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Kaufberatung: Tastsensoren

Der Tastsensor ist im Smart Home das, was der Lichtschalter in der klassischen Installation war: die Stelle, an der Menschen das Haus bedienen. Anders als ein normaler Schalter unterbricht ein Bus- oder Funktaster aber keinen Stromkreis, sondern sendet einen Befehl. Erst der Aktor schaltet. (Konventionelle 230-V-Taster, die den Stromkreis direkt führen, findest du hier ebenfalls.) Genau deshalb kann ein einziger Tastsensor mehrere Funktionen tragen: kurz drücken für Licht, lang drücken für die Szene, Wippe oben und unten für die Jalousie. Unser Sortiment umfasst rund 1.370 Artikel.

Die Auswahl folgt drei Fragen: Wie viele Bedienflächen brauchst du an dieser Stelle (1-, 2-, 3- oder 4-fach)? Passt der Sensor zur vorhandenen Schalterserie und zum Rahmenprogramm? Und soll es eine klassische Wippe sein oder ein Glastaster mit Display, der zusätzlich Temperatur, Status oder Szenennamen anzeigt?

Die Preise liegen zwischen 1,75 € für Zubehör und Wippen und 802,82 € für große Bedientableaus mit Display; im Mittel bei rund 66,65 €. Vertreten sind unter anderem MDT, Gira, Jung, Busch-Jaeger, Berker, Merten, Eltako und Legrand. Einen direkten Vergleich der beiden meistgekauften Systeme findest du im Ratgeber KNX-Tastsensoren im Vergleich.

Worauf beim Kauf achten?

  • Busankoppler beachten: Bei manchen Serien sind Tastsensor und Busankoppler getrennte Artikel – etwa beim Gira und Jung Tastsensor 3, der den Busankoppler 3 zusätzlich braucht. Beim Gira Tastsensor 4 und bei den MDT-Glastastern ist der Ankoppler dagegen integriert. Prüfe vor der Bestellung, was im Lieferumfang enthalten ist, sonst fehlt beim Einbau ein Teil.
  • Zahl der Wippen realistisch wählen: Ein 4-fach-Taster im Flur klingt gut, wird aber selten vollständig genutzt. Zwei gut belegte Flächen sind im Alltag besser als vier, die niemand sich merkt.
  • Status-LED: Sensoren mit Rückmelde-LED zeigen, ob das Licht im Keller noch brennt oder die Jalousie unten ist. Das ist der Komfortgewinn, der im Alltag am häufigsten auffällt.
  • Beschriftung: Serien mit beschriftbaren Flächen oder wechselbaren Symbolen ersparen Rätselraten. Gerade bei Szenentastern lohnt sich das, weil die Funktion nicht selbsterklärend ist.
  • Glastaster mit Display: Zeigen Temperatur, Uhrzeit oder Szenen und ersetzen oft einen separaten Raumtemperaturregler. Dafür brauchen sie mehr Einbautiefe und eine sorgfältigere Parametrierung.
  • Temperatursensor integriert: Viele KNX-Taster messen die Raumtemperatur gleich mit. Wer die Heizung ohnehin über den Bus regelt, spart sich damit ein zusätzliches Gerät an der Wand.
Praxis-Tipp: Lege die Belegung der Tastflächen vor dem Kauf auf Papier fest – Raum für Raum, Fläche für Fläche. Erst daraus ergibt sich, wie viele Wippen du wirklich brauchst. In der Praxis werden 4-fach-Taster oft gekauft und dann nur zur Hälfte belegt, während an anderer Stelle eine Fläche fehlt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Tastsensor und Lichtschalter?

Ein Lichtschalter unterbricht den Stromkreis direkt und führt 230 V. Ein Tastsensor sendet nur einen Befehl an den Bus oder per Funk; geschaltet wird im Aktor. Dadurch kann dieselbe Fläche je nach Druckdauer oder Programmierung verschiedene Dinge auslösen.

Passt jeder Tastsensor in jeden Rahmen?

Nur bedingt. Innerhalb des 55-mm-Maßes lassen sich Rahmen und Einsätze von Gira System 55, Jung AS 500 und A 550, Berker und Merten mechanisch kombinieren – die Farbtöne passen aber selten exakt zusammen. Busch-Jaeger verwendet ein eigenes Maß und lässt sich mit den 55er-Programmen nicht mischen. Bleib im Zweifel innerhalb einer Serie.

Brauche ich für jeden Taster eine eigene Leitung?

Bei KNX nicht: Alle Busteilnehmer hängen an derselben grünen Busleitung, die von Gerät zu Gerät durchgeschleift wird. Bei konventionellen Tastern führt dagegen jede Stelle ihre eigene Leitung. Für die Nachrüstung ohne neue Leitungen gibt es Funktaster.

Kann ich vorhandene Taster weiterverwenden?

Ja, über einen Binäreingang beziehungsweise eine Tasterschnittstelle. Damit bringst du klassische Taster an den KNX-Bus, ohne sie zu ersetzen – praktisch, wenn die vorhandene Serie optisch passt. Wie das geht, steht in Konventionelle Taster an den KNX-Bus bringen.

Lohnt sich ein Glastaster mit Display?

An zentralen Stellen wie Wohnzimmer, Flur oder Schlafzimmer ja: Er ersetzt oft den Raumtemperaturregler und zeigt Szenen und Status an. In Nebenräumen ist ein einfacher Taster meist die bessere Wahl, weil dort weder Display noch Szenen gebraucht werden.

Was kosten Tastsensoren?

Von 1,75 € für Wippen und Zubehör bis 802,82 € für große Bedientableaus. Der mittlere Preis liegt bei rund 66,65 €. Einfache 1- und 2-fach-Taster liegen deutlich darunter, Glastaster mit Display und Temperaturmessung darüber.

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