Gira benennt seine Systemgeräte mit Buchstaben und Ziffern – X1, G1, S1, HomeServer, Gira One. Wer neu einsteigt, sucht zuerst nach der Zuordnung: Welches Gerät macht was, und was gehört zusammen? Genau das klärt dieser Artikel.
| Gerät | Bestell-Nr. | Aufgabe | Kategorie |
|---|---|---|---|
| Gira X1 | 209600 | Visualisierung und Logik für KNX-Anlagen | Server |
| Gira HomeServer | 052900 | dasselbe für große, komplexe Projekte | Server |
| Gira G1 | z. B. 206612 (7", WLAN) 207312 (G1 XS, 6") |
Bedienpanel an der Wand, zeigt die Visualisierung | Bedienung |
| Gira S1 | 208900 | gesicherter Fernzugriff und Fernwartung | Zugang |
| Gira One Server | 203900 | eigenes Einsteigersystem ohne ETS | System |
Die wichtigste Einsicht daraus: X1 und HomeServer sind Alternativen, keine Ergänzungen. G1 und S1 dagegen sind Ergänzungen zu einem der beiden.
So sieht die in der Praxis häufigste Zusammenstellung aus:
Alles Weitere – Taster, Melder, Aktoren – ist bei KNX herstellerübergreifend frei wählbar und kommt oft von mehreren Herstellern im selben Projekt.
Das ist die Weichenstellung vor allem anderen.
Wer sein Haus über Jahrzehnte denkt und Geräte frei wählen will, nimmt KNX. Wer eine schlüsselfertige Gira-Lösung sucht, findet in Gira One den kürzeren Weg. Ausführlich: Gira One oder Gira X1.
Beide liefern Visualisierung und Logik. Der X1 reicht für Licht, Beschattung, Heizung, Szenen und Zeitsteuerung – also für das, was in Wohnhäusern tatsächlich genutzt wird. Der HomeServer ist für größere Projekte gemacht: mehr Logikleistung, mehr Schnittstellen, frei gestaltbare Visualisierung, entsprechend mehr Projektierungsaufwand. Details: X1 oder HomeServer.
Das G1 ist kein Muss. Es lohnt sich an einer zentralen Stelle – für alle im Haushalt, die kein Handy zücken wollen. In den einzelnen Räumen sind gute KNX-Taster meist sinnvoller und günstiger. Mehr in Gira G1 im Detail.
| Gerät | Voraussetzungen | Platzbedarf |
|---|---|---|
| Gira X1 | KNX-Anlage, Netzwerk, 24-V-Spannungsversorgung, ETS für Adresse und Applikation | 2 TE im Verteiler |
| Gira S1 | Netzwerk mit Internetzugang, Gira Geräteportal | Reiheneinbau |
| Gira G1 | Server für Visualisierung (Gira One, X1; HomeServer nur großes G1), PoE- oder 24-V-Versorgung | Wandeinbau |
| Gira HomeServer | KNX-Anlage, Netzwerk, Projektierung durch Fachplaner | Reiheneinbau |
Diese Trennung gilt für die ganze KNX-Welt – ausführlich in Was du bei KNX selbst machen darfst.
Steht die KNX-Anlage, ist der Gira X1 plus Gira S1 die Kombination, mit der die meisten Wohnhäuser am besten fahren – erweiterbar um ein G1 dort, wo eine feste Bedienstelle gewünscht ist. Wenn du ganz am Anfang stehst, beginne bei der KNX-Einsteigerserie und plane das System, bevor du Geräte kaufst.
Der Gira X1 (209600) und der Gira HomeServer (052900) sind Server: Sie liefern Visualisierung und Logik. Das Gira G1 ist ein Bedienpanel, das diese Visualisierung an der Wand anzeigt – es arbeitet mit Gira One und Gira X1, als HomeServer-Client nur das große G1. Der Gira S1 (208900) stellt den gesicherten Fernzugriff her. Der Gira One Server (203900) ist ein eigenes Einsteigersystem, das ohne ETS auskommt.
Nein. Beide sind Server mit derselben Grundaufgabe und werden alternativ eingesetzt. Der X1 deckt Wohnhäuser ab, der HomeServer größere und komplexere Projekte.
Für die Visualisierung braucht das G1 einen Server – Gira One oder Gira X1, beim großen G1 auch den HomeServer. Ohne Server lässt es sich als KNX-Raumbediengerät betreiben; dafür ist allerdings ein KNX IP-Router erforderlich (Gira Art.-Nr. 216700).
Gira One ist ein geschlossenes System mit eigenem Server, das ohne ETS projektiert wird – schneller und einfacher, dafür auf Gira-Geräte begrenzt. KNX mit X1 ist herstellerübergreifend und beliebig erweiterbar, verlangt aber ETS-Kenntnisse.
In der Praxis meist: KNX-Anlage plus Gira X1 für Visualisierung und Logik, dazu der Gira S1 für den Fernzugriff und optional ein Gira G1 als zentrale Bedienstelle an der Wand.
Noch mehr Fachwissen, Kaufhilfen und Praxis-Tipps aus der Elektro-Welt:









