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KNX-Erstausstattung fürs Einfamilienhaus: die Komponentenliste von Spannungsversorgung bis Taster

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Ratgeber · KNX Smart Home

KNX-Erstausstattung fürs Einfamilienhaus: die Komponentenliste von Spannungsversorgung bis Taster

Ein KNX-Smart-Home beginnt nicht mit einer App, sondern mit einer Einkaufsliste: Spannungsversorgung, Aktoren für jedes Gewerk, Taster für die Wand – und je nach Projekt ein paar Systemgeräte dazu. Dieser Ratgeber sortiert die Komponenten-Klassen für den KNX-Start im Einfamilienhaus, zeigt bei der Spannungsversorgung echte Produkte samt Preisen und erklärt, warum die Inbetriebnahme mit der ETS in die Hände eines Fachbetriebs gehört.

KNX-Erstausstattung fürs Einfamilienhaus: die Komponentenliste von Spannungsversorgung bis Taster

Kurz zusammengefasst: Das Herzstück jeder KNX-Anlage ist die Busspannungsversorgung – im Einfamilienhaus typischerweise eine 640-mA-Ausführung wie die Jung KNX Spannungsversorgung 640 mA (177,61 €) oder die MDT Busspannungsversorgung STV KNX 640 mA (167,81 €). Wer aufs Budget schaut, findet mit dem Mean Well KNX-20E-640 mit integrierter Drossel (58,77 €) einen günstigeren Einstieg. Dazu kommen Aktoren je Gewerk, Taster nach Geschmack und – je nach Ausbau – Koppler. Parametriert wird alles per ETS durch den Fachbetrieb.
Wichtiger Hinweis: KNX-Komponenten werden in der festen Elektroinstallation verbaut. Die Busleitung selbst arbeitet mit Kleinspannung, doch Spannungsversorgung und Aktoren sitzen im Verteiler und haben dort Berührungspunkte mit der 230-V-Netzspannung. Planung, Montage und Inbetriebnahme gehören deshalb zwingend in die Hand einer qualifizierten Elektrofachkraft bzw. eines KNX-Fachbetriebs. Dieser Ratgeber macht dich fit für das Gespräch – er ersetzt es nicht.

Die Einkaufsliste: vier Komponenten-Klassen für den KNX-Start

  • Spannungsversorgung: speist die Busleitung – ohne sie läuft in der KNX-Anlage gar nichts
  • Aktoren: schalten, dimmen und fahren je Gewerk (Licht, Jalousie, Heizung) – sie sitzen zentral im Verteiler
  • Taster & Tastsensoren: die Bedienstellen an der Wand, mit denen du die Anlage im Alltag steuerst
  • Koppler & Systemgeräte: optional für größere Anlagen, Erweiterungen oder besondere Einbausituationen
  • Dazu kommen Busleitung und Verteiler-Material – das plant der Fachbetrieb gleich mit

Der Charme von KNX liegt darin, dass die Anlage aus wenigen, klar getrennten Bausteinen besteht. Alle Geräte hängen an einer gemeinsamen Busleitung und tauschen darüber Telegramme aus: Der Taster an der Wand meldet einen Tastendruck, der Aktor im Verteiler schaltet daraufhin das Licht. Damit diese Kommunikation überhaupt stattfinden kann, braucht der Bus eine eigene Spannungsversorgung – sie ist die erste Position auf jeder KNX-Einkaufsliste und zugleich die Komponente, die in praktisch jedem Projekt gleich aussieht.

Bei den anderen Klassen wird es individueller: Wie viele Aktorkanäle du brauchst, hängt von der Zahl deiner Stromkreise, Jalousien und Heizkreise ab. Welche Taster an die Wand kommen, ist Geschmacks- und Designfrage. Deshalb konzentriert sich dieser Ratgeber bei den konkreten Produktbeispielen auf die Spannungsversorgung – und beschreibt bei Aktoren, Tastern und Kopplern, worauf du bei der Auswahl mit deinem Fachbetrieb achten solltest.

Klasse 1: die KNX-Spannungsversorgung – 640 mA als roter Faden

  • Die Spannungsversorgung speist die Busleitung, über die alle KNX-Geräte kommunizieren
  • 640 mA ist die Größe, die sich in unserer Übersicht quer durch die Hersteller zieht – von ABB über Jung und Theben bis MDT
  • „Mit Drossel“ heißt: die Entkopplung des Bussignals ist bereits integriert – das steht bei mehreren Produkten direkt im Namen
  • Reiheneinbaugeräte (REG) sind für die Hutschiene im Verteiler gemacht; die TE-Angabe im Namen (z. B. 3TE, 4TE, 6TE) beschreibt den Platzbedarf
  • Wie viel Busstrom deine Anlage tatsächlich braucht, rechnet der Fachbetrieb anhand der Geräteliste durch

Wirf einen Blick auf die Tabelle: Fast alle Produkte tragen die 640 im Namen. Das ist kein Zufall – die 640-mA-Klasse ist die Ausführung, die Hersteller quer durchs Sortiment für Wohngebäude anbieten. Die Preisspanne in unserer Übersicht reicht von 58,77 € für das Mean Well KNX-20E-640 mit integrierter Drossel (30V/640mA) bis 369,38 € für die Schneider Electric KNX Spannungsversorgung REG-K/640 mA MTN683890.

Modell Marke Merkmal laut Bezeichnung Preis
KNX-20E-640 Mean Well 30V/640mA, integrierte Drossel 58,77 €
NT640-3 Lingg&Janke 640mA, 3TE 89,21 €
6201/640.1 Busch-Jaeger 640 mA; im Shop der Serie Busch-free@home zugeordnet 148,46 €
PSN-230/1280/30/KNX BEG Brück Electronic Netzteil 152,07 €
LUXORliving P640 Theben Smart-Home-System LUXORliving 162,99 €
STV-0640.02 MDT 640mA, STV KNX 167,81 €
Gira 213000 Gira 640 mA, mit Drossel, für Gira One und KNX 169,31 €
PS 640mA T KNX Theben 640mA 177,29 €
Jung 20640 Jung 640mA, Reiheneinbaugerät 177,61 €
Hager TXA112 Hager 640mA, 1 Ausgang, 1 Drossel 187,48 €
SV/S 30.640.3.1 ABB Stotz S&J EIB-Spannungsversorgung, 640mA 193,34 €
STC-0640.01 MDT 640mA, STC 4TE, Reiheneinbaugerät 212,13 €
BBPS-02/640.1 GVS 640mA, mit 30V Zusatzspannung 214,88 €
SV/S30.640.5.1 ABB Stotz S&J 640mA, mit Drossel 244,76 €
MTN684064 Schneider Electric REG-K/640 mA 247,56 €
STR-0640.01 MDT 640mA, STR 6TE, Reiheneinbaugerät 259,40 €
LK-RF/KNXs BEG Brück Electronic Netzteil, Unterputz 272,50 €
MTN683890 Schneider Electric REG-K/640 mA 369,38 €

Ein paar Beispiele aus der Liste: Die Hager TXA112 (187,48 €) bringt laut Bezeichnung einen Ausgang und eine Drossel mit. MDT hat mit STV (167,81 €), STC in 4TE (212,13 €) und STR in 6TE (259,40 €) gleich drei 640-mA-Busspannungsversorgungen im Programm. Die Gira 213000 (169,31 €) ist laut Produktnamen für Gira One und KNX geeignet, und die GVS BBPS-02/640.1 (214,88 €) liefert zusätzlich eine 30V-Zusatzspannung.

Ein wichtiger Hinweis zum genauen Hinsehen: Nicht jedes 640-mA-Netzteil gehört automatisch zur klassischen KNX-Welt. Die Busch-Jaeger 6201/640.1 (148,46 €) ist im Shop der Serie Busch-free@home zugeordnet, die Theben LUXORliving P640 (162,99 €) gehört zu Thebens LUXORliving-System. Zu welchem System ein Netzteil passt, klärst du am besten auf der Produktseite und mit deinem Fachbetrieb.

Praxis-Tipp: Bestell die Spannungsversorgung erst, wenn die Geräteliste deiner Anlage steht. Jedes KNX-Gerät zieht Strom aus dem Bus – ob eine 640-mA-Versorgung für deine Ausbaustufe samt Reserve reicht, rechnet der Fachbetrieb in wenigen Minuten durch. Alle lieferbaren Modelle findest du gesammelt in der Kategorie KNX-Spannungsversorgungen.

Klasse 2: Aktoren – je Gewerk ein eigener Typ

  • Schaltaktor: das Arbeitspferd – schaltet Lichtstromkreise und Steckdosen ein und aus
  • Jalousie-/Rollladenaktor: fährt Behänge hoch und runter und hält Zwischenpositionen
  • Dimmaktor: regelt die Helligkeit dimmbarer Leuchten
  • Heizungsaktor: steuert Stellantriebe für die Einzelraumregelung
  • Aktoren sitzen im Verteiler; die Kanalzahl richtet sich nach der Zahl deiner Stromkreise, Behänge und Heizkreise

Ein KNX-Schaltaktor empfängt Telegramme vom Bus und schaltet daraufhin die angeschlossenen Verbraucher. Das Grundprinzip ist bei allen Aktor-Typen gleich, nur die Aufgabe unterscheidet sich: Der Schaltaktor kennt An und Aus, der Dimmaktor regelt stufenlos, der Jalousieaktor beherrscht Fahrtrichtung und Position, der Heizungsaktor bedient die Stellantriebe der Fußbodenheizung oder Heizkörper. Für den Start im Einfamilienhaus heißt das: Du brauchst nicht einen Aktor, sondern pro Gewerk den passenden Typ.

Wie viele Kanäle es jeweils sein müssen, lässt sich nicht pauschal sagen – das hängt komplett von deinem Grundriss ab. Deshalb nennt dir dieser Ratgeber hier bewusst keine Pauschal-Empfehlung: Die Stückliste je Gewerk erstellt der Fachbetrieb aus dem Raumbuch, also der Aufstellung, welcher Raum welche Funktionen bekommen soll. Einen Überblick über das Sortiment verschaffst du dir vorab in unserer Smart-Home-Kategorie.

Klasse 3: Taster & Tastsensoren – die Bedienstellen

  • Taster und Tastsensoren sind die sichtbaren Bedienstellen der Anlage – hier entscheidet sich, wie sich dein KNX-Haus im Alltag anfühlt
  • Von der einfachen Wippe bis zum Mehrfach-Tastsensor mit Beschriftungsfeld ist die Bandbreite groß
  • Viele Tastsensoren bündeln mehrere Funktionen an einer Stelle – etwa Licht, Jalousie und Szenen auf einem Gerät
  • Design und Rahmenprogramm wählst du nach Geschmack – die Funktion dahinter legt später die ETS-Parametrierung fest

Während Aktoren unsichtbar im Verteiler arbeiten, sind die Taster das, was du und deine Gäste jeden Tag sehen und anfassen. Hier lohnt es sich, in Ruhe auszuwählen: Ein Tastsensor kann mehrere klassische Schalter ersetzen, weil sich auf einem Gerät mehrere Funktionen unterbringen lassen – welche Wippe was auslöst, wird bei der Inbetriebnahme in der ETS festgelegt und lässt sich später ändern, ohne die Wand aufzustemmen. Stöbern kannst du in der Kategorie Tastsensoren und Bedienelemente.

Klasse 4: Koppler & Systemgeräte – optional, aber gut zu kennen

  • Für den typischen Start im Einfamilienhaus genügt oft eine einzige Buslinie – dann brauchst du keinen Koppler
  • Koppler verbinden mehrere Linien miteinander, etwa wenn die Anlage wächst oder Bereiche getrennt werden sollen
  • Auch Sonderfälle wie Unterputz-Netzteile gehören in diese Systemgeräte-Ecke
  • Ob deine Anlage eine oder mehrere Linien bekommt, entscheidet der Fachbetrieb bei der Planung

Die gute Nachricht für Einsteiger: Koppler sind beim Erstprojekt häufig noch gar nicht nötig. Relevant werden sie, wenn die Anlage über eine Linie hinauswächst – etwa bei einer späteren Erweiterung um Außenbereich oder Einliegerwohnung. Einen Eindruck von dieser Geräteklasse gibt die Kategorie Linienkoppler; dort findet sich zum Beispiel auch das BEG Brück Electronic Netzteil Unterputz LK-RF/KNXs (272,50 €) als Unterputz-Variante für besondere Einbausituationen. Klassische Netzteile wie das BEG PSN-230/1280/30/KNX (152,07 €) findest du dagegen in der Kategorie Spannungsversorgungen; weitere Modelle versammelt die Kategorie Netzteile.

ETS & Inbetriebnahme: der Part des Fachbetriebs

  • KNX-Geräte werden mit der Inbetriebnahme-Software ETS parametriert – erst dadurch weiß der Aktor, auf welchen Taster er hören soll
  • Der Fachbetrieb plant die Anlage, montiert die Komponenten und nimmt sie in Betrieb
  • Lass dir die ETS-Projektdatei und eine Dokumentation übergeben – sie ist der Schlüssel für jede spätere Änderung
  • Änderungen an der Bedienlogik sind später per Software möglich, ohne neu zu verkabeln

Der größte Unterschied zu Funk-Smart-Home-Systemen: Eine KNX-Anlage wird nicht per App angelernt, sondern mit der ETS projektiert. Dabei bekommt jedes Gerät seine Adresse und seine Parameter – welcher Tastendruck welchen Kanal schaltet, wie die Jalousie auf Wind reagiert, wann die Heizung absenkt. Diese Projektierung ist Sache des KNX-Fachbetriebs, genauso wie die Montage im Verteiler. Für dich heißt das: Deine Aufgabe ist es, Funktionen und Wünsche zu formulieren – die Einkaufsliste oben hilft dir, im Angebot des Fachbetriebs die einzelnen Positionen einzuordnen. Mehr Grundlagen rund ums smarte Zuhause findest du laufend in unseren Ratgebern.

Alle Produkte im Überblick

Häufige Fragen

Warum steht bei fast allen KNX-Spannungsversorgungen 640 mA?

640 mA ist die Baugröße, die sich quer durch die Herstellersortimente zieht – in unserer Übersicht tragen Produkte von ABB, Jung, MDT, Theben, Hager, Gira und weiteren die 640 im Namen. Jedes Gerät am Bus zieht Strom aus dieser Versorgung; ob die Größe für deine konkrete Anlage samt Reserve passt, rechnet der Fachbetrieb anhand der Geräteliste durch.

Was macht ein KNX-Schaltaktor?

Ein Schaltaktor sitzt im Verteiler, empfängt Telegramme vom Bus und schaltet daraufhin die angeschlossenen Verbraucher – typischerweise Lichtstromkreise und Steckdosen. Für andere Aufgaben gibt es eigene Aktor-Typen: Dimmaktoren für die Helligkeit, Jalousieaktoren für Behänge, Heizungsaktoren für Stellantriebe. Die passende Kanalzahl ergibt sich aus deinem Grundriss.

Was bedeutet „mit Drossel“ bei der Spannungsversorgung?

Die Drossel entkoppelt die Datentelegramme auf dem Bus von der Gleichspannung der Versorgung – beides läuft über dieselbe Leitung. Bei vielen Produkten steht die integrierte Drossel direkt im Namen, etwa bei der ABB SV/S30.640.5.1, der Gira 213000 oder dem Mean Well KNX-20E-640. Fehlt die Drossel im Gerät, muss sie separat vorgesehen werden – ein Punkt für das Gespräch mit dem Fachbetrieb.

Brauche ich für den Start einen Linienkoppler?

Für den typischen Erstausbau im Einfamilienhaus genügt häufig eine einzige Buslinie – dann ist kein Koppler nötig. Relevant werden Koppler, wenn die Anlage über mehrere Linien organisiert wird, etwa bei größeren Gebäuden oder späteren Erweiterungen. Ob deine Anlage mit einer Linie auskommt, entscheidet der Fachbetrieb bei der Planung.

Kann ich meine KNX-Anlage selbst in Betrieb nehmen?

Die Montage gehört in die Hand einer Elektrofachkraft, und die Parametrierung erfolgt mit der ETS-Software – beides ist klassische Fachbetriebs-Arbeit. Dein Part ist es, Wünsche und Funktionen zu formulieren. Wichtig: Lass dir nach der Inbetriebnahme die ETS-Projektdatei übergeben, damit spätere Änderungen ohne Neuanfang möglich sind.

Passen KNX-Komponenten verschiedener Hersteller zusammen?

KNX ist ein herstellerübergreifender Standard – genau das ist sein großer Vorteil: Spannungsversorgung, Aktoren und Taster müssen nicht von derselben Marke stammen. Achte aber auf Systemvarianten: Manche Produkte gehören zu eigenen Systemwelten, etwa die Theben LUXORliving P640 zum LUXORliving-System oder die Busch-Jaeger 6201/640.1, die im Shop der Serie Busch-free@home zugeordnet ist. Im Zweifel hilft die Produktseite oder dein Fachbetrieb.

Was heißt Reiheneinbaugerät (REG)?

Reiheneinbaugeräte sind für die Montage auf der Hutschiene im Verteiler gemacht – die Bauform, in der Spannungsversorgungen und Aktoren üblicherweise daherkommen. Die Angabe steht bei mehreren Produkten im Namen, etwa bei der Jung 20640 oder den MDT-Busspannungsversorgungen; die TE-Zahl (z. B. 4TE, 6TE) beschreibt dabei die Breite in Teilungseinheiten, also den Platzbedarf im Verteiler.

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