gerät verbindet ihn mit dem Netzwerk, der Koppler trennt die Linien.
Die Systemgeräte dieser Gruppe erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die Spannungsversorgung erzeugt die verdrosselte KNX-Busspannung, wobei die STV-Basis mit 160, 320 oder 640 mA samt Drossel arbeitet, die STC-Serie mit 640, 960 oder 1280 mA einen Diagnose-Busankoppler mitbringt und die STR-0640.01 redundant ausgelegt ist. Das STV-0024.01 liefert als Zusatznetzteil zusätzlich 24 V SELV mit 750 mA.
Bei den Schnittstellen verbindet das IP-Interface SCN-IP000.03 den PC über LAN mit dem Bus, während der IP-Router SCN-IP100.03 zusätzlich eine KNXnet/IP-Linienkopplung übernimmt. Der Linienkoppler SCN-LK001.03 trennt und koppelt zwei TP-Linien galvanisch, das USB-Interface SCN-USBR.02 stellt den direkten Programmierzugang her. Alle Geräte sind als Reiheneinbaugeräte für die Hutschiene ausgeführt und in der aktuellen .03/.02-Generation Data-Secure-fähig.
Systemgeräte kommen in jeder KNX-Anlage zum Einsatz, unabhängig von der Größe. Die Spannungsversorgung ist Pflicht in jeder Linie, das IP-Interface oder ein IP-Router wird für die Inbetriebnahme mit der ETS und für Visualisierungen benötigt. In größeren, strukturierten Anlagen sorgen Linienkoppler für eine saubere Aufteilung in mehrere Linien, reduzieren die Buslast und schaffen Reserven für weitere Teilnehmer.
Für reinen ETS-Zugang und Visualisierung genügt das IP-Interface SCN-IP000.03 mit Tunneling und vier gleichzeitigen Verbindungen. Willst du Linien über das Netzwerk koppeln und Telegramme zwischen Linien routen, brauchst du den IP-Router SCN-IP100.03. Beide unterstützen Data Secure und IP Secure.
Die Busspannung wird nach Teilnehmerzahl dimensioniert und reicht von 160 bis 1280 mA. Summiere den Verbrauch je Busgerät — meist wenige mA — für die Linie auf und plane 20 bis 30 % Reserve ein. Bei vielen Teilnehmern oder langen Linien greifst du zu 640 mA und mehr.
Data Secure verschlüsselt und authentifiziert Telegramme, IP Secure schützt den Fernzugriff über das Netzwerk. Beides ist ab ETS 5.7.6 beziehungsweise ETS6 nutzbar und in allen aktuellen .03/.02-Geräten enthalten. Für sicherheitskritische Anlagen und jeden Zugriff von außen ist es dringend zu empfehlen.
Die Serien unterscheiden sich vor allem in Funktion und Leistung: Bei der Spannungsversorgung trennt sich die STV-Basis mit 160 bis 640 mA von der STC mit Diagnose-Busankoppler bis 1280 mA und der redundanten STR-0640.01. Bei den Schnittstellen reicht das SCN-IP000.03 als reines Interface, während das SCN-IP100.03 zusätzlich als IP-Router koppelt und der SCN-LK001.03 klassisch über TP trennt. Die folgende Tabelle stellt die Modelle gegenüber.
PC↔KNX über LAN: Interface (Tunneling, 4 Verbindungen) oder Router (zusätzlich Linien-Routing), beide mit IP/Data Secure.
Linienkoppler mit Data Secure und USB-Interface für den direkten ETS-Zugang.
160–1280 mA Busspannung; STV Basis, STC mit Diagnose-Busankoppler, STR redundant.
Verschlüsselte Telegramme und sicherer Fernzugriff — ab ETS 5.7.6 / ETS6.
| Modell (MPN) | Typ | Funktion | Bauform | Preis | |
|---|---|---|---|---|---|
| SCN-IP100.03 ★ | IP-Router | Routing + Tunneling, Secure | 2 TE | 264 € | Zum Produkt |
| SCN-IP000.03 | IP-Interface | Tunneling (4 Verb.), Secure | 2 TE | 164 € | Zum Produkt |
| SCN-LK001.03 | Linienkoppler | TP-Kopplung, Data Secure | 2 TE | 191 € | Zum Produkt |
| SCN-USBR.02 | USB-Interface | PC↔KNX über USB | 2 TE | 132 € | Zum Produkt |
| STC-1280.01 | Spannungsversorgung | 1280 mA + Diagnose | 6 TE | 275 € | Zum Produkt |
| STC-0640.01 | Spannungsversorgung | 640 mA + Diagnose | 4 TE | 212 € | Zum Produkt |
| STV-0640.02 | Spannungsversorgung | 640 mA (Basis) | 4 TE | 168 € | Zum Produkt |
| STV-0160.02 | Spannungsversorgung | 160 mA (Basis) | REG | 97 € | Zum Produkt |
| STV-0024.01 | Zusatznetzteil | 750 mA / 24 V DC SELV | 4 TE | 69 € | Zum Produkt |
| STR-0640.01 | Spannungsversorgung | 640 mA redundant | 6 TE | 259 € | Zum Produkt |
Preise brutto, tagesaktuell aus dem Shop.
Der häufigste Fehler in dieser Gruppe ist eine zu klein gewählte Spannungsversorgung. Solange nur wenige Teilnehmer senden, fällt das nicht auf. Senden aber viele Geräte gleichzeitig, etwa nach einem Busreset oder bei zentralen Schaltbefehlen, bricht die Spannung ein und es kommt zu Busfehlern und verlorenen Telegrammen.
Die Lösung: Addiere den mA-Bedarf aller Teilnehmer je Linie und plane 20 bis 30 % Reserve ein. Bei vielen Teilnehmern oder langen Linien gehst du auf 640 mA und mehr, etwa mit der STC-1280.01, oder du teilst die Anlage über einen Linienkoppler SCN-LK001.03 in mehrere Linien mit jeweils eigener Versorgung auf.
Für die Inbetriebnahme verbindest du die ETS über das IP-Interface SCN-IP000.03, den IP-Router SCN-IP100.03 oder das USB-Interface SCN-USBR.02 mit dem Bus. Nach Vergabe der physikalischen Adresse lädt die ETS die Applikation. Bei Koppler und IP-Router konfigurierst du die Filtertabellen, für sicheren Betrieb aktivierst du Data Secure beziehungsweise IP Secure ab ETS 5.7.6 oder ETS6. Details stehen im jeweiligen Handbuch. Das Datenblatt findest du im MDT-Handbuch (PDF).
Das IP-Interface SCN-IP000.03 reicht, wenn du nur einen PC-Zugang für ETS und Visualisierung brauchst. Der IP-Router SCN-IP100.03 kann dasselbe und routet zusätzlich Telegramme zwischen Linien über KNXnet/IP. Für kleinere Anlagen genügt das Interface, für vernetzte Strukturen wählst du den Router.
Die MDT IP-Geräte SCN-IP000.03 und SCN-IP100.03 erlauben vier gleichzeitige Tunneling-Verbindungen. Damit kannst du parallel programmieren und visualisieren, ohne dass sich die Zugriffe blockieren. Achte darauf, dauerhafte Visualisierungsverbindungen bei der Planung mitzuzählen, damit der ETS-Zugang frei bleibt.
Das richtet sich nach der Teilnehmerzahl je Linie. Summiere den mA-Bedarf aller Busgeräte auf und plane 20 bis 30 % Reserve ein. Für kleine Linien genügt die STV-0160.02, bei vielen Teilnehmern greifst du zu 640 mA und mehr, etwa STV-0640.02, STC-0640.01 oder STC-1280.01.
Ein Linienkoppler wie der SCN-LK001.03 lohnt sich bei größeren, strukturierten Anlagen. Er trennt und koppelt KNX-Linien galvanisch, reduziert die Buslast pro Linie und schafft Platz für weitere Teilnehmer. So bleibt die Anlage übersichtlich und stabil, auch wenn viele Geräte gleichzeitig senden.
Nutze IP Secure am IP-Router SCN-IP100.03 oder Interface SCN-IP000.03, um den Zugriff über das Netzwerk zu verschlüsseln, und Data Secure zum Schutz der Telegramme auf dem Bus. Beides aktivierst du in der ETS ab Version 5.7.6 beziehungsweise ETS6. Vergib sichere Passwörter und dokumentiere die Schlüssel.
Das STV-0024.01 ist ein zusätzliches 24-V-SELV-Netzteil mit 750 mA. Es liefert keine KNX-Busspannung, sondern versorgt externe Verbraucher mit Schutzkleinspannung, etwa bestimmte Zusatzgeräte. Für die eigentliche Busversorgung brauchst du weiterhin eine verdrosselte Spannungsversorgung aus der STV-, STC- oder STR-Serie.



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