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Bestseller Schaltaktoren
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Kaufberatung: Schaltaktoren
Der Schaltaktor ist der Arbeiter im Smart Home: Er schaltet einen Stromkreis ein und aus – Licht, Steckdose, Pumpe, Lüfter, Zirkulation. Alles, was nicht gedimmt, gefahren oder geregelt wird, läuft über ihn. Deshalb ist er der meistverbaute Aktortyp überhaupt. Unser Sortiment umfasst rund 515 Artikel, vom einzelnen Unterputz-Modul bis zum 24-fach-Reiheneinbaugerät.
Bei der Auswahl zählen drei Dinge: die Zahl der Kanäle, die Schaltleistung je Kanal und die Frage, ob der Aktor den Verbrauch mitmessen soll. Der häufigste Fehler ist, nur auf den Nennstrom zu schauen. Entscheidend ist die Lastart: LED-Leuchtmittel und elektronische Trafos erzeugen kurze, sehr hohe Einschaltströme, die normale Relais mit der Zeit verkleben lassen. Dafür gibt es Ausführungen mit erhöhter Schaltleistung, die explizit für kapazitive Lasten – oft als C-Last bezeichnet – freigegeben sind.
Preislich reicht die Spanne von 1,22 € für Zubehör bis 2.646,19 € für große Aktoren mit vielen Kanälen und Strommessung; der Median liegt bei 78,79 €. Vertreten sind unter anderem MDT, ABB, Theben, Eltako, Lingg & Janke, Homematic IP, Shelly und Legrand. Wie du die Kanalzahl sauber ermittelst, steht in unserem Ratgeber KNX-Projekt planen.
Worauf beim Kauf achten?
- Lastart vor Nennstrom: Ein 16-A-Kanal sagt wenig über die LED-Tauglichkeit aus. Suche in den Daten nach der zulässigen Kapazität in Mikrofarad – marktüblich sind 140 µF und 200 µF – oder nach der maximalen Zahl von LED-Leuchtmitteln pro Kanal. Dort trennt sich das Sortiment.
- Kanäle mit Reserve: Der Preis pro Kanal sinkt deutlich mit der Gerätegröße, und im gefüllten Verteiler ist später kaum Platz für Nachschub. Ein oder zwei freie Kanäle je Aktor sind gut angelegtes Geld.
- Strommessung: Aktoren mit Strommessung je Kanal liefern eine ehrliche Verbrauchsübersicht ohne zusätzliche Zähler und erkennen defekte Verbraucher. Der Aufpreis lohnt sich vor allem bei Wärmepumpe, Serverschrank und Außenanlagen.
- Handbedienung am Gerät: Tasten am Aktor erlauben das Schalten vor der Programmierung und bei Störungen im Bus. Im Servicefall ist das der Unterschied zwischen einem Handgriff und einem dunklen Haus.
- Bistabile Relais: Sie halten ihre Stellung ohne Dauerstrom. Das spart Eigenverbrauch und hält den Verteiler kühler – bei Aktoren mit vielen Kanälen ein spürbarer Unterschied.
- Verhalten bei Busausfall: Parametrierbar ist, ob ein Kanal bei Busspannungsausfall und bei Spannungswiederkehr ein-, aus- oder in der letzten Stellung bleibt. Für Kühlgeräte, Heizung und Außenbeleuchtung sollte das bewusst festgelegt werden.
Auswählen und bestellen kannst du selbst – anschließen und in Betrieb nehmen darf die Geräte nur eine Elektrofachkraft.
Häufige Fragen
Wie viele Kanäle brauche ich?
Einen je schaltbarer Funktion: pro Lichtkreis einen, pro schaltbarer Steckdosengruppe einen, dazu Pumpen, Lüfter und Außenbeleuchtung. Zähle raumweise durch und rechne Reserve dazu – nachrüsten im vollen Verteiler ist deutlich teurer als von Anfang an ein größeres Gerät.
Warum klebt mein Relais bei LED-Licht?
LED-Leuchtmittel und ihre Vorschaltgeräte ziehen im Einschaltmoment einen sehr hohen, sehr kurzen Strom. Der liegt weit über dem Nennstrom und verschweißt die Kontaktflächen mit der Zeit. Abhilfe schaffen Kanäle, die ausdrücklich für kapazitive Lasten freigegeben sind, oder ein Einschaltstrombegrenzer.
Reiheneinbau oder Unterputz-Aktor?
Im Neubau und bei sternförmiger Verkabelung ist der Reiheneinbau im Verteiler die sauberste Lösung: alles an einem Ort, gut wartbar, gut erweiterbar. Unterputz-Aktoren hinter dem Schalter sind die Antwort für die Nachrüstung, wenn keine Leitung zum Verteiler führt.
Was bringt ein Aktor mit Strommessung?
Er misst den Verbrauch je Kanal mit und macht ihn im System sichtbar – ohne zusätzliche Zähler und ohne Umbau. Nebeneffekt: Ein Verbraucher, der plötzlich keinen Strom mehr zieht, fällt sofort auf. Das ist die einfachste Form von Anlagenüberwachung.
Was passiert bei Stromausfall?
Zu unterscheiden sind zwei Fälle. Fällt nur die Busspannung aus, arbeitet der Aktor weiter und nimmt die parametrierte Stellung ein. Fällt die 230-V-Versorgung des Aktors selbst aus, kann er nichts mehr schalten – ein bistabiles Relais bleibt genau dort stehen, wo es war. Wichtig ist deshalb vor allem das parametrierte Verhalten bei Spannungswiederkehr. Bei Kühlgeräten, Heizung und Außenbeleuchtung sollte das bewusst entschieden und nicht auf der Werkseinstellung gelassen werden.
Was kosten Schaltaktoren?
Von 1,22 € für Zubehör bis 2.646,19 € für große Geräte mit vielen Kanälen und Strommessung; der Median liegt bei 78,79 €. Der Preis je Kanal fällt deutlich mit der Gerätegröße – ein 8-fach-Aktor ist fast immer günstiger als zwei 4-fach-Geräte.


























































