Ratgeber · DIY-Projekt
Am Ende schaltest du dieselbe Leuchte von einer zweiten Stelle im Raum, ohne dass dafür eine Leitung in die Wand kommt. Dafür brauchst du zwei Teile: einen Eltako Funktaster, den du selbst an der Wand befestigst, und einen Eltako Funkaktor, der in der 230-Volt-Installation sitzt. Die Stelle aussuchen, den Taster anbringen und im Alltag prüfen, ob er dort richtig sitzt – das ist dein Teil. Den Aktor wählt und setzt eine Elektrofachkraft, und dort endet auch diese Anleitung.

Du kommst abends in den Flur und hast den Schalter dort, wo du ihn brauchst – neben der Tür, am Bettende, am oberen Treppenabsatz. Ein Druck, das Licht geht an, ein zweiter Druck, es geht aus. Der bisherige Schalter bleibt an seinem Platz, die neue Bedienstelle kommt dazu – dass der alte weiter schalten soll, sagst du der Fachkraft beim Termin ausdrücklich (siehe Häufige Fragen).
Sichtbar ist davon nur der Funktaster an der Wand. Es wird nichts gestemmt, es wird kein Kabel verlegt, es liegt kein Kanal auf dem Putz. Der Funktaster sendet an den Aktor, der Aktor schaltet die Leuchte. Wenn du später merkst, dass die Stelle doch ungünstig ist, nimmst du den Taster ab und bringst ihn woanders an – die Installation bleibt davon unberührt.
Du kannst denselben Aktor zusätzlich über einen Handsender bedienen, den du mitnimmst: vom Sofa, aus dem Nachbarraum, vom Bett. Was sich für deine konkrete Leuchte und deinen konkreten Aktor einrichten lässt, steht im Eltako-Datenblatt des jeweiligen Geräts.
Die Trennlinie in diesem Projekt verläuft genau zwischen den beiden Bauteilen. Der Funktaster ist ein Bedienelement an der Wandoberfläche. Ihn auszusuchen, an die Wand zu kleben oder zu schrauben, wieder abzunehmen und an anderer Stelle anzubringen, ist keine Arbeit an der festen Installation – das darfst du selbst tun. Dasselbe gilt für den Handsender: auspacken und benutzen – die Zuordnung zum Aktor gehört wie beim Taster zum Termin der Fachkraft.
Der Funkaktor dagegen gehört in die feste 230-Volt-Installation. Er wird an vorhandene Leitungen angeschlossen, sitzt in einer Dose oder im Verteiler und ist damit ein Eingriff, den nach § 13 NAV nur eine eingetragene Elektrofachkraft ausführen darf. Das gilt auch dann, wenn der Aktor klein ist und der Einbau nach wenigen Minuten aussieht. Wir beschreiben diesen Schritt hier bewusst nicht – auch nicht andeutungsweise. Welcher Aktor zu deiner Leuchte, deiner Dose und deinem vorhandenen Schalter passt, entscheidet die Fachkraft anhand des Eltako-Datenblatts vor Ort.
Wenn du die Grenze grundsätzlich einordnen willst: Elektroarbeiten selber machen: Was ist erlaubt?
| Rolle | Produkt | Preis |
|---|---|---|
| Funktaster (batterielos), von dir angebracht | Eltako Funk-1-Kanal-Taster reinweiß glänzend F1T55E-wg | 35,33 EUR |
| Funk-Schaltaktor, Einbau durch die Elektrofachkraft | Eltako Funkaktor Stromstoßschalter FSR61-230V | 53,79 EUR |
| Optional: mobile Bedienung | Eltako Funk-Minihandsender weiß, 2 Signale FMH2-weiß | 45,18 EUR |
Die Grundausstattung aus Taster und Aktor liegt bei 89,12 EUR. Das ist der Stand für eine Leuchte und eine zusätzliche Schaltstelle. Jede weitere Leuchte, die unabhängig geschaltet werden soll, braucht ihren eigenen Aktor; jede weitere Bedienstelle im Raum oder im Nachbarraum braucht ihren eigenen Taster. Bei drei Zimmern mit je einer neuen Schaltstelle vervielfacht sich die Summe also entsprechend – rechne das durch, bevor du bestellst.
Alternativen zum Taster in der Tabelle: Aus derselben Taster-Reihe gibt es den Eltako Funktaster reinweiß glänzend F2T55E-wg (35,99 EUR) und den Eltako Funktaster reinweiß glänzend F4T55E-wg (37,24 EUR). Ein Taster deckt immer genau eine Bedienstelle ab; wie viele Kanäle die einzelne Ausführung dort bietet, steht im jeweiligen Eltako-Datenblatt – prüfe das, bevor du dich festlegst. Bei der Optik hast du die Wahl zwischen Eltako Funktaster weißglänzend FT55-wg (36,97 EUR) und Eltako Funktaster reinweiß FT55-rw (36,97 EUR) – gleiche Reihe, andere Farbgebung.
Alternativen beim Aktor entscheidet die Fachkraft, nicht der Katalog. Zur Auswahl stehen unter anderem der Eltako Funkaktor Stromstoß Schaltrelais FSR61NP-230V (54,94 EUR), der Eltako Funkaktor Stromstoßschalter 230V FSR61LN-230V (56,01 EUR) sowie die günstigeren Relaisaktoren Eltako Funk-Relaisaktor FR62-230V (47,05 EUR) und Eltako Funk-Relaisaktor FR62NP-230V (47,05 EUR). Die Varianten unterscheiden sich in Bauform und Anschlussvoraussetzungen; welche davon in deinem Fall einsetzbar ist, geht aus dem Eltako-Datenblatt hervor und wird vor Ort beurteilt. Beim Handsender gibt es neben dem Modell in der Tabelle den Eltako Funk-Minihandsender weiß FMH4-weiß (47,55 EUR).
Die Teile für eine zusätzliche Schaltstelle kosten 89,12 EUR. Der Handsender kommt mit 45,18 EUR dazu, wenn du ihn willst. Nicht in diesen Beträgen enthalten ist die Arbeit der Elektrofachkraft für den Aktor – die rechnet sie nach ihrem eigenen Satz ab, und es lohnt sich, mehrere Schaltstellen auf einen Termin zu legen, statt jede einzeln zu beauftragen.
Der Nutzen liegt nicht in gesparter Energie, sondern im täglichen Weg: Licht dort schalten, wo man steht, statt quer durch den dunklen Raum zum vorhandenen Schalter zu gehen. Das ist im Treppenhaus, im langen Flur und im Schlafzimmer der spürbare Unterschied. Dazu kommt, dass die Wand heil bleibt – kein Stemmen, kein Verputzen, kein Streichen hinterher, und in vielen Fällen ist die zweite Schaltstelle damit überhaupt erst realistisch. Umgekehrt ehrlich: Für eine einzelne Leuchte an einer Stelle, zu der ohnehin gerade eine Wand offen ist, ist die klassische Leitung die naheliegendere Lösung.
Die Komponenten arbeiten innerhalb des Eltako-Funksystems zusammen. Welche Kombination in deinem Fall die richtige ist, hängt von der Ausführung des Aktors und der Aufgabe ab und steht im Eltako-Datenblatt des jeweiligen Geräts. Kläre die Paarung vor dem Kauf mit der Elektrofachkraft, die den Aktor einbaut – sie muss ohnehin beurteilen, was an deiner Installation einsetzbar ist.
Der Funktaster ist unkritisch: Er wird an der Wandoberfläche befestigt und lässt sich wieder abnehmen, ohne dass an der Installation etwas verändert wurde. Der Funkaktor dagegen ist ein Eingriff in die feste Installation der Wohnung. Dafür brauchst du die Zustimmung des Vermieters, und ausführen darf ihn nur eine Elektrofachkraft. Sprich das vorher ab, nicht hinterher.
Das hängt davon ab, wo der Aktor sitzt und wie er in die vorhandene Schaltung eingebunden wird. Diese Entscheidung trifft die Elektrofachkraft vor Ort anhand des Eltako-Datenblatts und der tatsächlichen Gegebenheiten in deiner Dose. Sag beim Termin ausdrücklich, dass der alte Schalter weiter funktionieren soll – dann wird es von vornherein so geplant.
Der Aktor sitzt in der 230-Volt-Installation. Ohne Spannung schaltet keine Leuchte, unabhängig davon, wie oft du den Taster drückst. Wie sich der Aktor verhält, wenn die Spannung zurückkommt, ist geräteabhängig und im Eltako-Datenblatt beschrieben. Der Taster selbst arbeitet batterielos, du musst also nichts nachladen oder tauschen, damit die Bedienstelle einsatzbereit bleibt.
In dieser Stückliste steht keine. Das Projekt kommt mit Taster und Aktor innerhalb des Eltako-Funksystems aus – du drückst, die Leuchte schaltet. Wenn du später eine übergeordnete Steuerung mit Zeitprogrammen oder Szenen willst, ist das ein eigenes Projekt mit eigenen Geräten und sollte nicht nebenbei mitentschieden werden.
Ja, weitere Bedienstellen aus dem Eltako-Funksystem lassen sich ergänzen – ein zusätzlicher Taster an einer dritten Stelle, ein Handsender fürs Sofa. Die Zuordnung neuer Sender erfolgt allerdings am Aktor, und der sitzt in der Installation. Deshalb ist es günstiger, gleich beim ersten Termin alles anzuschaffen, was du absehbar brauchst, statt die Fachkraft ein zweites Mal kommen zu lassen.
Jedes Projekt sagt dir ehrlich, was du selbst darfst und wo die Elektrofachkraft ran muss.
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